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Veranstaltung

Diskussion / Vortrag
07.12.2009 | 20:00 Uhr
Prater der Volksbühne, Berlin
Mit Enzo Traverso; Moderation: Thomas Flierl

Kraft und Widersprüche des Antifaschismus. Eine historische Perspektive

Reihe »Luxemburg Lecture«

Enzo Traverso erläutert die Widersprüche des Antifaschismus, der 1945, am Ende des Kriegs, die hegemoniale Strömung innerhalb der europäischen Kultur darstellte. Der europäische Bürgerkrieg militarisierte die Politik und produzierte eine tiefe Metamorphose der Kultur: den Übergang vom Intellektuellen zum Kombattanten. Ausdruck davon ist die Polarisierung der Kultur in Faschismus und Antifaschismus. Die Subsumierung des Antifaschismus unter das kommunistische Label betrachtet Traverso als nachträgliche Projektion von antikommunistischen Historikern. So ist zum Beispiel in Frankreich der erste Aufruf zur Aktionseinheit gegen den Faschismus, dem einige Tage später die Unruhen vom 6. Februar 1934 folgten, von den Surrealisten unterzeichnet worden, von André Breton, René Crevel und Paul Eluard, und Schriftstellern wie Jean-Richard Bloch oder André Malraux. So behauptet Traverso zu Recht, dass der Antifaschismus der Intellektuellen der Volksfrontpolitik der kommunistischen Parteien vorausging und kein Folgeprodukt kommunistischer Politik war.

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»Luxemburg Lecture«


„Die Humanität in unserer Gesellschaft wird sich auch danach bemessen, inwieweit wir das Erbe Rosa Luxemburgs in Ehren halten.“ (Walter Jens)

Die internationale »Luxemburg Lecture« ist ein neues Format des Instituts für Gesellschaftsanalyse und des Kulturforums der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Mit diesen Vorlesungen soll in der Tradition der Wissenschaftlerin, Politikerin und Persönlichkeit Rosa Luxemburg eingegriffen werden in die geistigen Auseinandersetzungen der Gegenwart. Die aktuellen Krisen der heutigen Zivilisation und des Kapitalismus sind der Ausgangspunkt, um Fragen nach Möglichkeiten zukünftiger Entwicklung und konkreter Alternativen zu stellen.

Die »Luxemburg Lecture« gibt international ausgewiesenen Persönlichkeiten der Linken aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Kunst sowie der Zivilgesellschaft die Möglichkeit, ihre Positionen zu Grundfragen der Zeit zu äußern. Die »Luxemburg Lecture« wird vier bis sechs Mal in Berlin gehalten werden. Nach dem Auftakt im historisch bedeutungsvollen Festsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin, an dem am 1. Januar 1919 die KPD gegründet wurde, werden die nächsten Lectures im Berliner Prater stattfinden. Im Wintersemester wandert die »Luxemburg Lecture« in die Hochschule. 

Kontakt

Uta Tackenberg

Telefon: (030) 44310-438
Fax: (030) 44310-184
Email: tackenberg@rosalux.de

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Besonderheiten

Veranstaltungsreihe des Instituts für Gesellschaftsanalyse und des Kulturforums der Rosa-Luxemburg-Stiftung