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Veranstaltung

Diskussion / Vortrag
23.02.2012 | 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Geschäftsstelle der RLS Brandenburg, Potsdam
Mit Prof. Dr. Klaus Vetter (Podelzig); Moderation: Dr. Detlef Nakath (RLS Brandenburg)

Der Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht

Eröffnungsvortrag einer Veranstaltungsreihe zur Rolle Preußens in der deutschen und europäischen Geschichte aus Anlass des 300. Geburtstages des Preußenkönigs Friedrich II.

Am 24. Januar 2012 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des preußischen Königs Friedrich II., der zweifellos zu den markantesten europäischen Herrscherpersönlichkeiten des 18. Jh. gehört. Unter seiner Regentschaft fand der Aufstieg Brandenburg-Preußens zur europäischen Großmacht seinen Abschluss. Friedrich II. war einer der Hauptvertreter des Aufgeklärten Absolutismus, der Ideen des aufstrebenden Bürgertums aufnahm und zur Stabilisierung seines Staates und der ihm zugrunde liegenden gesellschaftlichen Ordnung nutzte – eines feudalen Staates und einer feudalen gesellschaftlichen Ordnung. Nach allem, was bisher zu lesen, zu hören und zu sehen war, wird der 300. Geburtstag Friedrichs II. im Jahr 2012 im öffentlichen Leben Deutschlands eine große Rolle spielen. Es wird zahlreiche Publikationen geben, Fernseh- und Rundfunksendungen, Zeitungsartikel sowie unterschiedliche Veranstaltungen, deren vorherrschender Tenor schon jetzt deutlich zu erkennen: eine recht einseitige Hervorhebung kultureller und wissenschaftlicher Leistungen Preußens, der „preußischen Toleranz“, preußischer  „Reformbereitschaft“ sowie des „Rechts- und Sozialstaats“ Preußen. In nicht wenigen Gemeinden des Landes Brandenburg, so besonders in Letschin und Neutrebbin im Kreis Märkisch-Oderland, gibt es schon seit längerem und jetzt verstärkt, eine regelrechte „Friedericus-Rex-Verehrung“. Die geplante Veranstaltungsreihe der Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg nimmt den Geburtstag Friedrichs II. zum Anlass, um eine Einordnung Preußens in die deutsche und europäische Geschichte vorzunehmen, die eine Schwarz-Weiß-Malerei vermeiden soll. Leistungen und Grenzen Preußens, sein Anteil am gesellschaftlichen Fortschritt aber auch seine reaktionäre Rolle sollen in den vorgesehenen vier Veranstaltungen verdeutlicht werden.

Was Friedrich Schiller im Prolog seiner Wallenstein-Trilogie zu seinem Titelhelden sagt, gilt auch für den preußischen König Friedrich II.: „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte“. Einer die Schwarz-Weiss-Malerei vermeidenden Bewertung dieser bedeutenden Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts kann man sich nur annähern, wenn man Friedrich aus seiner Zeit und den Voraussetzungen seines Handelns heraus erklärt. Dafür soll in dem Eröffnungsvortrag eine Grundlage gelegt werden.

Kontakt

RLS Brandenburg
Dortustr. 53
14467 Potsdam

Telefon: (0331) 8170432
Fax: (0331) 8170433
Email: info@bbg-rls.de

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Besonderheiten

Mit dieser Auftaktveranstaltung beginnt die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg eine vierteilige Veranstaltungsreihe, die sich mit der Rolle Preußens in der deutschen und europäischen Geschichte auseinandersetzt.