Ökonomie und Krieg
9. Strategiekonferenz 2012 der Kooperation für den Frieden
Zum Programm:
http://www.koop-frieden.de/aktuell/flyer_strategie_2012.pdf
Teilnahmegebühr inkl. Verpflegung: 20€, ermäßigt 10€
Anmeldung unter: info@ koop-frieden.de
bzw. Telefon 0228/692904
Veranstaltung mit Unterstützung der RLS Sachsen-Anhalt
Aus dem Programm: Ökonomie und Krieg
Bei der Behandlung von Krankheiten strebt die Medizin danach, die Ursache des Problems anzugehen. Nur wenn die Ursachen nicht ausreichend bekannt sind oder die Möglichkeiten der Bekämpfung unzureichend sind, greift sie zu Strategien, die auf symptomatische Besserung abzielen - ohne die tieferen Grunde zu beheben. Oft muss von einem Geschehen ausgegangen werden, bei dem mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Die Therapie muss sich dann mit einem Bundel von Ursachen beschäftigen.
Nicht zu bestreiten ist, dass ein wesentlicher Faktor für Kriege, die „Geisel der Menschheit“ (UN-Charta von 1948), die Millionen von Todesopfern fordert, in ökonomischen Interessen zu finden ist.
Regierungen sprechen von Menschenrechten und Demokratie und meinen Bereicherung an Rohstoffen, an billigen Arbeitskräften und an profitablen Markten. Diese werden nicht nur, aber doch wesentlich auf dem Weg der militärischen Gewalt erbeutet. Dabei wird die NATO zur Eskorte von Ol- und Gaskonzernen, aktuell z.B. in Nordafrika. Und die Rüstungsindustrie profitiert davon auf den internationalen Waffenmärkten.
Dies ist schon seit Jahrhunderten so, aber im Zeitalter fast unbegrenzter Zerstörungskraft der Waffen, bis hin zur nuklearen Vernichtung der Biosphäre, wird es zur Überlebensfrage, ob es gelingt, die Geisel der Menschheit zu überwinden.
Dazu braucht es kausale Therapie: Ursachenforschung und zielgerichtete Ursachenbehebung. Wie ist das zu erreichen?
Die Friedensbewegung und VertreterInnen alternativer Ökonomiekonzepte müssen sich verstärkt mit den wirtschaftlichen Hintergründen und Bedingungen des Krieges beschäftigen. Unsere Tagung beginnt glücklicherweise nicht am Nullpunkt. Neben der Ursachenanalyse wird die Tagung Alternativen und vielfaltige praktische Handlungsansätze zur Diskussion stellen. Sie wird eine Zukunftsvision vorstellbarer machen:
statt an ungehemmter Bereicherung Weniger, eine die Natur schonende, solidarische und an den elementarenmenschlichen Bedürfnissen Aller orientierte Produktion und Konsumtion. Damit wird Krieg, die kollektiv organisierte und zerstörende Gewalt, zu einem furchterregenden Phänomen aus grauer Vorzeit, ausgestorben wie der Dinosaurier.
Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt
Ebendorfer Str. 3
39108 Magdeburg
Telefon: 0391 25191475
Email: info@rosaluxsa.de




