11.03.2012 | 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Damen und Herren e.V., Düsseldorf
Mit Dr. Friederike Habermann
Mehr als ein flotter Dreier: Sexismus, Kapitalismus und Rassismus sind miteinander verwoben
Workshop mit Dr. Friederike Habermann im Rahmen des together-Festes
Angela Merkel oder Barack Obama – das Geschlecht oder die Hautfarbe scheinen heute in keinem Widerspruch zur Karriere mehr zu stehen. Andererseits existieren Sexismen und Rassismen weiter, strukturelle Ungleichheiten lösen sich nicht einfach auf, einige verstärken sich sogar, teilweise kommt es zu Verschiebungen im Verhältnis von sex, race & class. Ein Paradox?
Nein. Der homo oeconomicus als Subjekt der Wirtschaftstheorie bildet nicht nur das Stereotyp des weißen, männlichen Bürgers ab, sondern dieser und alle anderen sich in der Moderne herausbildenden Identitäten sind in Interaktion zu ihm – und damit zueinander – entstanden und formen sich weiter aus. Heute ist der homo oeconomicus (mit einigen soft skills angereichert) zum Leitbild für alle geworden. Da er jedoch eng verwoben ist mit der Konstruktion des weißen, männlichen Bürgers, bleibt es für Mitglieder dieser Identität(en) leichter, erfolgreich zu sein. Diesen Prozess wollen wir historisch verfolgen.
Aber wir wollen noch viel mehr: Immer wieder wird beklagt, dass Kapitalismus, Sexismus, Rassismus und andere Herrschaftsverhältnisse als unverbunden in der Analyse erscheinen – wenn sie denn überhaupt gemeinsam betrachtet werden. Mit der ´subjektfundierten Hegemonietheorie´ wird ein Ansatz skizziert, der – aufbauend auf marxistische, feministische und postkoloniale Ansätze – von der Verwobenheit aller Herrschaftsformen ausgeht.
Der Input endet mit einigen Überlegungen für eine emanzipatorische Theorie und Politik.
Friederike Habermann ist Volkswirtin, Historikerin und Dr. phil. in Politischen Wissenschaften. Sie ist seit den achtziger Jahren in sozialen Bewegungen aktiv.
Eine Veranstaltung im Rahmen von together - das Aufbegehren des Geschlechter - der gesamtemanzipatorische festigress in düsseldorf
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