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Veranstaltung

Tagung / Konferenz
Samstag, 20.04.2013 | 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Der Salon befindet sich im 1. Obergeschoss.

Karte

Zwischen Skandalisieren und Verschweigen – Reichtum und Armut im öffentlichen Diskurs

Auf der Tagung stellen die Autoren Hans-Jürgen Arlt und Wolfang Storz die Ergebnisse ihrer Studie "Portionierte Armut, Blackbox Reichtum" vor.

Die Medienberichterstattung und die journalistische Meinung prägen in einem erheblichen Maß die öffentliche Wahrnehmung und die politische Debatte. Das gilt auch für die Themen Armut und Reichtum, ihre Ursachen, ihre Zusammenhänge und die Auswirkungen der wachsenden sozialen Kluft auf die Gesellschaft. Wie sieht der journalistische Gebrauch der Pressefreiheit im Umgang mit Armut und Reichtum aus?

Diese Frage untersuchten Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz in einer Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung am Beispiel von Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Spiegel und Die Zeit. Reichtum werde dort weitgehend als Blackbox behandelt, so die Autoren. Armut werde zwar mit Sorge registriert, aber in Einzelteile und individuelle Schicksale zerlegt und so ihrer gesellschaftlichen Brisanz beraubt. Normative Grundlagen der Chancengleichheit und die Sozialpflichtigkeit des Eigentums kämen nur noch als untergegangene Ideale, aber nicht mehr als ernstzunehmende Ansprüche vor. Auf der Tagung werden die beiden Autoren die Ergebnisse der Studie präsentieren und zur Diskussion stellen.

Hans-Jürgen Arlt / Wolfang Storz: PORTIONIERTE ARMUT, BLACKBOX REICHTUM. Die Angst des Journalismus vor der sozialen Kluft

Zwei weitere Beiträge befassen sich mit den Folgen für Gesellschaft und Demokratie. Auch Deutschland schreitet auf dem Weg in die Zwei-Drittel-Demokratie voran. Sinkende Wahlbeteiligung und soziale Ausgrenzung verstärken sich wechselseitig. Die Art der Berichterstattung und Kommentierung von Reichtum und Armut wirkt zurück: Werden sie aus ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen gelöst und als Folgen von individuellem Verhalten und  individueller Leistung und Versagen behandelt und begriffen, so steigen und sinken damit Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Bereitschaft und Fähigkeit sich in die öffentlichen Angelegenheiten einzumischen. Mit diesen Zusammenhängen beschäftigen sich Ulrike Herrmann und Sebastian Bödeker in ihren Vorträgen.

Programm:

  • 11.00
    Einführung: Horst Kahrs, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Gesprächskreis Soziale Ungleichheit
  • 11.15
    «Portionierte Armut, Blackbox Reichtum. Die Angst des Journalismus vor der sozialen Kluft», Vortrag und Diskussion:
    - Hans-Jürgen Arlt, ist freier Publizist, Kommunikationswissenschaftler und Berater. Bis 2003 leitete er die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).
    - Wolfgang Storz, ist Publizist und Medien- und Kommunikationsberater. Er war Chefredakteur und Medienberater bei der IG Metall und von 2000 bis 2006 stellvertretender bzw. Chefredakteur der Frankfurter Rundschau.
    - Kommentar:Stephan Kaufmann, Berliner Zeitung
  • 13.00
    «Warum die Mittelschicht Zeitungen liest, die einseitig die Interessen der Eliten bedienen», Vortrag und Diskussion: Ulrike Herrmann, Journalistin die tageszeitung (taz)
  • 14.00
    «Der Zerfall eines gemeinsamen demokratischen Raumes», Vortrag und Diskussion: Sebastian Bödeker, Doktorand am Wissenschaftszentrum Berlin im Rahmen der Berlin Graduate School for Transnational Studies
  • 15.00
    Abschlussdiskussion; Moderation: Jannine Menger-Hamilton, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Kontakt

Horst Kahrs

E-Mail: kahrs@rosalux.de

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