Springe direkt zu: Textanfang Hauptmenü Suche Weitere Informationen Metanavigation

Hauptmenü



Veranstaltung

Tagung / Konferenz
Mit Prof. Dr. Heinz Sünker, Prof. Dr. Helga Spindler, Dr. Rudolf Martens, Prof. Dr. Michael Vester, Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stefan Selke, Michaela Hofmann, Martin Behrsing, Guido Grüner, Michael Bättig, Frank Jäger, Kathrin Hartmann, Wolfgang Storz, Thilo Janssen
Samstag, 23.11.2013 | ganztägig

Universität Wuppertal, Campus Freudenberg, Hörsaalzentrum, Wuppertal
Rainer-Gruenter-Straße
42119 Wuppertal

Karte

Videos, Presse, Berichte: Die nützliche Armut

Dokumentation der Konferenz zur Armut heute: Begriffliche Bestimmung, Tiefenschau und Alternativen gegen die Fortführung eines nützlichen Zustands

- veranstaltet von der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Tacheles e.V. und dem Center for International Studies in Social Policy and Social Services, Bergische Universität Wuppertal

„Uns geht es doch gut“ – beruhigt die Kanzlerin mit Blick auf die grassierende Verelendung in anderen EU-Staaten. „Uns“ – das sind diejenigen in gut bezahlten und sicheren Beschäftigungsverhältnissen und die ohnehin reichen Gewinner der großen Umverteilung. Und die von allen etablierten Parteien getragene Agenda 2010 habe doch wirtschaftliche Erfolge gebracht, von denen letztlich alle profitieren würden: die Deregulierung der Arbeitswelt, die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Konsolidierung der sozialen Sicherungssysteme.

Doch  tatsächlich hat sich die Armut verschärft, bei Arbeitslosen, Rentner/innen und Grundsicherungsbeziehenden genauso wie bei Arbeitnehmer/innen. Nicht nur ungelernte Arbeitnehmer/innen sind betroffen, sondern auch Facharbeiter/innen in der Leiharbeit, Dienstleister/innen und Akademiker/innen. Von der Armut bzw. Mittelkürzungen betroffen sind auch die „Armutsverwalter“ in staatlichen Behörden und Sozialleistungsträger, die ihrerseits bei ihren Aufträgen zu wenig zahlen. 

Armut ist kein Betriebsunfall, sondern sie scheint systemnotwendig in der „Wettbewerbsgesellschaft“: Als Kehrseite des Reichtums und als Druckmittel und Drohung bis weit hinein in die Mittelschichten.  Wie gehen wir damit um?

Pressesschau:

Artikel im 'neues deutschland' vom 24.11.2013: "Wenn Wirtschaft und Armut wachsen"


Artikel in der "Westdeutsche Zeitung online" vom 26.11.2013: "Wuppertaler diskutieren über wachsende Armut"

Videodokumentation von r-mediabase:

Folienflows und Manuskripte:

Prof. Dr. Michael Vester, TU Hannover: Prekarität und Armut in der Sozialstruktur - Handout; Präsentation

Wolfgang Storz und Hans-Jürgen Arlt: Portionierte Armut, Blackbox Reichtum - Eine Medien-Studie - Präsentation

Prof.Dr. Stefan Selke, Hochschule Furtwangen: Die Tafelbewegung: Bürgerschaftliches Engagement als Mittel zur Armutsbekämpfung oder zur Entrechtung?  - Präsentation (Achtung: sehr große Datei!)           

Dr. Rudolf Martens, Paritätischer Gesamtverband: „Armut ist was … ? Der Armutsbericht ist tot!“- Sinn und Unsinn von amtlichen Armutsberichten - Präsentation

Prof. Klaus Dörre, Friedrich-Schiller-Universität Jena: Abstiegsängste der Mittelschicht - Präsentation

Michaela Hofmann, Referentin für Armutsfragen beim Diözesan-Caritasverband Köln: Armutsbekämpfung – Armutslinderung – Einbezug von Betroffenen. Möglichkeiten und Grenzen der verbandlichen Arbeit - Präsentation

Thilo Janssen, Politikwissenschaftler und Autor: Europa 2020: Wie die europäische Krisenpolitik Armut produziert - Präsentation

------

zum Flyer.



Programm

10:00     Eröffnung, Begrüßung
               Prof. Dr. Heinz Sünker, Karl-Heinz Heinemann

10:15      Armut ist was…? Der Armutsbericht ist tot!
Sinn und Unsinn von amtlichen Armutsberichten.
Dr. Rudolf Martens, Leiter Forschung, Paritätische Forschungsstelle, Berlin

11:00      Prekarität und Armut in der Sozialstruktur
Prof. Dr. Michael Vester, TU Hannover  

12:00 Parallelvorträge

  • Sozialer Abstieg und Armut in Fremdzuschreibung und Selbstzeugnissen Prof. Dr. Klaus Dörre,  Uni Jena
  • Armut als notweniger Antrieb? Armut und Entrechtung im aktivierenden Sozialstaat.
    Prof. Dr. Helga Spindler, Köln

13:00 Mittagspause

14:00 parallele Workshops

  • Die Tafelbewegung: Bürgerschaftliches Engagement als Mittel zur Armutsbekämpfung oder zur Entrechtung?
    Prof. Dr. Stefan Selke, Hochschule Furtwangen
  • Europa 2020: Wie die europäische Krisenpolitik Armut produziert
    Thilo Janssen, Politikwissenschaftler und Autor

15:30 Kaffeepause

16:00  Strategien im Umgang mit Armut und Möglichkeiten der Selbstorganisation

  • Armutsbekämpfung – Armutslinderung – Einbezug von Betroffenen. Möglichkeiten und Grenzen der verbandlichen Arbeit
    Michaela Hofmann, bis März 2013 stellv.  Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz,  Referentin für Armutsfragen beim Diözesan-Caritasverband Köln
  • Projekte und Praktiken von Erwerbslosengruppen im Alltagskampf gegen Armut und Marginalisierung
    Martin Behrsing (Erwerbslosenforum) und Frank Jäger, (Tacheles e.V. sowie  Guido Grüner und Michael Bättig (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg).

17:30

    • Das Bild der Armut in der Öffentlichkeit
      Kathrin Hartmann, 
      freie Journalistin, Autorin von "Ende der Märchenstunde" und "Wir müssen leider draußen bleiben - Die neue Armut in der Konsumgesellschaft"
    • Portionierte Armut: Thematisierung der Armut in den Medien
      Wolfgang Storz,
      Medien- und Kommunikationsberater, ehem. Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“, zusammen mit Hans-Jürgen Arlt Autor der RLS-Studie „Portionierte Armut, Blackbox Reichtum“

19:00   Ende der Konferenz


Ausstellung „Armut in Deutschland“

Armut in Deutschland bedeutet für die betroffenen Menschen das Bestreiten ihrer Existenz aus zweiter Hand, gesellschaftliche Ausgrenzung und behördliche Bevormundung. Armut in Deutschland hat wesentlich gesellschaftliche und politische Ursachen: Massenentlassungen,  Firmenpleiten,  Leiharbeit,  Niedriglöhne und die nach Peter Hartz benannten Gesetze. Die Kehrseite ist der wachsende Reichtum einer gesellschaftlichen Minderheit.

Von Armut betroffen zu sein ist ein Angriff auf die persönliche Würde. Armut in Deutschland sichtbar zu machen, ihr ohne Diskriminierung Gesicht zu geben, ist Absicht dieser Ausstellung.

Gezeigt werden Arbeiten von Kurt Feisel, Hans-Dieter Hey, Karin Richert, Dr. Marcus Richter und Jochen Vogler.

Ein Projekt von R-mediabase, unterstützt durch ver.di NRW und die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.

  • Bis zum 20.11.2013 im DGB-Tagungszentrum Hattingen, Am Homberg 44-50 in 45529 Hattingen und
  • begleitend zur Konferenz vom 21.11. bis zum 12.12.2013 in den Räumen der Universitätsbibliothek in Wuppertal, Gebäude BZ (Ebenen 7-10), Gaußstraße 20 in 42119 Wuppertal.

 

Kontakt

RLS-Regionalbüro Nordrhein-Westfalen
Hedwigstr. 30 - 32
47058 Duisburg

Telefon: 0203 3177392
Fax: 0203 3177393
E-Mail: post@rls-nrw.de

Termindownload

Download im iCal-Format

Besonderheiten

In Kooperation mit dem Center for International Studies in Social Policy and Social Services, Bergische Universität Wuppertal und Tacheles e.V., Wuppertal