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Veranstaltung

Diskussion / Vortrag
Freitag, 07.03.2014 | 17:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Der Salon befindet sich im 1. Obergeschoss.

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10 Jahre Wahlalternative

Was war, was bleibt, wie weiter? Gründungsmitglieder, Aktive und Beobachter_innen diskutieren über die 2003 gegründete WASG, aus deren Vereinigung mit der PDS die heutige LINKE hervorging.

Am 5. März 2004 fand im DGB-Haus Berlin ein Treffen statt, das Folgen hatte. Eingeladen hatte Ralf Krämer, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, um auf der Grundlage eines umfangreichen Strategiepapiers „Für eine wahlpolitische Alternative 2006“ zu diskutieren. Es versammelten sich 30 Aktive aus verschiedenen sozialen und politischen Zusammenhängen: Gewerkschaften, Attac, linker Wissenschaft, Zeitschriften und Bildungsvereinen. Darunter waren Mitglieder und ehemalige Mitglieder von SPD, PDS, Grünen, DKP, und mehrheitlich Parteilose. Sie einte die Einsicht, dass die Bildung einer neuen politischen Kraft nötig sei. Eine für breite Schichten wählbare soziale Alternative, die den gesellschaftlichen Protest gegen die neoliberale Politik bei der bevorstehenden Bundestagswahl aufzunehmen und wirksam zu machen imstande war.

In den folgenden Monaten meldeten sich tausende Aktive aus der ganzen Republik und bildeten eine Vielzahl örtlicher Initiativen. Im Juli 2004 vereinigte sich die Wahlalternative mit der Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit zur WASG. Im Januar 2005 wurde die Partei WASG gegründet. In Reaktion auf ihre schwere Wahlniederlage in NRW führte die SPD eine Vorverlegung der Bundestagswahl auf September 2005 herbei. In dieser Situation verständigten sich PDS und WASG auf eine gemeinsame Kandidatur auf Listen der in Linkspartei umbenannten PDS. Mit 8,7 Prozent der Wählerstimmen errangen sie gemeinsam einen großen Wahlerfolg. Im Juli 2007 vereinigten sich Linkspartei.PDS und WASG zur neuen Partei DIE LINKE.

Zehn Jahre nach diesem ersten Treffen im März 2004 wollen Aktive und interessierte Beobachter, die heute in der LINKEN aktiv sind, teils in führenden Funktionen, Bilanz ziehen und nach den Perspektiven fragen. Kritisch und selbstkritisch, aber auch selbstbewusst. DIE LINKE ist heute die drittstärkste politische Kraft im Bundestag und Oppositionsführerin. Das ist ein Erfolg des Zusammengehens der 2004 gegründeten „Wahlalternative“, der „Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ und der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS). Und dennoch hat sich die Partei gewandelt – längst stammt ein Drittel der Mitgliedschaft nicht mehr aus einer der Quellparteien.

Was waren damals die Ausgangspunkte und Vorstellungen, was ist daraus geworden? Wo liegen heute Probleme der geeinten politischen Linken und vor welchen Aufgaben stehen sie angesichts des sich zunehmend  autoritär formierenden Finanzmarktkapitalismus?

  • Beiträge von und Diskussion mit Joachim Bischoff, Christine Buchholz, Klaus Ernst, Cornelia Hildebrandt, Heinz Hillebrand, Ralf Krämer, Sabine Lösing, Irina Neszeri, Bernd Riexinger, Tom Strohschneider, Axel Troost, Katja Zimmermann.
  • ab 20:30 Uhr: Gespräche, Getränke, Essen

Texte:

 

Kontakt

Cornelia Hildebrandt

Telefon: (030) 44310-168
Fax: (030) 44310-184
E-Mail: hildebrandt@rosalux.de

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