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Veranstaltung

Diskussion / Vortrag
Mit Nareen Shammo (Clara-Zetkin-Frauenpreisträgerin 2015), Nujiyan Günay (Ezidischer Frauenrat, Moderation)
Montag, 16.03.2015 | 18:30 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Seminarraum 1, 1. OG, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Karte

Der Kampf ezidischer Frauen um Befreiung

Nareen Shammo wurde im März mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis der LINKEN ausgezeichnet. Die irakische Journalistin kämpft für die Befreiung der entführten Frauen in Şengal.

Von links nach rechts: Nujiyan Günay (Ezidischer Frauenrat, Moderation), Nareen Shammo, Yilmaz Günay (Förderation der yezidischen Vereine e.V., Übersetzung), Kadriye Karci (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Nareen Shammo

Im August 2014 besetzte die Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) die irakische Region Sindschar (Şengal), die vor allem von Ezid_innen bewohnt wird.  Zehntausende Menschen ergriffen die Flucht. Dabei gingen die IS-Milizen gezielt gegen ezidische Frauen vor und verschleppten mindestens 5.000 von ihnen.

Die Journalistin Nareen Shammo kündigte daraufhin ihren Job und setzt sich seither für die Befreiung der entführten Frauen ein. Sie hält Kontakt zu den Verschleppten, betreut deren Angehörigen und unterstützt die Verhandlungen mit dem IS zur Freilassung der Frauen. Nareen Shammo arbeitet dabei mit der US-amerikanischen Initiative für Eziden und dem Yazda Center zusammen. Sie dokumentieren die Verbrechen des IS an der ezidischen Bevölkerung im Irak und organisieren medizinische, psychologische und soziale Hilfe.

Das Engagement der irakischen Journalistin wurde im März mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis der Partei die LINKE gewürdigt. Nareen Shammo berichtet über ihre Arbeit und die aktuelle Situation vor Ort.


«Since the first day of the Yezidi genocide, I documented the names, gender, villages and contact numbers of hostages on a daily basis, me and my colleagues are still in touch with the kidnapped women to document number of hostages in each location and violations against them and sent reports to KRG and Iraqi government to take any action to free them. also we sent the United Nations and other Organizations some reports. We trying to save women and we could free 3 of them, also help families to get money from NGOs to buy their daughters from Arab people who are familiar with ISIS, we help the released women in provision of basic needs of life and now working on a project rental houses for a number of survivors of faced more violations with the help of organizations.» Nareen Shammo


«Wir sind im Irak nicht sicher»
taz, 9. März 2015
Nareen Shammo verhandelt mit dem IS über die Freilassung jesidischer Frauen im Irak. Dafür wurde sie nun ausgezeichnet.

Verfolgung mit Tradition
Jungle World Nr. 51, 18. Dezember 2014
Die Verfolgung von ethnischen und religiösen Minderheiten im Irak hat nicht erst mit dem Feldzug des Islamischen Staats (IS) angefangen. Bereits unter der Diktatur Saddam Husseins wurde eine rücksichtslose Politik der demographischen Dominanz verfolgt. Ein Besuch wichtiger Orte des Yezidentums im Nordirak.

Facebook-Seite von Nareen Shammo

Interview mit Nareen Shammo in der Jungle World

BBC-Portrait über Nareen Shammo:

Der Kampf ezidischer Frauen um Befreiung (20:52)

Nareen Shammo sprach über Verschleppungen und Vergewaltigungen ezidischer Frauen durch den «Islamischen Staat». Auf der Veranstaltung sprach Nareen Shammo kurdisch, hier ist die deutsche Übersetzung zu hören.

Kontakt

Stefanie Kron

Telefon: (030) 44310-526
E-Mail: stefanie.kron@rosalux.de

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Besonderheiten

In Kooperation mit FKÊ - Federasyona Komelên Êzîdiya - Föderation der Ezidischen Vereine e.V.
Die Veranstaltung wird übersetzt.