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Veranstaltung

Diskussion / Vortrag
Mit Ismail Küpeli, Kadriye Karcı, Florian Wilde
Dienstag, 26.01.2016 | 18:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Der Salon befindet sich im 1. Obergeschoss.

Karte

«Der Kampf um Kobanê»

Ein Jahr nach der Befreiung sprechen wir über die aktuelle Lage in Rojava, die Debatten in der kurdischen Bewegung und die Strategien der globalen Mächte. Finissage der Fotoausstellung «Back to Rojava»

Ausgangslage um Kobanê (Ain al Arab) am Vorabend der Angriffe des «IS» Mitte September 2014 - Bild:NordNordWest (File:Syrian civil war.png) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Vor einem Jahr, am 26. Januar 2015, gelang nach 133 Tagen Belagerung etwas, dass lange unmöglich erschien: Die kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG und YPJ) befreiten den syrisch-kurdischen Kanton Kobanê in der seit Ende 2013 faktisch selbstverwalteten Region Rojava aus den Klauen des «Islamischen Staates» (IS).

Die Befreiung Kobanês bildete nicht nur den Auftakt zur fortgesetzten Befreiung immer größerer Gebiete Rojavas. Sie führte auch zu einem weiteren Aufschwung der Bewegung gegen die immer autoritärer werdende Regierung Erdoğans im türkischen Nordkurdistan. Die AKP-Regierung in der Türkei verlor im Juni 2015 für einige Monate die absolute Mehrheit durch die Wahlerfolge der prokurdische HDP. Als Konsequenz begann das Militär eine brutale Offensive in den kurdischen Gebieten. Die Gegenreaktion der KurdInnen trägt mittlerweile den Charakter offener Aufstände für eine von Rojava inspirierte «demokratische Autonomie».

Der Widerstand von Kobanê ist zu einem Symbol des Widerstandes emanzipatorischer Kräfte gegen den Terror des «IS» geworden, und zu einem Bezugspunkt weltweiter linker Solidarität. Diese Solidaritätsbewegung ist im vergangenen Jahr aber auch selbst zum Ziel von Terroranschlägen geworden. So im Juni in dem Grenzort Suruç, als 33 linke türkische Jugendliche, die beim Wiederaufbau Kobanês helfen wollten, bei einem Anschlag ermordet wurden.

Gleichzeitig haben mit dem Eingreifen der Türkei, der USA, Russlands und Frankreichs die ausländischen Interventionen in den syrischen Bürgerkrieg massiv zugenommen und stellen auch die kurdische Freiheitsbewegung vor neue Herausforderungen.

Auf der Veranstaltung am Jahrestag der Befreiung Kobanês sprechen wir mit Ismail Küpeli (Herausgeber des Buches «Kampf um Kobane» und Kadriye Karcı (Projektmanagerin Türkei, Rosa-Luxemburg-Stiftung) über die Bedeutung der Revolution in Rojava, ihre Auswirkungen auf die Türkei und ihre mögliche Ausstrahlung in die ganze Region. Auch die Widersprüche, in denen sich das Projekt Rojava im geopolitischen Kräftefeld ausländischer Interventionen in Syrien bewegt, sind Gegenstand der Diskussion

Moderation: Florian Wilde, Rosa-Luxemburg-Stiftung


Ismail Küpeli (Hg.)
Kampf um Kobanê
Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens
edition assemblage, September 2015

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten, in der alle relevanten Akteure in der einen oder anderen Weise involviert waren. Kobanê wird weiterhin die politischen Ereignisse in der Region prägen – sowohl die Beziehungen zwischen der Türkei und der PKK als auch den Bürgerkrieg in Syrien. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale linke Auseinandersetzungen neu aufzugreifen – wie etwa die Frage nach Gewalt als Mittel der Politik und nach dem Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung. Anders gesagt: Lässt sich eine Revolution durch Krieg verteidigen oder ist eine militärische Auseinandersetzung der Tod für jegliches emanzipatorisches Projekt?

Mehr zur Fotoausstellung «Back to Rojava» (Berlin, 8.12.2015 bis 26.1.2016)

Alltag im Ausnahmezustand (1:32:40)

Zur aktuellen Situation in Rojava (Syrien) und Sindschar (Irak). Diskussion zur Eröffnung der Fotoausstellung «Back to Rojava». Berlin, 8.12.2015

Kontakt

Florian Wilde

Telefon: 030 - 44310 484
E-Mail: wilde@rosalux.de

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Besonderheiten

Die Fotoausstellung «Back to Rojava» wird mit dieser Veranstaltung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung beendet. Bestellungen der Ausstellung werden bei medico international gerne entgegen genommen: Marek Arlt und Hendrik Slusarenka, (069) 94438-0, info@medico.de

Link

www.rosalux.de/rojava


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