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70 Jahre. Befreiung! Neuanfang?

70 Jahre Befreiung

Der 8. Mai 1945: Das Ende des Nationalsozialismus und die Nachkriegsordnung in Deutschland und Europa

In der Bundesrepublik stieß noch 1985 die Rede des damaligen Bundespräsidenten von Weizsäcker, in der er von «Befreiung» sprach, auf Ablehnung. Für viele Deutsche war das Kriegsende vor allem die Niederlage in einem Krieg, folgerichtig wurde dieses Kriegsende in der Bundesrepublik lange Zeit «Zusammenbruch» genannt. Für viele war es vor allem auch mit Flucht und Vertreibung verbunden.

Der 8. Mai 1945 gilt als Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Die Soldaten der Alliierten hatten Deutschland besiegt. Vor allem die Gefangenen in den Konzentrationslagern, die Bevölkerung in den ehemals besetzten Gebieten und die WiderstandskämpferInnen in Europa empfanden das Kriegsende als Befreiung.

Es war ein Krieg zu Ende, dessen Ausmaße alles bis dahin Bekannte weit übertroffen hatten. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Allein elf Millionen Menschen waren seit 1933 systematisch in den Konzentrationslagern ermordet worden, davon sechs Millionen Juden und Jüdinnen. Über elf Millionen sowjetische Soldaten hatten bei Kampfhandlungen ihr Leben gelassen, über dieselbe Zahl an sowjetischen Zivilistinnen un Zivilisten war durch die Kriegshandlungen und Kriegsfolgen getötet worden. Ganze Kontinente waren traumatisiert.

Die Alliierten hatten gemeinsam gesiegt, aber wie sollte es jetzt weitergehen? Welche Konsequenzen sollten aus dem Nationalsozialismus für die Nachkriegsordnung gezogen werden? Im Juni 1945 wurden die Vereinten Nationen gegründet. Für Europa hatten die Alliierten aber bald unterschiedliche Vorstellungen, die dann im Kalten Krieg mündeten. Weitergehende Reformbewegungen der Arbeiterbewegung zur Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft wurden unterdrückt. Die DDR inszenierte sich als das bessere Deutschland, als Staat gewordene Fortsetzung des antifaschistischen Widerstandes. Im Westen gewann bald der Gedanke eines einigen (West-) Europa an Boden.

Diesen Themen widmet sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit ihren historisch-politischen Bildungsprogramm ab April 2015. Sie möchte zum einen an den antifaschistischen Widerstand erinnern, sich zum anderen aber auch weitergehenden Fragen widmen.

PDF: 70 Jahre. Befreiung! Neuanfang? Veranstaltungen und Publikationen 2015

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Fotos: Jewgeni Chaldej / Sammlung Ernst Volland und Heinz Krimmer.


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100 Jahre Stefan Heym (2013)