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No pasaran

80 Jahre spanischer Bürgerkrieg

Internationale Solidarität und Antifaschismus - 80 Jahre spanische Revolution und spanischer Bürgerkrieg

 

Mitte Februar 1936 gewinnt in Spanien die linke Volksfront die Wahlen. Bald danach beginnt ein umfangreiches, einschneidendes Reformprogramm. Linke aus Europa schauen mit viel Sympathie auf dieses Experiment. Umso gröߟer ist der Schock und die Empörung, als das spanische Militär am 19. Juli einen Putsch beginnt. Dieser wird von konservativen Kreisen aus Adel und Kirche und von Italien und NS-Deutschland unterstützt. Der Bürgerkrieg dauert bis 1939. Die FranquistInnen ermorden bis zu 200.000 ihrer GegnerInnen, zehntausende werden inhaftiert. Noch mehr AnhängerInnen der Republik werden gezwungen ins Exil zu gehen. Ergebnis ist eine innenpolitische Restauration und das autoritäre Franco-Regime, das bis 1975 andauert.

Über 40.000 Menschen beteiligen sich bis 1939 an den Internationalen Brigaden und leisten so unmittelbare, transnationale Solidarität. Die spanische Revolution und die Brigaden geraten zusehends ins Räderwerk der kommunistischen (Welt-)Bewegung. Internationalismus wird immer mehr zu einem Instrument der Außenpolitik der stalinistischen Sowjetunion, was sogar zu gravierenden innerlinken Konflikten führt. Basis der spanischen Revolution ist in erster Linie die langjährige Arbeit der groߟen anarchistischen Bewegung.

Einige Streitpunkte, etwa zu Strategien und Bündnispolitik der Linken sind auch heute noch aktuell. Das gegenwärtige Spanien ist nur vor dem Hintergrund seiner Geschichte und der dazugehörigen Kompromisse, etwa in der Deutung des Bürgerkrieges und seinem kollektiven Beschweigen, zu verstehen.

 Im Juli 2016 jährt sich der Beginn des sogenannten spanischen Bürgerkrieges zum 80. Mal. Dies ist Anlass das Thema in der historisch-politischen Bildungsarbeit der RLS aufzugreifen. Sie möchte damit zum einen an den antifaschistischen Widerstand erinnern, wird sich aber auch weitergehenden Fragen widmen.

Veranstaltungen

Keine Veranstaltungen vorhanden.

Veranstaltungsdokumentation

Freitag,
16.09.2016
19:00 Uhr,
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Gerda Taro und Robert Capa in Paris, 1935

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Weitere Informationen

Ausstellung ab dem 6.9.

«Zwischen Grauen und Hoffnung» Veranstaltungsreihe zu 80 Jahren Spanischer Bürgerkrieg und Fotoausstellung mit Bildern aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

GESCHICHTE

Gesprächskreis Geschichte
bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Kontakt: Bernd Hüttner
Referent für Geschichtspolitik und Zeitgeschichte
huettner@rosalux.de | Tel. 0173 6096101