Westafrika
In Westafrika arbeitet die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Partnerorganisationen im Senegal, in Mali, Ghana und Nigeria zusammen. Das Regionalbüro zur Koordinierung dieser Aktivitäten befindet sich seit 2010 in Dakar.
Die Bevölkerungsstruktur in dieser Region ist jung mit relativ hohen Zuwachsraten, wobei gerade junge Erwachsene oft nicht gleichberechtigt am politischen Prozess beteiligt sind. Die Ursachen liegen, neben den tief verwurzelten traditionellen Vorrechten der Ältesten, in geringer Schulbildung und verbreitetem funktionalen Analphabetismus. Die Gesundheitsversorgung ist meist extrem mangelhaft, der Zugang zu sauberem Wasser und Elektrizität unzureichend. Frauen sind in den meisten Gesellschaften nicht gleich gestellt. Oft ist besonders ihnen der Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und politischer Teilhabe verwehrt. Die häufig außerordentlich schlechte Situation großer Bevölkerungsgruppen im Bereich der Grundgüter, wie Versorgungssicherheit bei Nahrungsmitteln, Zugang zu Trinkwasser, Gesundheit, Bildung und Elektrizität, kulminiert im ländlichen Raum, der in der Regel einen gravierenden Entwicklungsrückstand aufweist.
Die Förderung ländlicher Entwicklung ist daher von überragender Bedeutung für die Partnerprojekte, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Region unterstützt. Dies schließt sowohl Ernährungssicherheit, Zugang zu Informationen und Bildung wie auch die Vermittlung von Grundkenntnissen einer gesunden Lebensführung, Aufklärung über Rechte und Pflichten, den Schutz bzw. das verbesserte Management natürlicher Ressourcen ein. Darüber hinaus bemüht sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und kommunalen Radiostationen insbesondere darum, das Niveau der Informiertheit – als Voraussetzung einer effektiven Beteiligung am demokratischen Willensbildungsprozess – durch spezielle Sendungen und Seminarreihen zu erhöhen.

