Weltklimagipfel 2009 in Kopenhagen
Zum Jahresende werden sich die Augen der Weltöffentlichkeit auf Kopenhagen richten. Im Dezember 2009 kommen in der dänischen Hauptstadt die VertreterInnen von 191 Staaten zum Weltklimagipfel der Vereinten Nationen zusammen.
Die Konferenz birgt Zündstoff. Mitten in weltweiter Wirtschaftskrise und fortschreitender Erderwärmung stehen die TeilnehmerInnen unter hohem Einigungsdruck. Sie müssen eine Regelung für die Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes nach 2012 finden. Dann läuft das „Kyoto-Protokoll“ aus, in dem sich die Industrieländer zu einem geringeren Ausstoß gegenüber 1990 verpflichtet haben. Laut Gastgeberland Dänemark ist Kopenhagen die „letzte Chance“ zum Etablieren eines Folgeprogramms.
Zugleich wachsen Unzufriedenheit und Wut über den globalen Raubbau an der Natur. Umweltschützer und Kapitalismuskritikerinnen aus Süd und Nord wollen daher gegen die Politik insbesondere der reichen Staaten demonstrieren und mobilisieren zu Protesten nach Kopenhagen.




Ann-Kathrin Lebuhn
