Energiewende
Spätestens mit dem Super-GAU im japanischen Fukushima vor einem Jahr ist die globale Energiekrise auch in den Industrienationen angekommen. Nach der Katastrophe schien klar: Die Atomkraft ist endgültig ein Auslaufmodell, eine Wende muss her. Hunderttausende Menschen gingen auf die Straßen und demonstrierten für ein Umsteuern in der Energiepolitik.
Viel ist seither die Rede vom «Grünen Kapitalismus», der auf umweltfreundlicheren Technologien und erneuerbaren Energiequellen beruht. Getan hat sich indes in den vergangenen zwölf Monaten kaum etwas. Das Festhalten am wachstumsorientierten Wirtschaften lässt den Energie- und Rohstoffbedarf weltweit weiter steigen. Zwar gibt es etwa in der Bundesrepublik ein beschlossenes Ausstiegsszenario bis 2022. Zugleich aber entstehen in den Schwellenländern neue Atomkraftwerke - mit technologischer wie finanzieller Unterstützung auch von hier. Der Ausbau der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen bleibt halbherzig, in der BRD soll die Solarförderung nun sogar zurückgefahren werden.
Auch ein Jahr nach Fukushima - und auf absehbare Zeit - bleibt die Energiefrage ein hart umkämpftes Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Dieses Themenspezial versammelt Analysen und Berichte zum Stand und zu den Perspektiven eines sozialökologischen Wandels.










