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Freitag, 29. Juni 2012

Linker Liedersommer 2012

für eine solidarische Welt! gegen Ausbeutung und Krieg !

„Für eine solidarische Welt – Gegen Ausbeutung und Krieg“ lautete das Motto des Linken Liedersommers 2012, das vom 15. bis 17. Juni auf Burg Waldeck im Hunsrück stattfand. Das war bereits die vierte Veranstaltung dieser Art, bisher in zweijährlichem Abstand. Anknüpfend an die Tradition der legendären Waldecks-Festivals in den 1960er und 1970er Jahren luden die Jenny Marx Gesellschaft für politische Bildung – Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz sowie die RLS Hessen und der Deutsche Freidenkerverband RLP/Saar & Hessen dazu ein. Es kamen gut 150 Menschen verschiedenen Alters, die an linken politischen Liedern, linkem Rock und linkem Kabarett interessiert sind.


Den Auftakt bildeten am Freitag Abend Lieder am Lagerfeuer. Am Samstag folgte tagsüber ein straffes Workshop-Programm. Großen Zuspruchs erfreute sich z.B. Erich Schmeckenbecher (Zupfgeigenhansel) mit einem Vortrag und Liedeinlagen zur „Romantik im politischen Lied“. Johanna Arndt interpretierte “Lieder zum Zuhören und Mitmachen“ anlässlich des 50. Todestages von Hanns Eisler. Reinhard Frankl unterwies seine ZuhörerInnen im „Zurecht- und Umsingen“ von Liedern in sozialen Bewegungen. Jane Zahn weihte die TeilnehmerInnen ihres Workshops in die Geheimnisse des politischen Kabaretts ein. Lutz Kirschner und Jörg Hauswald sprachen, untermalt von vielen Tonaufnahmen, über die Singebewegung in der DDR. Es folgten Lieder der Befreiungsbewegung aus Lateinamerika mit Romina Tabor und Daniel Osario. Und auch der Straßenrock kam mit der Gruppe Nümmes aus Berlin zu seinem Recht.


Den Höhepunkt des Wochenendes bildete zweifellos die Abendveranstaltung auf der Bühne der „Burg Waldeck“. Die Workshop-LeiterInnen präsentierten mit ihren SeminarteilnehmerInnen das, was sie tagsüber gemeinsam erarbeitet hatten. Es traten weitere Liedermacher, SängerInnen und GitarristInnen auf, so Sonja Gottlieb und Ernst Schwarz. Den Abschluss bildete – schon am späten Abende – die Reggae- und Ska-Formation aus Saarbrücken, zu deren Musik über Stunden getanzt wurde.


Zum Ausklang am Sonntag Vormittag traten KünsterInnen auf, die noch Wichtiges mitzuteilen hatten, so der junge Kabarettist und Liedermacher Bernd Barbe aus Hessen mit dem Kurzvortrag: „Keine Kunst, sondern Notwehr“. Es folgte die gemeinsame Auswertung, an der noch über 40 Interessierte teilnahmen. Da fielen Begriffe wie: wunderbar, vielfältig, super Fete Samstag Abend, Dank an die OrganisatorInnen.

Vorgeschlagen wurde, den nächsten Liedersommer bereits 2013 zu organisieren, um nicht mit anderen linken Kulturevents zu konkurrieren. Geäußert wurde die Idee, eine Internet-Plattform des Linken Liedersommers einzurichten, einen Blog Waldeck, auf dem virtuelle Workshops stattfinden könnten.


Auch wenn sich nicht alle Vorschläge gleich realisieren lassen, zeugen sie doch von der Begeisterung vieler Teilnehmerinnen dieses Festivals. Bleibt zu wünschen übrig, dass möglichst viele sich an der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung des nächsten Liedersommers beteiligen und es gelingt, die elektronischem Medien zu gewinnen, über das Ereignis zu berichten.


Peter Bathke/Salvador Oberhaus