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Dienstag, 27. Oktober 2015

[CfP] Krieg und Frieden im Spiegel des Sozialismus (1914-1918)

Aufruf für Beiträge für eine Konferenz des Kurt-Eisner-Vereins für politische Bildung / RLS Bayern in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Frank Jacob, City University of New York und Riccardo Altieri, Universität Würzburg [Frist 30.11. 2015]

Der Erste Weltkrieg ruft derzeit ein großes mediales Interesse hervor, wobei allerdings vor allem der Kriegsausbruch sowie die Kriegsschuldfrage im Mittelpunkt der Besprechungen stehen. Im Gegensatz dazu soll sich die angedachte Tagung vor allem mit der Geschichte derjenigen Vertreterinnen und Vertreter des Sozialismus beschäftigen, die die „Kriegsbegeisterung“ weder geteilt noch einen „nationalen Burgfrieden“ befürwortet haben.

Es wird deshalb in erster Linie darum gehen, sich mit den Kritikern des Ersten Weltkrieges innerhalb des deutschen, aber auch des internationalen Sozialismus während der Jahre 1914-1918 auseinanderzusetzen. Neben Kurt Eisner, Karl Liebknecht, Clara Zetkin oder Rosa Luxemburg sollen andere, bisher noch unbekanntere Kritikerinnen und Kritiker und ihre Gedanken zum Krieg vorgestellt werden. Denkbar sind gleichfalls Perspektiven, die die Haltung sozialistischer Kriegsgegner im internationalen Ausland und ihre Beziehung zu Deutschland, um – dem Leitmotiv der II. Sozialistischen Internationalen folgend – eine Multilateralität der Ereignisse zu elaborieren. Wie kritisierten Wladimir I. Lenin, Jean Jaurès oder auch der präfaschistische Benito Mussolini das Kriegstreiben bei Kriegsausbruch? Welchen Stellenwert hatte die Entnationalisierung der vom Krieg geschundenen Arbeiterschaft? Wie veränderte der Kriegsalltag die Situation der Frauen im Deutschen Kasisrreich und welche Folgen hatten die diesbezüglichen Bestrebungen der SozialistInnen im Nachgang des Krieges?

Durch die Tagungsbeiträge, die anschließenden Diskussionen und die geplante Publikation der Tagungsergebnisse soll der Umstand, dass die Sichtweise der unliebsamen, linken Opposition bisher stark hinter den bürgerlichen, nationalen und imperialen Perspektiven zurückfällt, neu bedacht werden. Hierbei wird in enger Kooperation mit dem bayerischen Regionalbüro der Rosa Luxemburg Stiftung ein polit-historisches Programm für Interessierte aus der Würzburger Wissenschaftswelt sowie den lokalen Bildungseinrichtungen angeboten.

Beitragsvorschläge (300 Wörter) sowie ein kurzer Lebenslauf (300 Zeichen) werden bis spätestens 30.11.2015 erbeten an Prof. Dr. Frank Jacob: jacob.m.a84(ädd)googlemail.com.

Prof. Jacob arbeitet im Auftrag der RLS daran den Nachlass von Kurt Eisner wissenschaftlich zu erschliessen.

Ort und Termin der Konferenz: Samstag, 16. Juli (10-18 Uhr) bis Sonntag, 17. Juli 2016 (10-15 Uhr) in Würzburg.