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Dienstag, 23. Februar 2016

Ausnahmezustand in Sachsen

Über Anschlägen auf Geflüchteten-Unterkünfte, «Bürgerwehren» und völkisch-nationalistische Großdemos.

Pegida-Demo in Dresden am 6.2.2016. Foto: Caruso Pinguin, flickr, CC BY-NC 2.0

 

Der RLS-Autor Felix Korsch hat beim jüngsten «Gesprächskreis rechts» (5.12.2015) mit einem beeindruckenden Input auf die drastische Situation in Sachsen hingewiesen, die im Moment mit den mörderischen Anschlägen auf Geflüchteten-Unterkünfte und pogromartigen Angriffen auf Geflüchtete in Löbau, Bautzen und Clausnitz am Wochenende 19. – 21. Februar 2016 einen neuen grausigen Höhepunkt erreicht hat.

Korsch hebt in seinem Beitrag hervor, dass aufgrund eines Gewährenlassens oder Nicht-Eingreifens der Polizei ein Quasi-Ausnahmezustand herrscht, in welchem ein bürgerlicher Mob sich unangefochten selbst zu «Bürgerwehr» und Selbstjustiz ermächtigt.  Der Vorfälle – deutschlandweit rund 1000 Brandanschläge auf zum Teil bewohnte Gebäude, 2500 rassistische Angriffe (2014 - 2015), völkisch-nationalistische Großdemos etc. – vor  allem, aber nicht nur in Sachsen sind unterdessen so viele, dass es unterdessen unmöglich ist, Korschs alarmierende Analyse als übertrieben abzutun. Menschen, die als «nicht-deutsch» wahrgenommen werden, sind auf den Straßen dieses Landes mal wieder nicht mehr sicher und müssen den immer selbstbewusster auftretenden Mob fürchten, der kaum mit Strafverfolgung rechnen muss und in dem viele bekannte und gefährliche Nazis sowie «intellektuelle» Neu-Rechte sich tummeln und steuernd mittun. Korsch spricht von einem sich ausbreitenden Neo-Vigilantismus und setzt das Phänomen so vergleichend mit rassistischen Bewegungen wie dem Ku-Klux-Klan in den USA in Beziehung. 

Hören Sie selbst: https://soundcloud.com/rosaluxstiftung/gk-rechts-5122015-felix-korsch

Weitere Publikationen Korschs und anderer Experten finden Sie hier:

Ausnahmezustand in Sachsen (35:52)

Felix Korsch berichtet dem Gesprächskreis Rechts am 5.12.2015