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Freitag, 04. März 2016
Autor/Innen: Jörn Schütrumpf

Heimatlos daheim - zur Herausgabe der Schriften von Paul Levi

Paul Levi war Mitglied der SPD, dann Vorsitzender der KPD, später in der USPD, und schließlich wieder in der SPD. Jetzt erscheint eine Gesamtausgabe seiner Schriften im Dietz Verlag Berlin.

Paul Levi gezeichnet von Isaac Brodsky beim 2. Weltkongress der Kommunistischen Internationale, 1920 Moskau. Wikimedia

Paul Levi gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zum linken Flügel in der SPD. Er gründete mit Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und anderen die KPD und war nach Leo Jogiches Ermordung im Untersuchungsgefängnis deren Vorsitzender. Im April 1921 wurde er ausgeschlossen. Levi wechselte zur USPD, deren übriggebliebene Mitglieder sich 1922 mit der im bürgerlichen Lager angekommenen SPD wiedervereinigten. Anfang 1923 gründet der Jurist aus gutem Hause das Korrespondenzblatt Sozialistische Politik und Wirtschaft (SWP).

Der Dietz-Verlag Berlin veröffentlicht im Laufe der nächsten Jahre in zwei Büchern mit je drei Bänden Schriften, Reden und Briefe Levis von 1914 bis zu seinem Tod 1930. Zuerst erscheinen in diesen Tagen die Bände II/1 und II/2 mit seinen Artikeln aus der SWP.

Die Tageszeitung "jung Welt" veröffentlicht daraus vorab einen Auszug aus der Einführung in das Leben des Politikers Levi durch den Verleger und Herausgeber dieser Schriften, Jörn Schütrumpf.