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Montag, 02. Januar 2017
Autor/Innen: Albrecht Maurer

100 Jahre Revolutionen

Warum die Rosa-Luxemburg-Stiftung das Jubiläumsjahr dazu nutzt, die Revolution des Jahres 1917 in Russland international zu einem Schwerpunkt zu machen.

«Es ist klar, dass nicht kritikloses Apologetentum, sondern nur eingehende, nachdenkliche Kritik imstande ist, die Schätze an Erfahrungen und Lehren zu heben. Es wäre in der Tat eine wahnwitzige Vorstellung, dass bei dem ersten welthistorischen Experiment mit der Diktatur der Arbeiterklasse, und zwar unter den denkbar schwersten Bedingungen: mitten im Weltbrand und Chaos eines imperialistischen Völkermordens, in der eisernen Schlinge der reaktionärsten Militärmacht Europas, unter völligem Versagen des internationalen Proletariats, dass bei einem Experiment der Arbeiterdiktatur unter so abnormen Bedingungen just alles, was in Russland getan und gelassen wurde, der Gipfel der Vollkommenheit gewesen sei. Umgekehrt zwingen die elementaren Begriffe der sozialistischen Politik und die Einsicht in ihre notwendigen historischen Voraussetzungen zu der Annahme, dass unter so fatalen Bedingungen auch der riesenhafteste Idealismus und die sturmfesteste revolutionäre Ideologie nicht Demokratie und nicht Sozialismus, sondern nur ohnmächtige, verzerrte Anläufe zu beiden zu verwirklichen imstande seien.» (Rosa Luxemburg) [1]

Lange vor ihrem 100. Jahr ist unterm Kessel der Lokomotive «Revolution» das Feuer erloschen und so muss sie jetzt in den Bahnhof geschoben werden. Um im Bild zu bleiben: längst haben die Heizerinnen und Heizer den Maschinenraum verlassen, viele wollen nicht mehr darüber reden, dort mal gearbeitet zu haben und sei es vielleicht auch nur als Praktikantin oder Praktikant. Dennoch prägten Ausläufer und Signale der Revolution des Jahres 1917 - von Russland ausgehend - tiefgreifend und heute erst nach längerer Recherche vollständig erfassbar alle Regionen und Gesellschaften der Welt, zu verschiedenen Zeiten, mit unterschiedlichen Folgen und Wirkungen.

In diesen 100 Jahren der Revolutionen in Russland und der Welt sind aber nach und nach Mitreisende des Zuges verwiesen worden, sie wurden raus geworfen, sind abgesprungen oder haben ihn nie erreicht. Gegner und Befürworter, reale und potenzielle Sieger oder Verlierer, Profiteure und Gedemütigte und Entrechtete revolutionärer Entwicklungen haben lange diese Revolution als Quelle gesehen, ihre Geschichte und ihre wissenschaftliche und politische Aufhellung als Steinbruch für aktuelle politische Interessen genommen. Für andere war die Revolution des Jahres 1917 eine Zeit lang eine Art Kostümverleih, dessen Leihgaben das Stolpern über die realen Probleme unvermeidlich machten; trotzdem verliehen die Kostüme Selbstbewusstsein und Überzeugungskraft, die Trägerinnen und Träger wurden für kurze Zeit in manchen Ländern gesellschaftlich wirkungsvoll.

Der nach 1989 von manchen als «Archivrevolution» bezeichnete offene Zugang zu Archiven und Quellen der Revolutionsgeschichte traf aber schon auf einen galoppierenden Bedeutungsverlust der einstmals beispielgebenden «Großen Sozialistischen Oktoberrevolution» als Bezugs- und Fluchtpunkt für alle, die eine radikale Änderung der Gesellschaft wollen oder eine solche fürchten und auf Biegen und Brechen verhindern wollen. Letztere werden das Jubiläumsjahr gerne noch einmal zur Verfestigung der Abkehr von solchen Alternativen nutzen.

Was also treibt die Rosa-Luxemburg-Stiftung außer ihrer Namensgeberin und das unvermeidbare Datum des Jubiläumsjahres dazu, die Revolution des Jahres 1917 in Russland zu einem Schwerpunkt zu machen, national und international? Es sind Fragen wie diese, die uns umtreiben: gibt es noch oder wieder Schätze zu heben? Und wenn ja, welche? Selbst die Zweifel daran, satt geworden in den hundert Jahren danach, helfen, der Geschichte auf die Spur zu kommen. Helfen möglicherweise wieder gefundene alte Fragen zu neuen Antworten für die Gegenwart und Zukunft?

Heute drängen die 1917 mit den radikalsten der denkbaren Lösungen angegangenen Widersprüche der gesellschaftlichen Entwicklung nicht zu solchen revolutionären Entscheidungen im tagespolitischen Handgemenge. Virulent sind sie aber weltweit immer noch und immer wieder aufs Neue. Als Subtext und als Flaschenpost sind sie Teil jeder emanzipatorischen Bewegung, Partei und Strömung. Wie erreichen und sichern wir Frieden, Brot, Land, Gleichheit, Verfügungsmacht der Produzenten über Produktion und  Produziertes und die Gemeingüter, Emanzipation, Bildung und Kultur für alle, was ist Demokratie und was Diktatur, was Planwirtschaft und welchen Markt brauchen wir, und was ist mit Kollektiv und Individuum, Freiheit, Staat, Parteien?
 

Ein «Jahrhundert, das vergangen war, im trüben Wasser unsichtbar der Grund» (Wenzel)

Die Revolution 1917 konnte ihre Antworten nicht über die Zeit retten und hat doch die innergesellschaftlichen und internationalen Konflikte und deren Lösungsversuche ökonomisch, politisch, kulturell über das zwanzigste Jahrhundert hinaus geprägt. Gesellschaftlich befriedigende und befriedende  Antworten sind bis heute ausgeblieben.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung sieht im Jubiläumsjahr 2017 ihre Aufgabe darin, die Revolution und ihre Folgen in der verschütteten atemberaubenden Vielfalt ihrer politischen, gesellschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen Ansprüche, Hoffnungen, Maßnahmen, ihren Irrwegen, Grenzen und ihrem Versagen erkennbar zu machen. Rost und Patina, Schlick und Schlamm personalisierter und parteipolitisch keineswegs nur auf der Linken instrumentalisierter Geschichtsschreibung müssen abgetragen, Legenden und politische Traditionsbestände dekonstruiert und auf ihre jeweils tagespolitische Funktionalisierung abgeklopft werden.

Wir müssen und wollen «graben» und das in den letzten Jahrzehnten neu Ausgegrabene wieder umwühlen, wir wollen bei einzelnen Themen die Schichten politischer Geschichtsschreibung benennen und durchforsten, durch die wir uns durchwühlen müssen, um die Impulse zu finden, die die menschliche Emanzipation voran bringen sollten. Frei nach W. Benjamin geht es uns nicht nur um die Vorstellung und die Inventarisierung der bis zum Jubiläumsjahr neu entdeckten und publizierten Funde, sondern es geht auch um die Bezeichnung der Orte und Stellen an denen das unabgegoltene Alte heute wie und wo auch immer aufbewahrt wird.[2]

Als Institution, die den Namen Luxemburg trägt und als Personen gehen wir zum Jubiläum immer auch eigenen Spuren nach. Und da ist es gut, die Situation aufzurufen, die das Unternehmen 1917 als Bilanz der Jahrzehnte davor, überhaupt erst in Gang gesetzt hat, sich über den Ausgangspunkt der Geschichte zu verständigen.

Und dieser Punkt lautet: Ändert die Welt! Sie braucht es, um ein menschenwürdiges Leben auf ihr zu ermöglichen. Und das können wir nur selber tun:

«Das Geschäft gedeiht auf Trümmern. Städte werden zu Schutthaufen, Dörfer zu Friedhöfen, Länder zu Wüsteneien, Bevölkerungen zu Bettlerhaufen, Kirchen zu Pferdeställen; Völkerrecht, Staatsverträge, Bündnisse, heiligste Worte, höchste Autoritäten in Fetzen zerrissen; jeder Souverän von Gottes Gnaden den Vetter von der Gegenseite als Trottel und wortbrüchigen Wicht, jeder Diplomat den Kollegen von der anderen Partei als abgefeimten Schurken, jede Regierung die andere als Verhängnis des eigenen Volkes der allgemeinen Verachtung preisgebend; und Hungertumulte in Venetien, in Lissabon, in Moskau, in Singapur, und Pest in Rußland, und Elend und Verzweiflung überall. Geschändet, entehrt, im Blute watend, von Schmutz triefend – so steht die bürgerliche Gesellschaft da, so ist sie. Nicht wenn sie, geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt – als reißende Bestie, als Hexensabbat der Anarchie, als Pesthauch für Kultur und Menschheit –, so zeigt sie sich in ihrer wahren, nackten Gestalt.»[3]

Es ist eine Feststellung, keine Bewertung: Nicht Regime-Change im heutigen Sinn war 1917 das Ziel. In fundamentalem Unterschied zu allem, was seitdem mehr oder weniger passend als Revolution bezeichnet wurde, als antikoloniale - nationale Befreiung von Vietnam bis Mozambique, als Volksfront und antifaschistischer Kampf von Spanien bis Chile, als bunte-, orangene-, Nelken-, Sandinistische-, Zapatistische-, Bolivarische-, Maidan-, Arabische-, Kultur-, sexuelle- und technische Revolution, lautete das Versprechen 1917:

Wir setzen die heutige menschliche Gesellschaft in ihrer bürgerlich-kapitalistischen Verfassung auf vollkommen neuen Grund und geben der Geschichte eine neue Richtung.

Daraus speisten sich weltweit Hoffnungen, Widerspruch und härtester Widerstand. Und weil das nicht in den kapitalistischen Zentren geschah, sondern am Rande der entwickelten kapitalistischen Welt, reagierten auch viele derer mit Zweifeln und Widerspruch, die seit Jahren theoretisch und praktisch genau auf eine solche Revolution hinarbeiteten, sie geradezu als zwangsläufiges Ergebnis der Geschichte erwarteten. Zweifel und Widerspruch, die bis heute in allen Strömungen und Parteien der Arbeiter – und sozialen Bewegungen lebendig sind, auch bei denen, die am Ziel einer Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft festhalten (wollen).
 

Wie wir es angehen

Die Bildungsarbeit einer Einrichtung wie die RLS kann nicht darauf setzen, im Jubiläumsjahr alte oder neue Fragen der Revolutionsgeschichtsschreibung zu entscheiden, dieser oder jener politischen Bewertung tatsächlicher, vermuteter, manchmal auch einfach nur angemaßter Lehren der Revolution und ihren Folgen Abfuhr oder Segen zu erteilen. Was sie aber machen kann und als Stiftung, die sich einer emanzipatorischen Wissenschaft, Bildung und Politik verschrieben hat, machen muss, ist, die Quellen eines welterschütternden, menschengemachten Ereignisses zu suchen. Aber erst, wenn das Wasser durch die Filter der Gegenwart durch ist, können wir fragen, wo noch frisches Wasser fließt.

Für die Veranstaltungen der RLS im Jahre 1917 wurden in und um ihr Moskauer Büro zur Orientierung die folgenden Kriterien entwickelt. Sie setzen auf Unterfütterung zur konkreten Ausgestaltung durch nationale, regionale und örtliche Ressourcen, Ereignisse, Entwicklungen aus Geschichte und Gegenwart.

Wissenschaft auf dem neuesten Stand, aber keine fachwissenschaftlichen (Exklusiv-) Veranstaltungen: «Interdisziplinarität» in mehrfacher Hinsicht:

  • Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern Treffen auf Politikerinnen und Politiker, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Aktivistinnen und Aktivisten und historisch und politisch Interessierte auf Podien und im Publikum und
  • Fachwissenschaftlerinnen und –wissenschaftler sind HistorikerInnen, KulturwissenschaftlerInnen, GesellschaftswissenschaftlerInnen, ÖkonomInnen, TechnikerInnen…

Alle Verhältnisse umwerfen hieß: alle.

  • Revolutionäre Impulse und Konzeptionen aus dem Jahre 1917 weltweit für (exemplarisch) Architektur, Film, Theater, Kunst, Literatur, Design, Öffentlichkeitsarbeit („Agitprop“, Alphabetisierung, Bildung), Psychologie, Pädagogik finden nicht im kulturellen Rahmenprogramm statt. Sie müssen – wie im gesellschaftlichen Alltag – nicht ins Rahmenprogramm emanzipatorischer Konzepte, sondern zum Kern unserer Aktivitäten und Veranstaltungen gehören.

Das Neue im Alten und das un-erledigte, unabgegoltene Alte im Neuen.

  • In welchem Verhältnis stehen neuere Theorien und Theorieansätze und die ihnen folgenden praktischen Gehversuche und politische Konzeptionen wie (exemplarisch) Mosaiklinke, Realpolitik, Narrative, Hegemonie, Internationalismus, sozialistische Demokratie, Übergangsgesellschaft, Doppelherrschaft, Ungleichzeitigkeit, Transformation… zu ihren Vorläufern?

Jede und jeder gehe eignen Spuren nach. Neue Forschungsergebnisse und Erkenntnisse und bisherige Wahrheiten, Bilder, Mythen, Traditionslinien.

  • Wenn die Revolution 100 Jahre lang Projektionsraum und Steinbruch für linke und konservative, herrschende, oppositionelle und dissidente Theorien, politische Praktiken und «Narrative» war – in welchem Verhältnis stehen die vor allem nach der «Archivrevolution» ab 1989 gewonnenen Funde zu diesen Traditionslinien. Nicht ums «Rechthaben» soll es gehen, sondern um ein besseres Verständnis historischer Strömungen und ihres Zusammenhangs, ihrer wechselseitigen Beeinflussung mit und von anderen. Bekannte handliche Gegensätze zwischen führenden Leuten können «entpersonalisiert» und «entfraktioniert» als streitig entwickelte Handlungsvorschläge in einer historisch vollkommen neuen Situation betrachtet, neue Perspektiven für heute erkennen lassen.

«Kontroversität»

  • Politische Erkenntnisse mit der Perspektive solider praktischer Schlussfolgerungen speisen sich aus Kontroversen, Diskursen, Streit und Verständigung. Interessant werden Veranstaltungen zu derart identitätsstiftenden Daten, wie es das Jahr 1917 war und vielfach ja noch ist, wenn neue Fakten und Informationen Kontroversen füttern, die Widersprüche nicht geglättet, sondern die Themen aufbrechen. Podien, Programmgestaltung und Materialien über unsere Veranstaltungen sollten das im Auge behalten.

Das Jubiläumsjahr 2017 ist keine exklusive Angelegenheit forschender und politisierender Spezialisten. Größtmögliche Öffentlichkeit durch ein wissenschaftlich fundiertes Angebot strittiger Themen und streitbarer Podien aus möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen, Aufführungen, Präsentationen, Exkursionen und Materialien müssen wir zu unserem Anliegen machen anlässlich eines Ereignisses das 100 Jahre lang die Menschen bewegt und berührt hat.
 

Was wir tun werden

Auf ihren Veranstaltungen, ob in Berlin, Moskau, Petersburg Bochum, Chile, Quito, New York, Athen, Belgrad oder anderswo werden sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Politikerinnen und Politiker, Kulturschaffende (Film, Musik, Malerei, Design), Pädagoginnen und Pädagogen, Technikerinnen und Techniker bemühen, die emanzipatorischen Kerne der Revolution aus heutiger Sicht, ihrer ganzen Widersprüchlichkeit, den Keimen ihrer (Selbst-) Zerstörung und ihrer Weiterwirkung und möglichen Nützlichkeit sichtbar machen; für die Zurückforderung der Zukunft[4] einer gesellschaftlichen Assoziation, in der die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller werden kann.[5]

Das Spektrum der geplanten Aktivitäten ist breit und kann hier nur angedeutet werden: es reicht von wissenschaftlichen Konferenzen bis hin zu Bildungsreisen. So wird sich die Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin schon im Februar auf einer wissenschaftlichen Konferenz mit dem «Echo der russischen Revolutionen» befassen und im März die Bedeutung der russischen Revolution als «philosophisches Schlüsselereignis» ausloten. Im Juli wird in Würzburg, organisiert vom Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung e.V./Rosa Luxemburg Stiftung Bayern eine Konferenz stattfinden, die den Bogen von den 1917er Revolutionen zur Bayerischen Räterepublik schlagen wird. Andere Landesstiftungen planen Veranstaltungsreihen, die durch Diskussionen, Filmvorführungen usw. einem breiten Publikum Möglichkeiten der Information und des Austausches bieten. Die Peter Imandt Gesellschaft/Rosa Luxemburg Stiftung Saarland organisiert im Juli eine Bildungsreise, in deren Rahmen die TeilnehmerInnen zwischen Moskau und St. Petersburg auf eine «Spurensuche» zum Thema gehen werden.

Einer Spurensuche anderer Art ist eine wissenschaftliche Veranstaltung der Stiftung im März gewidmet. Wladislaw Hedeler wird im Rahmen einer Tagung gemeinsam mit deutschen und russischen WissenschaftlerInnen Forschungsergebnisse zu einem in großen Teilen der linken Bewegungen wenig bekannten Thema vorstellen: die Diskussionen in der nicht-bolschewistischen Linken im Jahre 1917. Dazu wird auch ein entsprechendes Buch im Karl Dietz Verlag erscheinen. Ebenfalls in Kooperation mit WissenschaftlerInnen und AktivistInnen aus Russland und anderen Regionen, die damals von den revolutionären Ereignissen erfasst waren, werden in Berlin und St. Petersburg Ende Oktober/Anfang November Veranstaltungen stattfinden, in denen wissenschaftliche, kulturelle und politische Aspekte der Revolutionen aus historischer und auch ganz aktueller Sicht diskutiert werden sollen.

Es ist verständlich, dass in diesem Jahr vor allem das Moskauer Büro der Stiftung dem Thema größte Aufmerksamkeit widmen wird. Dabei wird die schon erwähnte Konferenz in St. Petersburg einen zentralen Platz einnehmen. Sie steht unter dem Thema: «Ändert die Welt – sie braucht es. Die erschütternde Kraft des Jahres 1917, ihre Quellen und unerledigten Versprechen». Das ist verbunden mit einem Festival «Sozialismus oder Barbarei». Eine Konferenz in Tomsk soll sich mit der Rolle der Oktoberrevolution für die industrielle Entwicklung Russlands beschäftigen. Auf anderen Veranstaltungen wird z.B. die (noch immer nicht abgeschlossene) Aufarbeitung des dokumentarischen Erbes der Revolutionszeit, die Rolle verschiedener Persönlichkeiten in den revolutionären Ereignissen oder das intellektuelle Erbe der Revolution diskutiert werden.

In Tadshikistan bereiten KooperationspartnerInnen der Stiftung eine Tagung vor, auf der der 100. Jahrestag der Revolutionen in Russland zu den Erfahrungen von 25 Jahren Unabhängigkeit des Landes in Beziehung gesetzt werden sollen. Das Büro Kiew der Stiftung organisiert ein Runde Tische zu einer Publikation «Die Revolution: Geschichte und Zukunft» (mit Gästen aus Russland und. Belarus) und zum Thema «Die Arbeiterklasse und die nationale Frage in der Ukraine 1880-1920».

Auch in anderen Teilen der Welt wird sich die Stiftung an Aktivitäten beteiligen. In Kroatien geht es z.B. um die Rolle kommunistischer Parteien in revolutionären Prozessen. In Brasilien wird sich das dortige Regionalbüro an einem großen Kongress zum Thema in Sao Paulo beteiligen. Das Büro Tel Aviv unterstützte die Ausstellung «The Kids want Communism» in den MoBY-Museen von Bat Yam, Tel Aviv. Diese Ausstellung wird im Herbst 2017 im Kunsthaus Bethanien in Berlin gezeigt. Zeitgleich finden dort die Abendpodien mit internationalen Gästen der 10. Marx-Herbstschule anlässlich 150 Jahre DAS KAPITAL von Marx statt.

Die Aktivitäten der Stiftung werden im Rahmen des Web-Projektes  marx200 dokumentiert werden. Außerdem werden dort weitere Materialien und Informationen zum Thema, z.B. eine Zeitleiste, Hinweise auf interessante Literatur und links, präsentiert werden.
 

Denkanstöße

Revolutionen waren immer Gegenstand kontroverser Bewertungen – auch mit denen des Jahres 1917 ist das so. Oft folgten und folgen diese Bewertungen nicht historischen, sondern ganz aktuellen Bedürfnissen. Auf jeden Fall aber sind sie Anregung für das eigene Denken. Daher hier einige Ansichten, die die Ereignisse des Jahres 1917 ganz unterschiedlich interpretieren – oder deren Interpretationen früherer Revolutionen hilfreich für deren Verständnis sein könnten:

Karl Marx: «Man muss in der historischen Auseinandersetzung unterscheiden zwischen der Phraseologie und dem Anspruch der Parteien einerseits, ihrer Verfassung und ihres wahren Interesses andererseits; zwischen dem, was sie sich einbilden zu sein und dem was sie tatsächlich sind.»[6]

Deutsches Historisches Museum: «Mentalitäts- und kulturgeschichtlich bewirkte die Revolution zunächst einen Aufbruch in allen Bereichen der Gesellschaft. Sie führte zu neuen Formen in Wirtschaft, Bildung und Kultur, förderte nationale, politische und soziale Befreiungsbewegungen, inspirierte Künstler und Kulturschaffende weit über die Grenzen Russlands hinaus und forderte das Wertesystem der alten europäischen Gesellschaften heraus.»[7]

J. Steiner: «... und so ist es eben mit der Wahrheit auch. Würde sie sich nicht verwandeln, wie alles, was lebt, müßte man sagen, die Wahrheit sei tot.»[8]

Bundeszentrale für politische Bildung: »Die Februarrevolution war eine echte Volkserhebung. Dagegen stritten «Totalitaristen» und «Revisionisten» lange und erbittert, wie die «Oktoberereignisse» einzuschätzen seien: «als weitere Volkserhebung oder als Putsch einer kleinen bewaffneten Bande?»[9]

Antonio Gramsci: «Die Revolution der Bolschewiki ist fest in der allgemeinen Revolution des russischen Volkes verwurzelt. Es waren die Maximalisten, die bis vor zwei Monaten das notwendige Ferment bildeten, damit die Ereignisse nicht stagnieren und der Weg in die Zukunft nicht dadurch unterbrochen wird, daß sich eine Ordnung in endgültiger Form – und dies wäre eine bürgerliche Ordnung – etabliert … Sie war die Revolution gegen das Kapital von Karl Marx. Das Kapital von Karl Marx war in Rußland mehr ein Buch der Bürgerlichen als der Proletarier. Es war der kritische Beweis für die fatale Notwendigkeit, daß sich in Rußland eine Bourgeoisie bildet, daß eine kapitalistische Ära beginnt, daß sich eine Zivilisation westlichen Typs durchsetzt, bevor das Proletariat überhaupt erst an seinen Aufstand, an seine Forderungen als Klasse, an seine Revolution denken kann… Die Tatsachen haben die kritischen Schemata ad absurdum geführt, denen zufolge die Geschichte Rußlands sich nach den Grundprinzipien des historischen Materialismus hätte entwickeln müssen. Die Bolschewiki ignorieren Karl Marx; sie bestätigen mit der vollendeten Aktion …, daß die Grundprinzipien des historischen Materialismus nicht so eisern sind, …wie man annahm. …wenngleich die Bolschewiki einige Feststellungen des Kapitals ignorieren, so ignorieren sie nicht das ihm innewohnende, lebensspendende Gedankengut. Sie sind keine „Marxisten“, das ist alles; sie haben nicht auf der Grundlage der Werke des Meisters eine aufgesetzte Lehre aus dogmatischen und unbestreitbaren Behauptungen fabriziert …Und dieses Denken stellt stets als den wichtigsten Faktor nicht die ökonomischen Tatsachen, nicht die Elementargewalten an die erste Stelle, sondern den Menschen, die menschliche Gesellschaft, die Menschen, die sich zusammenfinden, sich untereinander verständigen, die vermittels dieser Kontakte (Zivilisation) ein kollektives soziales Wollen hervorbringen…»[10]

Jörg Baberowski: «Der Historiker schloss mit der Feststellung, dass das 20. Jahrhundert als »sowjetisches Jahrhundert« bezeichnet werden müsse, denn alle Versuche, Gesellschaften sozial zu ordnen, seien in der ein oder anderen Weise eine Antwort auf die Oktoberrevolution gewesen.»[11]

Orlando Figes erklärt gleich die ganzen 100 Jahre zum Jahrhundert der Revolution.[12]

Alexander Rabinowitsch: «Traditionell haben sowjetische Historiker, und auch die meisten westlichen Historiker, die Bolschewiki als eine straff organisierte, im wesentlichen monolithische Partei gesehen, die vereint hinter ihrem unfehlbaren Führer, Wladimir Iljitsch Lenin, marschierten…sowjetische Historiker (haben) die Oktoberrevolution als einen von der breiten Masse unterstützten Volksaufstand (dargestellt), westliche Historiker dagegen als nicht viel mehr als einen Militärputsch ohne größeren Rückhalt in der Bevölkerung… Sie brachte Lenin und die Bolschewiki an die Macht, und machte damit die Möglichkeit zunichte, dass Russland eine liberale Demokratie nach westlichem Modell werden konnte. Man muss im Kopf behalten, dass die Revolution ursprünglich ein Experiment in egalitärem Sozialismus war. Von 1918 bis in die 1920er Jahre sorgte sie für revolutionäre Unruhen in ganz Europa, nicht nur in Europa.»[13]

Alexander Sinowjew: «Die Revolution hat einerseits Enttäuschung ausgelöst indem sie die Unerreichbarkeit einer ganzen Reihe der Versprechen von Kommunisten offenbarte. Und andererseits hat sie etwas Größeres hervorgebracht, als was man ihr erwartet hatte. Russische Menschen haben jedenfalls mit einem solch rasanten Fortschritt nicht rechnen können. Die wesentlichste Errungenschaft der Revolution waren die sozialen Rechte und Garantien für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung - Garantien für Arbeit, Bildung, Schulung, medizinische Versorgung, Erholung, Rente, d.h. für die Befriedigung des Grundbedarfs des Lebens. Die Revolution hat auch unvorhergesehene Folgen bewirkt, die anfangs noch als Relikte der Vergangenheit wahrgenommen wurden, doch mit den Jahren sich immer mehr als unumgängliche Begleiter des Kommunismus gemeldet hatten.»[14]

Petersburger Dialog: «Das Ende des Ersten Weltkriegs und der Sturz der Monarchie sowie die von den Revolutionsereignissen ausgelöste politische, gesellschaftliche und kulturelle Aufbruchsstimmung, der die Avantgarde- Künstler architektonischen Ausdruck verleihen sollten, weisen parallele Züge in Russland und Deutschland auf. Und nie zuvor standen Künstler beider Länder in einem intensiveren Austausch über Ideen und Projekte für eine zukunftsweisende Baukunst. Vortrags- und Studienreisen, Publikationen und Kongresse, Arbeitsaufenthalte und gemeinsame Projekte eröffneten vielfältige persönliche Kontakte und berufliche Kooperationsmöglichkeiten.»[15]

Michail Ossorgin (1928): «Ein riesiger Hof, alte Gebäude, die Eingangstüren mit Tagesbefehlen beklebt. Hier herrscht die Macht der Gewalt und der unverzüglichen Vollstreckung. Von der Straße kommt der unterwürfige Bürger, bittet stotternd, versucht durchsichtige Listigkeiten, geht wieder fort, weinend. Die Macht aber ist bis obenhin zugeknöpft in Uniformmantel und Lederjacke.»[16]

Heiner Müller: «…die Grundfrage, die darin steckt, ist sicher sehr ungemütlich. Und auf die weiß ich auch keine Antwort, die Grundfrage ist nach wie vor, dass Geschichte nicht stattfindet ohne Opfer und dass man nie ausrechnen kann, welches Opfer schon zu viel ist. Sie kennen diesen Satz von Lenin: In einem Handgemenge kann man nicht genau berechnen, welcher Schlag zuwenig und welcher schon zuviel war. Und die Geschichte ist nach wie vor ein Handgemenge.»[17]

Peter Weiss: «Russische Revolution war ein Sprung ins Zukünftige. Utopie, zeitweise von Tatsächlichem unterbaut. Getragen von einigen großen Visionären. Und von einem inspirierten Volk. Ein Aufleuchten. Einzigartige Möglichkeiten. Mensch aber noch nicht stark genug, diesen Sprung durchzuhalten. Die krasse Not. Die Einschnürung von außen. Die verbrecherische Übermacht des Kapitals. Etwas hatte die Menschen ergriffen. Doch das genügt noch nicht. Aus der Ergriffenheit muß Lebenshaltung werden. Und Lebenshaltung kann nur entstehn, wenn Freiheit zur Entfaltung. Idealismus + Gewalt. Bald mußte Gewalt überwiegen. Die Führenden nach Lenin waren noch nicht reif genug. Idiotisches Getümmel: wer ist der Stärkste! Vielleicht versuchte auch Stalin noch, das Erreichte zu erhalten. Mit Gewalt. Aber Gewalt erschlägt immer die Bewegung. Zwang, Unfreiheit lassen Entwicklung nicht zu. So nur noch ein Weiterleben mit dem Gedanken an den großen Funken der einmal geschlagen. Sie brüsten sich damit. Nennen sich Vorbild, obgleich sie es längst nicht mehr sein können…»[18]

Michail Gorbatschow: «Die Grundpfeiler für das Fundament des Erfolgs der Oktoberrevolution legte die erste russische Revolution von 1905 bis 1907. Hierzu zählen sowohl die bitteren Lehren aus dem 9. Januar als auch das selbstlose Heldentum der Moskauer auf den Barrikaden im Dezember und die Heldentaten Tausender bekannter und unbekannter Freiheitskämpfer. Der Sieg des Großen Oktober erwuchs auch aus den Errungenschaften der Februarrevolution 1917, die die erste siegreiche Volksrevolution in der Epoche des Imperialismus war. Wie Lenin unterstrich, begann nach dem Februarsieg die Revolution sich mit unglaublicher Schnelligkeit weiterzuentwickeln. Ihre Hauptakteure waren Arbeiter und Bauern in Soldatenmänteln. Das Frühjahr 1917 zeigte die Stärke der Volksbewegung. Zugleich zeigten sich auch ihre Begrenztheit, die Widersprüchlichkeit des revolutionären Bewußtseins in dieser Etappe und die Kraft des historischen Trägheitsmoments, in deren Folge sich die abtretenden Ausbeuterklassen zeitweise die Früchte des Volkssieges zunutze machen konnten. Die Februarrevolution gab dem Oktober die wichtigste Waffe in die Hand: die Organisation der Macht in Gestalt der wiedererstandenen Sowjets. Der Februar — das ist die erste Erfahrung realer Demokratie, politischer Erziehung der Massen in der Praxis, eine Erfahrung, die unter den komplizierten Bedingungen der Doppelherrschaft erworben wurde. Eine Besonderheit des Februars war auch die Möglichkeit einer friedlichen Machtübernahme durch die Werktätigen, eine Möglichkeit, die infolge der historischen Umstände leider nicht zur Wirklichkeit wurde. Die Februarrevolution war die wichtigste historische Etappe auf dem Weg zur Oktoberrevolution… Wie wird die Welt sein, wenn sie den 100. Jahrestag unserer Revolution begeht, wie wird der Sozialismus sein, welchen Reifegrad wird die Weltgemeinschaft der Staaten und Völker erreicht haben? Wir wollen nicht rätseln. Aber wir müssen uns vor Augen halten, daß gerade heute der Grundstein für die Zukunft gelegt wird. Und unsere Pflicht besteht darin, unsere einmalige Zivilisation, ja das Leben auf der Erde zu erhalten, den Sieg des Verstandes über den nuklearen Wahnsinn zu erzielen, alle Voraussetzungen für eine freie und allseitige Entwicklung des Menschen und der Menschheit zu schaffen.»[19]

Erarbeitet im Büro Moskau der Rosa-Luxemburg-Stiftung, zusammengestellt von Albrecht Maurer.

Albrecht Maurer ist Vorstandsmitglied der Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, lebt und arbeitet derzeit in Moskau.
 


[1] Luxemburg, Rosa: Zur russischen Revolution, in: Rosa Luxemburg Gesammelte Werke Bd. 4, Berlin 2000, S. 333.

[2] «Wer sich der eignen verschütteten Vergangenheit zu nähern trachtet, muß sich verhalten wie ein Mann, der gräbt. Vor allem darf er sich nicht scheuen, immer wieder auf einen und denselben Sachverhalt zurückzukommen - ihn auszustreuen wie man Erde ausstreut, ihn umzuwühlen, wie man Erdreich umwühlt. Denn 'Sachverhalte' sind nicht mehr als Schichten, die erst der sorgsamsten Durchforschung das ausliefern, um dessentwillen sich die Grabung lohnt … Und der betrügt sich selber um das Beste, der nur das Inventar der Funde macht und nicht im heutigen Boden Ort und Stelle bezeichnen kann, an denen er das Alte aufbewahrt... wirkliche Erinnerung (muß daher) ein Bild zugleich von dem der sich erinnert geben, wie ein guter archäologischer Bericht nicht nur die Schichten angeben muß, aus denen seine Fundobjekte stammen, sondern jene andern vor allem, welche vorher zu durchstoßen waren.» In: Benjamin, Walter: Gesammelte Schriften Bd. IV.1, Frankfurt/Main 1991, S. 400.

[3] Luxemburg, Rosa: Die Krise der Sozialdemokratie (Die «Junius»-Broschüre), in: Rosa Luxemburg Gesammelte Werke, Bd. 4, Berlin 2000, S. 53.

[4] Bettelheim, C./Meszares, I./Rossanda, R. und andere: Zurückforderung der Zukunft. Macht und Ohnmacht der Opposition in den nachrevolutionären Gesellschaften. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1976.

[5] Marx, Karl/Engels, Friedrich: Manifest der Kommunistischen Partei, in: Marx/Engels Werke Bd. 4, Berlin 1977, S. 482.

[6] Marx, Karl. Als Motto zitiert von Claudin, Fernando in ders.: Die Krise der kommunistischen Bewegung Bd.1 Die Krise der Kommunistischen Internationale Berlin 1977.

[7] Deutsches Historisches Museum: 1917. Revolution, unter http://www.dhm.de (abgerufen am 18.12.2016).

[8] Steiner, Jörg: Wer tanzt schon zur Musik von Schostakowitsch, Frankfurt/Main 2000.

[9] Schattenberg, Susanne/Lehmann, Maike/Oberländer, Alexandra: Der Sieg der Bolschewiki, Informationen zur politischen Bildung Heft 322-2014, Bundeszentrale für politische Bildung vom 5.8.2014, unter: http://www.bpb.de (abgerufen am 18.12.2016).

[10] Gramsci am 24.11.1917. nach: Riechers (Hrsg.): A. Gramsci. Philosophie der Praxis, Frankfurt/Main 1967, S.23-26.

[11] Dokumentation der Veranstaltungsreihe «talking about a revolution» der Bundesstiftung für Aufarbeitung, unter: https://bundesstiftung-aufarbeitung.de (abgerufen am 18.12.2016).

[12] Figes, Orlando: Hundert Jahre Revolution. Russland und das 20. Jahrhundert, Berlin 2015.

[13] Weber, Wolfgang: «Die Oktoberrevolution 1917 in Russland war sicherlich das wichtigste Ereignis im 20. Jahrhundert» Interview mit Prof. Alexander Rabinowitch, unter: http://www.schattenblick.de (abgerufen am 18.12.2016).

[14] Sinowjew, Alexander: Die russische Tragödie - Untergang einer Utopie (russ.), Moskva 2016, auch unter: http://www.zinoviev.ru (abgerufen 18.12.2016).

[15] ICO MOS - Hefte des Deutschen Nationalkomitees XLVIII, Ergebnis einer Arbeitsgruppe des Petersburger Dialogs.

[16] Ossorgin, Michail: Eine Straße in Moskau, Die andere Bibliothek, Berlin, 2015, S.323.

[17] Heiner Müller im Gespräch mit Dieter Kranz, Berliner Rundfunk, 22.3.1978; Zitiert nach: Ruschkowski, Klaudia/Storch, Wolfgang (Hrsg.): Die Lücke im System. Philoktet. Heiner Müller Werkbuch (Recherchen 24, o.O. o.J.), Theater der Zeit, S. 152.

[18] Weiss, Peter: Notizbücher. Digitale Fassung 1965, S. 3082

[19] Gorbatschow, Michael: Der Oktober und die Umgestaltung: Die Revolution wird fortgesetzt. Ansprache des Generalsekretärs des ZK der KPdSU, Michail Gorbatschow, auf der Gemeinsamen Festsitzung des Zentralkomitees der KPdSU, des Obersten Sowjets der UdSSR und des Obersten Sowjets der RSFSR anläßlich des 70. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. In: Neues Deutschland, 3. November 1987, S.3ff.