Springe direkt zu: Textanfang Hauptmenü Suche Weitere Informationen Metanavigation

Hauptmenü



Nachricht

Montag, 16. Januar 2017

Beieinander und Miteinander?

Linke Gespräche zwischen Israel und Deutschland. Veranstaltungsreihe von Januar bis Juni 2017.

Kaum ein Land beschäftigt – und spaltet – die deutsche Linke so wie Israel. Währenddessen führt nicht zuletzt der Zuzug Tausender Israelis nach Berlin dazu, dass Aktivist_innen in Israel die politischen Entwicklungen in Deutschland genauer als früher verfolgen. Doch trotz breiten und gegenseitigen Interesses sprechen Linke in Israel und in Deutschland kaum miteinander, sondern übereinander. Dialog tut Not!

An gemeinsamen Themen mangelt es kaum. Die sozialen Bewegungen in beiden Ländern stehen jeweils vor politischen Herausforderungen, die ähnlicher gelagert sind, als mensch zunächst vermutet. In beiden Ländern kämpfen Geflüchtete um ihre Rechte, ringen Aktivist_innen um die Erneuerung gewerkschaftlicher Organisierung, fragen sich Menschen um die Wirksamkeit antimilitaristischer Aktionen und diskutieren über Rassismus und LGBT-Rechte, hadern mit dem Völkerrecht und fordern eine Friedenspolitik jenseits geostrategischer Arithmetik. All diese Themen werden kontrovers und produktiv in beiden Ländern diskutiert, aber selten miteinander verbunden.

Mit einer Veranstaltungsreihe möchten wir einen Ort schaffen, der zu Gedankenaustausch und Vernetzung anregt. Im Gesprächsformat werden jeweils ein_e Aktivist_in aus Deutschland und Israel von eigenen Erfahrungen in Bezug auf ein bestimmtes Aktionsfeld berichten, um dann über Gemeinsames und Konträres miteinander und mit dem Publikum zu diskutieren. Was können wir, in Israel oder in Deutschland, voneinander lernen? Was trennt oder verbindet unseren politischen Aktivismus? Und wie, wenn überhaupt, können wir gemeinsam für eine bessere Welt kämpfen?

Programm

  • 26. Januar | Berlin | 19:00 | Südblock, Admiralstraße 1–2
    Zwischen hier und dort: Selbstorganisierte Kämpfe von Geflüchteten
    Veranstaltung auf facebook
    * Mutasim Ali (in Israel lebender Geflüchteten-Aktivist aus Darfur)
    * Freweyni Habtemariam (Deutsch-Eritreische Menschenrechtsaktivistin)
  • 23. Februar | Leipzig | 19:00 | Galerie KUB, Kantstraße 18
    Die Anderen der Anderen: Queere Kämpfe gegen Rassismus
    Veranstaltung auf facebook
    * Lilach Ben David (Israelische anti-rassistische Transaktivistin)
    * Jennifer Petzen (Lesbenberatung Berlin)
  • 30. März | Berlin | 18:00 | Humboldt-Universität, Juristische Fakultät, Bebelplatz 2
    Juristische Solidarität: Mit dem Völkerrecht gegen Besatzung und Krieg?
    * Hassan Jabareen (Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation Adalah)
    * Cengiz Barskanmaz (Jurist an der Humboldt Universität)
  • 27. April | Hamburg | 19:00
    Das neue Prekariat: Gewerkschaften im Post-Fordismus
    * Maya Peretz (Organiserin bei Koah Laovdim)
    * Emilija Mitrowic (Sozialwissenschaftlerin und Gewerkschaftsaktivistin)
  • 18. Mai | Berlin | 19:00 | Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1
    Das Geschäft mit dem Krieg: wie die Waffenindustrie die Außen- und Innenpolitik bestimmt
    * Jan van Aken (MdB DIE LINKE)
    * Shahaf Weisbein (Aktivistin von Hamushim)
  • 29. Juni | Berlin | 19:00 | Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1
    Gemeinsame Perspektiven: Was verbindet und trennt die Linke in Deutschland und Israel
    * Gadi Algazi (Historiker und Aktivist)
    * Tsafrir Cohen (Leiter des Auslandsbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv)

Kontakt: Charlotte Tinawi, charlotte.tinawi@rosalux.org
Alle Informationen: www.rosalux.de/beieinander
Eine Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv