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Sich fit machen gegen Rechts

Bildungsmodule für demokratische Kultur – gegen Nazis und unmenschliche Ideologien

Rechte Presse

Beschreibung

Brandsätzen gehen immer geistige Brandsätze voraus. Die rechte Presse steht nicht nur  applaudierend daneben, sondern festigt völkisch-nationalistische Ideologien. Zudem fungiert sie als Stichwortgeber und bringt rechte Ideologien ins Gespräch.
Da diese Presselandschaft so vielfältig wie unübersichtlich ist, soll im ersten Teil dieser Veranstaltung zunächst ein grober  Überblick geschaffen werden. In einem zweiten Teil soll beispielhaft eine Auswahl von Primärquellen bearbeitet werden, die aktuelle und zentrale Themen der Rechten behandelt. Alternativ kann natürlich auch ein bestimmter Themenbereich angefragt werden.

Methoden

Inputreferate und gemeinsame Textarbeit, ggf. Kleingruppenarbeit mit Präsentation

Formen

Tagesseminar

ReferentInnen, Anbieterorganisation

EinE MitarbeiterIn des AK-Rechts im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer, gerne Kopiermöglichkeit

Das Versteckspiel – Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen

Beschreibung

Das Hakenkreuz und den Gruß "Heil Hitler" kennen alle. Doch was tun, wenn solche Inhalte versteckt werden und aus «Heil Hitler» die 88 wird? Die Sportlehrerin freut sich vielleicht, dass ihre Schützlinge auch in der Freizeit Basketball-Shirts tragen. Und die Nummer 88 ist sicher ein Profisportler, den sie nur nicht kennt. Was für Außenstehende unauffällig wirkt, hat für die, die sich auskennen und es verwenden, eine enorme Bedeutung.
Die mehr als 150 bekannten Zeichen, die verdeckt oder offen eine politische Orientierung nach rechts mitteilen, sind für das ungeübte Auge zunehmend schwerer zu erkennen und zu entschlüsseln. ¬Für Gleichgesinnte hingegen sind sie Erkennungsmerkmal und vermitteln ein Gruppengefühl, zudem transportieren sie eine politische Botschaft. Ein zunächst unscheinbares Symbol kann somit eine große Bedeutung haben.
So sind z.B. Symbole der nordischen Mythologie bei Neonazis äußerst beliebt, auch wenn sie nicht eindeutig neonazistisch sind. Sie bieten jedoch Anknüpfungspunkte und ermöglichen durch entsprechende Interpretation eine rechte ideologische Aufladung. Desweiteren werden NS-Symbole - teils explizit, teils codiert - von Neonazis genutzt, um einen positiven Bezug auf das Dritte Reich herzustellen. Den komplexesten Bereich stellen die facettenreichen Symbole und Codes mit jugendsubkultureller Anbindung dar.
Der Vortrag/Workshop soll eine Hilfestellung liefern, Neonazis im Alltag erkennen zu können und die z.T. versteckten Botschaften zu entschlüsseln, um entsprechend handeln zu können.

Methoden

 

Formen

Vortrag/Workshop

ReferentInnen, Anbieterorganisation

apabiz – antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop/Computeraktivboxen

Extrem rechte Jugendarbeit - Zwischen Alter Schule und Avantgarde: Die facettenreichen Angebote der (Neo-)Nazis für Kinder und Jugendliche

Beschreibung

Jugendliche und Kinder sind eine der Hauptzielgruppen der verschiedensten neonazistischen und extrem rechten AkteurInnen. Das facettenreiche Auftreten und Erscheinungsbild wird daher zunehmend dahingehend ausgerichtet, für Jugendliche attraktiv zu sein und diesen gezielt Angebote zu machen. Der Vortrag/Workshop klärt zum Einen über traditionell orientierte, extrem rechte Bestrebungen auf. Genauer betrachtet werden diesbezüglich z.B. die völkisch-rassistischen Schulungen und Lager der mittlerweile verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) oder die Erziehung zum neonazistischen Parteisoldaten im Sinne von NPD und JN. Zum Anderen wird die modernisierte Indoktrinierung durch Freie Kameradschaften bzw. Autonome Nationalisten (AN) analysiert, deren Ziel es ist, „revolutionäre StraßenkämpferInnen“ hinzuzugewinnen. Gerade die AN bieten nicht nur das Komplettpaket einer neonazistischen Erlebniswelt (Demonstrationen, klandestine Aktionen, Konzerte, Gewalt) sondern durch ihren modebewussten und poppigen Habitus vielerlei subkulturelle Anknüpfungspunkte.

Die Veranstaltung eignet sich besonders für Multiplikator_innen im Bereich der Jugendarbeit und kann in einzelnen Teilaspekten (z.B. Lifestyle, Symbole und Codes; Strukturen; Musik) je nach Bedarf ausgebaut oder kombiniert werden.

Methoden

 

Formen

Vortrag/Workshop

ReferentInnen, Anbieterorganisation

apabiz – antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop/Computeraktivboxen

Flaggschiff oder nützliches Beiboot? - Die NPD und ihre Jugendorganisation «Junge Nationaldemokraten» (JN)

Beschreibung

Die NPD ist zweifelsohne eine der wichtigsten AkteurInnen der bundesdeutschen Neonaziszene. Durch die parlamentarische Beteiligung in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ist ihr nicht nur eine mediale Öffentlichkeit gewiss. Ihr sind dadurch zudem wichtige finanzielle und infrastrukturelle Möglichkeiten gegeben, von denen auch der parteiunabhängige Teil der Neonaziszene profitiert. Mit diesem besteht über die NPD-Jugendorganisation, die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), seit eh und je eine enge Verknüpfung, die in den letzten fünfzehn Jahren zunehmend intensiviert wurde. Dennoch ist die NPD und vor allem Ihre Rolle für die Bewegung keinesfalls unumstritten. Auch innerhalb der Partei gibt es nicht erst seit dem Finanzskandal zahlreiche Querelen, Auftreten und Richtung der Partei sind umkämpft.

Der Vortrag wirft einen Blick auf die historische wie strukturelle Entwicklung der NPD im Kontext der bundesdeutschen Neonaziszene. Die aktuell wichtigsten Personen sowie die politischen Ziele der Partei werden vorgestellt. Durch eine kritische Analyse einzelner inner- wie außerparteilicher Konfliktfelder wird die Rolle und Bedeutung von NPD/JN für die Neonaziszene deutlich gemacht. Zudem wird auf die möglichen Gefahren und notwendigen Gegenmaßnahmen aufgrund zunehmender kommunalpolitischer Beteiligung von NPD-Abgeordneten eingegangen.

Methoden

  

Formen

Vortrag

ReferentInnen, Anbieterorganisation

apabiz – antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop/Computeraktivboxen

Rechter Lifestyle und Thor Steinar

Beschreibung

Im Jahr 2002 wurde die Modemarke Thor Steinar der Firma MediaTex GmbH markenrechtlich registriert. Bei Rechten erfreut sie sich seitdem großer Beliebtheit. Denn mit teils offenkundigen Anspielungen auf nordische Mythologie, Militarismus/Nationalsozialismus, deutsche Kolonialzeit und Gewalt/Militanz scheint gerade diese Klientel gezielt bedient zu werden, auch wenn der ehemalige Geschäftsführer Uwe Meusel stets bemüht ist, Thor Steinar als normale Modemarke zu etablieren. Im Laufe der Jahre wurde ein florierendes Wirtschaftsunternehmen geschaffen, mit einem Jahresumsatz von mehreren Millionen Euro. Das umfangreiche Sortiment kann über den Online-Shop und rechte Versände erworben werden, in einigen Städten wurden zudem Ladengeschäfte eröffnet. Mit einem Investor aus Dubai sollte der internationale Markt erschlossen und das Angebot ausgebaut werden.

Das apabiz hat in Kooperation mit den AutorInnen der Broschüre «Investigate Thor Steinar» einen Vortrag erarbeitet, der deutlich macht, dass es sich dabei keineswegs um eine normale Modemarke handelt. Es werden Hintergründe zu den Personen hinter Thor Steinar und deren Verbindungen zur rechten Szene geliefert. Der Name, das alte und das neue Firmenlogo sowie Kollektionsbeispiele werden einer detaillierten Deutungsanalyse unterzogen. Zudem werden bereits erfolgte Proteste und Gegenmaßnahmen vorgestellt, um Möglichkeiten zu diskutieren, aktiv etwas gegen Thor Steinar zu unternehmen.

Methoden

  

Formen

Vortrag

ReferentInnen, Anbieterorganisation

apabiz – antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop

Gegenargument. Ein Argumentationsseminar gegen recht(sextrem)e Positionen

Beschreibung

  • GEGENARGUMENT ist ein Argumentationsseminar, das Menschen bei ihrer Suche nach mehr Sicherheit in der verbalen Auseinandersetzung mit rechten bzw. rechtsextremen Positionen unterstützt.
  • GEGENARGUMENT richtet den Fokus zum einen auf rechtsextreme Argumentationstechniken, das Training von Reaktionsweisen und selbstbewusstes Auftreten.
  • GEGENARGUMENT bietet zum anderen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der rassistischen Aufladung von Konkurrenz um Ressourcen. Ausgangspunkt ist die typische recht(sextrem)e Position «Ausländer nehmen Deutschen Arbeitsplätze weg». Ab September 2010 gibt es eine alternative Themenoption zu «anti-muslimischem Rassismus».
  • Anpassung für Andwendungskontexte: Zivilgesellschaft & Parteien, Schule & Ausbildung, Gewerkschaft & Arbeitswelt
  • Zielgruppe: ab 16 Jahre, freiwillig/mit Interesse an Argumentation gegen Rechts (nicht für rechtsextrem-Orientierte geeignet)

Methoden

Methodenmix: Rollenspiel, unterschiedlich strukturierte Gruppendiskussionen, Textarbeit in Kleingruppen, moderierte Ergebnisauswertung, Kurzreferate, unterschiedliche Feedbackformen; bei 1,5 tägigem Workshop auch Schnelligkeits- und Reaktionstraining, kollegiale Beratung;
mind. 12, max. 22 Teilnehmende; ab 15 TN werden 2 Trainer/innen eingesetzt.

Formen

Seminar/ Workshop, eintägig (8h), anderthalbtägig (12h, empfohlen)

ReferentInnen, Anbieterorganisation

Katrin Reimer, Timm Köhler

Details unter www.gegen-argument.de

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

  • Zielgruppe: ab 16 Jahre, freiwillig/ mit Interesse an Argumentation gegen Rechts (nicht für rechtsextrem-Orientierte geeignet)
  • mind. 12, max. 22 Teilnehmende; ab 15 TN werden 2 Trainer/innen eingesetzt
  • Mod.koffer, 4 Mod.wände, Flipchart, Video-Projektion, flexible Bestuhlung (Tischinseln, Kreis usw.); 1 großer Seminarraum, mind. 1 zusätzlicher AG-Raum (je nach TN-Zahl)

Frauen und Mädchen in der rechtsextremen Szene

Beschreibung

Geschlechterverhältnisse im Rechtsextremismus

Die Fortbildung widmet sich der Frage, was Zivilgesellschaft, Jugendarbeit und Politik tun können, um Rechtsextremismus aus Geschlechterperspektive entgegenzutreten. Dass Geschlechtergerechtigkeit letztlich ein Mehr an Demokratie bedeutet und Gender insofern für die Arbeit gegen Rechtsextremismus eine relevante Analysekategorie darstellt, liegt der Fortbildung als Prämisse zugrunde.
Dieser Aspekt wurde bislang jedoch von der Rechtsextremismusforschung und der Praxis kaum wahrgenommen. Dabei haben traditionelle Geschlechterrollen gerade in der rechtsextremen Szene ihren festen Platz. Dass Frauen innerhalb des modernen Rechtsextremismus eine zunehmend größere Rolle spielen, steht dazu nicht im Widerspruch. Insbesondere im ländlichen Raum übernehmen Frauen die Aufgabe, über »soziales Wirken« – verbunden mit einem vermeintlich unpolitischen Auftreten – Kontakte zu Nachbar/innen und Kolleg/innen aufzunehmen und diese für die »nationale Sache« zu gewinnen.
Doch wie reagieren Einrichtungen der Jugendarbeit oder die Politik auf dieses Problem? Die ernüchternde Antwort: kaum. Bislang existieren so gut wie keine geschlechtsspezifischen Ansätze für die demokratisch orientierte Projektarbeit. Hier setzt die Fortbildung an und möchte die Teilnehmer/innen für geschlechterspezifische Einstiegsmotive in die rechtsextreme Szene sensibilisieren sowie an der Praxis der Teilnehmenden orientierte genderorientierte (pädagogische) Handlungsansätze erarbeiten. 

Methoden

 

Formen

Workshop/Vortrag

ReferentInnen, Anbieterorganisation

MitarbeiterInnen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung 

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop/Moderationsmaterialien

Auseinandersetzung mit rechtsextremen Wortergreifungsstrategien (Modul I)

Beschreibung

Modul I: Umgang mit Rechtsextremen an Info- und Wahlkampfständen

Im Umgang mit rechtsextremen Personen und Parteien – sei es am eigenen Info- oder Wahlkampfstand oder bei Veranstaltungen – besteht seitens demokratischer Parteien und Bürger/innen teilweise immer noch Unbehagen und Handlungsunsicherheit.
Ziel dieses Moduls ist die Vorbereitung auf rechtsextreme Besucher/innen an den eigenen Info- und Wahlkampfständen, die Vergewisserung eigener kommunikativer und inhaltlicher Kompetenzen sowie die Erhöhung der Planungssicherheit. 

Methoden

Rollenspiel und Übungen

Formen

Vortragsveranstaltung/ Workshop (Modul I. und II. können bei Bedarf kombiniert werden) 

ReferentInnen,

Anbieterorganisation

Mitarbeiter/innen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung 

Technische Voraussetzungen

Beamer/ Laptop/ Moderationsmaterialien

Auseinandersetzung mit rechtsextremen Wortergreifungsstrategien (Modul II)

Beschreibung

Modul II: Umgang mit Rechtsextremen auf Veranstaltungen

Im Umgang mit rechtsextremen Personen und Parteien – sei es am eigenen Info- oder Wahlkampfstand oder bei Veranstaltungen – besteht seitens demokratischer Parteien und Bürger/innen teilweise immer noch Unbehagen und Handlungsunsicherheit.
Für einen reibungslosen Ablauf von Veranstaltungen und Podien ohne rechtsextreme Besucher/innen ist eine sorgfältige Vorbereitung hilfreich und notwendig. Daher geht es, ausgehend von Erfahrungen mit der “Wortergreifungsstrategie” rechtsextremer Organisationen, v. a. um die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, rechtliche Grundlagen sowie inhaltliche Argumente für einen möglichen Ausschluss rechtsextremer Besucher/innen und Funktionär/innen von der eigenen Veranstaltung.

Methoden

 

Formen

Vortragsveranstaltung/ Workshop (Module I und II können bei Bedarf kombiniert werden)

ReferentInnen, Anbieterorganisationn

Mitarbeiter/innen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung 

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop/Moderationsmaterialien

Auseinandersetzung mit rechtsextremen Wortergreifungsstrategien (Modul III)

Beschreibung

Modul III: Umgang mit rechtsextremer Infrastruktur

Die Auseinandersetzung mit rechtsextremer Infrastruktur ist für die Städte und Kommunen eine Herausforderung, der sich immer mehr Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft stellen. Sie wehren sich mit juristischen Mitteln, wie etwa restriktiven, antirassistischen (Gewerbe-) Mietverträgen und Räumungsklagen, aber auch mit kreativen Protestformen im Umfeld von rechtsextremen Szeneläden und –treffpunkten. 
Die MBR hat vor dem Hintergrund der Berliner Erfahrungen und bundesweiten Rechtssprechung in einer 20-seitigen Handreichung konkrete Handlungsempfehlungen für Hauseigentümer/innen und Vermieter/innen, zivilgesellschaftliche Akteure, Mieter/innen und Nachbar/innen sowie kommunale Politik und Verwaltung gebündelt.
Über das Gelingen oder Scheitern rechtsextremer Raumgreifungsstrategien wird vor allem in den Kommunen entschieden. Die Bekämpfung rechtsextremer Infrastruktur ist langwierig. Sie bedarf - das zeigen auch die Beispiele der Thor-Steinar-Läden in verschiedenen bundesdeutschen Städten - eines langen Atems und der Partnerschaft verschiedener Akteure aus demokratischer Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Der Workshop soll Möglichkeiten der (rechtlichen) Prävention und Intervention in der Auseinandersetzung mit rechtsextremer Infrastruktur aufzeigen und bezieht dabei einschlägige Urteile zu rechtsextremer Infrastruktur, Klauseln gegen rechtsextreme Wirtschaftunternehmungen für Gewerbemietverträge sowie zivilgesellschaftlicher Aktionsformen aus den letzten Jahren ein.

Methoden

 

Formen

Vortragsveranstaltung/ Workshop

ReferentInnen, Anbieterorganisation

MitarbeiterInnen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung 

Technische Voraussetzungen

Beamer/Laptop/Moderationsmaterialien

Engel, Geister, Spiritualismus - Esoterik und Verschwörungstheorien

Beschreibung

Esoterische Welterklärungsansätze boomen. Der Buchmarkt ist voll von pseudopsychologischer Beratungsliteratur und spiritueller Welterklärungen. Die Praxen der Energieheilerinnen, Schamanen und Psychogurus sind voll von Menschen auf der Suche nach Ganzheit und Sinn. Lebensweltlich ist die Esoterik-Szene durch ihr alternatives und offenes Auftreten oft nicht weit von linker Soziokultur entfernt. Theoretisch und in der Frage der gesellschaftlichen Praxis stehen oft Welten zwischen einer progressiven Gesellschaftskritik, die kollektiv Veränderung betreiben will und dem fatalistischen Individualismus der Esoterik. Die Veranstaltung portraitiert ausgewählte Esoterik-Angebote und stellt zur Diskussion, wie plausibel die entsprechenden Methoden sind, wieviel sie kosten, wie man für wenig Geld die eigene Aura sichtbar macht und wo die Grenze zur gefährlichen Quacksalberei und zu rechtsoffenen oder offen faschistischen Verschwörungstheorien liegen.

Methoden

Referat+Diskussion

Formen

Vortrag

ReferentInnen, Anbieterorganisation

Bildungskollektiv Biko

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer

Nationalismus der Mitte

Beschreibung

Nationalismus in Deutschland ist kein Privileg baseballschlägerschwingender Nazi-Skins. Gerade mit den Fußball-Ereignissen der letzten Jahre hat sich durchgesetzt, daß die Mitte sich ganz selbstverständlich positiv auf ihre Nation bezieht. Aber für was steht der schwarz-rot-goldene Lappen eigentlich? Für Hermann den Cherusker, Bonifatius und Friedrich den Großen? Lothar Matthäus, Jügen Klinsmann und Franz Beckenbauer? Sauerbraten, Thüringer Bratwurst und Labskaus? Ausgehend von zwei Arbeitsdefinitionen des Nationalismusbegriffes wollen wir in Frage stellen, ob der Kern nationaler Identität wirklich gemeinsame Sprache, Geschichte, Kultur und Territorium ist. Vielmehr sind wir der Ansicht, daß die die meisten dieser Merkmale Mythen sind, die im Nachhinein konstruiert wurden, um die Nation mit einem überzeugenden Fundament zu versehen. Darüber hinaus behaupten wir, daß die nationalen Mythen in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht ständig aktualisiert werden. Gerade in Krisenzeiten ist es nötig, Gemeinsamkeiten in einem ständigen Aufwand immer wieder herzustellen, damit der gesellschaftliche Zusammenhang nicht seinen eigenen Zerfallstendenzen zum Opfer fällt. Wir wollen in der Veranstaltung darstellen, wie besagte Mythen im Kontext der historischen Entwicklung des Nationalstaats entstanden sind und wie sie heute aufrecht erhalten werden. Darüber hinaus geht es um die TrägerInnen nationaler Ideologie, speziell darum, welche Diskurse seit 1990 einen Nationalismus der Mitte befördern. Die Analyse nationaler Mythen und Diskurse erlaubt es, NationalistInnen als das zu kritisieren, was sie sind: "ideologische Banditen" (Elie Kedourie), die in das Wohl einer imaginierten Gemeinschaft über das Wohl des Einzelnen stellen, was weder den Eingeschlossenen noch den Ausgeschlossenen ein gutes Leben ermöglicht.

Methoden

Referat+Diskussion

Formen

Vortrag

ReferentInnen, Anbieterorganisation

Bildungskollektiv Biko

Kosten

Honorar (auf Anfrage), Anreise, ggf. Unterbringung

Technische Voraussetzungen

Beamer