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Publikation

Reihe Texte (Archiv)
Autor/Innen: Michael Brie
Erschienen: September 2009
ISBN: 978-3-320-02200-6

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Radikale Realpolitik

Plädoyer für eine andere Politik. Reihe: Texte der RLS Bd. 62 von Michael Brie (Hrsg.)

Plädoyer für eine andere Politik
Reihe: Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Bd. 62

ISBN 978-3-320-02200-6

167 Seiten, Broschur

Inhalt

Michael Brie: Vorwort

Evelin Wittich: Zum Geleit

Frigga Haug: Revolutionäre Realpolitik – die Vier-in-einem-Perspektive

Christa Luft: Kein Ende der Geschichte. Die Systemdebatte kehrt zurück

Lutz Brangsch: »Der Unterschied liegt nicht im Was, wohl aber in dem Wie«. Einstiegsprojekte als Problem von Zielen und Mitteln im Handeln linker Bewegungen

Ulrich Wilken: Hessische Verhältnisse – oder vom Versuch des Schwanzes, mit dem Hund zu wackeln

Kerstin Kaiser: Sozialismus in der Mark. Politik und Politikverständnis der brandenburgischen LINKEN in Land und Landtag

Christiane Schneider: Ein neuer Politikansatz in Hamburg

Klaus Lederer: Was ist und was kann »radikale Realpolitik« heute?

Karin Baumert: MediaSpreeVersenken. Ein Beitrag zur radikalen, linken Politik

Gabi Zimmer: Die Europäische Union neu erfinden: linker Irrtum oder radikale Realpolitik?

Dieter Klein: Das Zeitfenster für alternative Klimapolitik: von der Kunst, gegen die Herrschenden mit ihnen Unmögliches zu ermöglichen

Judith Dellheim: Revolutionäre Realpolitik und sozialökologischer Umbau

Michael Brie: Strategische Optionen der Partei DIE LINKE für eine radikale Realpolitik

Thomas Seibert: Eine Linke, die dazwischengeht. Radikale Realpolitik (auch) von Linksaußen

Frieder Otto Wolf: Parteien, soziale Bewegungen, Zivilgesellschaft, Bündnisse. Instrumente und/oder Formen »revolutionärer Realpolitik«?

 

In Krisen zeigt sich besonders deutlich, dass die Geschichte offen ist. Hinter dem Rücken der Akteure des Neoliberalismus, und doch gerade durch sie selbst betrieben, wurden jene explosiven Materialien angehäuft, die viele spekulative Gebäude des Finanzmarkt-Kapitalismus zum Einsturz brachten.

Wie aber kann die parteipolitische, die gewerkschaftliche, die bewegungsorientierte und die akademische Linke in ihrer Pluralität darauf Antworten finden?

Wie seit langem nicht mehr ist ein Politikansatz gefragt, den Rosa Luxemburg auf den Begriff der »revolutionären Realpolitik« brachte. An die Wurzel gehende Radikalität, Transformation der gesamten Produktions- und Lebensweise, der Macht- und Eigentumsverhältnisse müssen sich verbinden mit der Fähigkeit, die realen Verhältnisse zum Tanzen zu bringen, neue Kräfteverhältnisse zu schaffen, Projekte des solidarischen Wandelns und Lernens, der Veränderung und Selbstveränderung einzuleiten.