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Der Neubau der Stiftung

Der Gewinnerentwurf des Wettbewerbs

Die Architekten Max Julius Nalleweg und César Trujillo Moya auf der Pressekonferenz

Prof. Ulrike Lauber, Vorsitzende des Preisgerichts (r.) und Dr. Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Preisrichterin

Die Gewinner des offenen Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurden am 30. März 2016 ermittelt. Ursprünglich war die Vergabe eines ersten, zweiten und dritten Preises, sowie dreier Anerkennungen vorgesehen. Nach intensiver Beratung gibt es nun einen ersten Platz, drei dritte Ränge und zwei Anerkennungen. Den ersten Platz belegt das junge Architektenteam ARGE KIM NALLEWEG Architekten und César Trujillo Moya, Architekt, Berlin. Der erste Platz ist mit 54.000 Euro dotiert. Drei dritte Preise wurden an die Büros R + S Architekten, München, Rohdecan Architekten GmbH, Dresden sowie bube, Rotterdam vergebe und sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.

Im weiteren Verfahren wird es mit den vier Preisträgern zu Vergabegesprächen kommen, an deren Ende der Zuschlag für einen der Entwürfe steht. Die Entscheidung fällt voraussichtlich im Mai 2016. An dem offenen Wettbewerb, der im September 2015 gestartet wurde, hatten sich insgesamt 155 Architekten beteiligt. 24 von ihnen erreichten die zweite Runde. Der Baubeginn ist für 2017 geplant. 2018 sollen erstmals die eigenen Räume an der Straße der Pariser Kommune 8 bezogen werden. Seit ihrer Entstehung vor 25 Jahren arbeitet die Rosa-Luxemburg-Stiftung in angemieteten Räumen.

Dem Preisgericht gehörte auch der leider kürzlich verstorbene Peter Conradi an. Er galt als der große Herr
des Wettbewerbswesens und immerwährender Fürsprecher der Architektenschaft und hat die Arbeit der
Jury sehr bereichert. Das Ergebnis wäre in seinem Sinne gewesen.

Erster Preis:

Drei dritte Preise:

Zwei gleichwertige Anerkennungen:

Auslobung des Wettbewerbs Kunst am Bau
Vom 27.10. bis zum 28.11.2016 sind Künstler/innen aufgerufen sich am Kunstwettbewerb zur Gestaltung des neuen Stiftungsgebäudes zu beteiligen.

Stimmen zum Wettbewerbsverfahren:

Prof. Ulrike Lauber (Vorsitzende des Preisgerichts): «Das Ergebnis ist überzeugend. Der Wettbewerb hat für eine große Bandbreite von sehr guten Lösungsansätzen gesorgt und die teilnehmenden Architekturbüros haben sich mit großem Engagement beteiligt. Der Siegerentwurf von den Architekten Kim Nalleweg in ARGE mit César Trujillo Moya konnte sich als junges Büro mit neuen Ideen durchsetzen und klassische Ansätze der Moderne mit heutigen Mitteln auf eigene Art weiterentwickeln. Der Ausloberin ist für dieses Verfahren großes Lob auszusprechen; nun kann sie sich über das geplante Ergebnis und bald auch über das gebaute Haus freuen.»

Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin, Preisrichterin): «Es ist das beste Haus für die Stiftung und das beste Haus für Berlin an diesem speziellen Ort. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung erhält eine neue Wirkungsstätte, die sowohl die Offenheit und Transparenz der Stiftung widerspiegelt, als auch dem etwas rauen Charme dieses Ortes gerecht wird. Der Blick von der erhöhten Terrasse über die Dächer des Postbahnhofs und das Gleisfeld zeigt: Das Haus gehört genau hier her. Junge Architekten haben ein Haus entworfen, das zeichenhaft ist und außergewöhnlich, aber nicht protzt. Das war möglich, weil die Stiftung sich für einen offenen Wettbewerb entschieden hat, wofür ich mich ausdrücklich bedanke!»

«Geht doch! Ein offener Realisierungswettbewerb, zweiphasig nach der  Richtlinie für Planungswettbewerbe und interdisziplinär angelegt für Architekten, zusammen mit Bauingenieuren und Fachplanern für technische Gebäudeausrüstung - die Rosa-Luxemburg-Stiftung darf sich jetzt den Orden anlegen, erste Bauherrin der Stadt Berlin zu sein, die es nach Jahren der Stagnation gewagt und damit gewonnen hat: sie möchte die Errichtung eines Büro- und Verwaltungsgebäudes für die Stiftung an der Straße der Pariser Kommune im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit einem nahezu unbekannten Berliner Büro realisieren und mit ihrem Neubau auch noch mindestens ‹Silber›-Standard nach dem Nachhaltigkeitsleitfaden des Bundes erreichen. Gleich sechs junge bzw. kleinere Architekturbüros gingen in die letzte Siegerrunde. Seit den Berliner Bundesbauten hat es so gut wie keine offenen Wettbewerbe mehr gegeben; weder von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, noch von den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Die phantasielosen Kisten stapeln sich als Folge dieser Politik stadtrauf, stadtrunter und gleichen wie ein Ei dem anderen. Da muss man die Ausnahme gebührend loben und werben, dass sie sich wiederholt.»plattformnachwuchsarchitekten.de

 

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