Themenfeld Geschichte
Geschichte ist einer der Schwerpunkte der Arbeit der RLS.
Die geschichtspolitische Themenlinie der RLS und des Umfeldes mit dem sie kooperiert, ist stark ausdifferenziert und von einer Vielzahl von AkteurInnen und Zusammenschlüssen gekennzeichnet. Hier finden sich Vereine, Zeitschriften, Landesstiftungen, und nicht zuletzt kompetente Einzelpersonen mit teilweise hohem Zeitbudget.
Stärken der RLS waren und bleiben die Themen Geschichte des Kommunismus und Stalinismus, DDR-Geschichte und die Geschichte der Beziehungen von DDR und BRD, sowie nicht zuletzt Antifaschismus und Nationalsozialismus. Mit dem Thema DDR-Geschichte beschäftigte sich ein eigenständiger Gesprächskreis (Expertenkommission DDR-Geschichte).
Neu hinzugekommen sind die Geschichte der neueren Linken, vor allem im Westen der Bundesrepublik und die Geschichte der neuen sozialen Bewegungen. Beides Themen, die auch im Hinblick auf die neue linke Partei wie auch im Hinblick auf das Selbstbild der Bundesrepublik allgemein von besonderer Bedeutung sind. Im Aufbau ist eine aktuelle und zeitnahe geschichtspolitische Interventionsfähigkeit. Das Feld ist auch heute noch von einer nur langsam zu überwindenden Differenz in den Geschichtskulturen geprägt, die gemeinhin als „Ost-West-Gegensatz“ verstanden wird.
Vor dem Hintergrund dieser Potentiale und um die geschichtspolitische Arbeit der RLS zu verstetigen, erfolgte im Juni 2006 die Gründung des Gesprächskreises Geschichte der RLS, dem derzeit 30 Mitglieder aus über einem Dutzend Städten angehören.
Schon länger existierte der Gesprächskreis Geschichte für die Zukunft (Koordination durch Cornelia Domaschke), eine Expertenkommission DDR-Geschichte (Koordination Detlef Nakath) wurde neu und befristet ins Leben gerufen.
Während Geschichte an vielen Universitäten im Zuge von Ab- und Umbaumaßnahmen personell geschwächt wird, und linke bzw. kritisch-radikale Positionen davon doppelt betroffen sind, hat das mediale Interesse an Geschichte deutlich zugenommen. Geschichtsthemen in der Arbeit der RLS haben deshalb eine doppelte Notwendigkeit: Einerseits diesem – allgemeinen wie spezifisch linken - Interesse Rechnung zu tragen, anderseits verstärkt eigene Diskussionszusammenhänge anzubieten, die wenigstens einen Teil der „Verluste“ im akademisch-universitären Bereich ersetzen können.
Stand: Frühjahr 2011