Gesprächskreis Migration

Migration und die nationalstaatlichen, häufig repressiven Reaktionen sind zentraler Bestandteil der bundesdeutschen Gesellschaft als Einwanderungsland. Wichtige Spannungsfelder sind nach Außen eine vermehrte Abschottungspolitik und eine Militarisierung des Migrationsmanagements und der Flüchtlingsabwehr bei gleichzeitiger Zuwanderungsregulation von Arbeitskräften. Nach Innen bestimmen repressive Ausgrenzungspraktiken und Rassismus die Politik genauso wie Kämpfe um Anerkennung und Rechte von MigrantInnen und EinwandererInnen. Die damit einhergehende Veränderung der Bevölkerungsstruktur bestimmt derzeitige und zukünftige Kämpfe zentral mit und führt zu einer Diversifizierung kultureller Praxen und alltäglicher Lebensweisen. Sowohl im Bereich der Außen- als auch der Innenpolitik sind MigrantInnen und ihre Kämpfe wichtiger Bezugspunkt, da die herrschende Politik und ihre Instrumente immer wieder durchbrochen und in Frage gestellt werden. Die RLS als linke Stiftung muss sich diesen Herausforderungen annehmen. Nicht nur um zu einem komplexen Verständnis unserer Gesellschaft zu kommen, sondern auch um die Kämpfe um eine zukünftige Gesellschaft zu unterstützen und ihren AkteurInnen gerecht zu werden.


TeilnehmerInnen des GK Migration

Derzeit trifft sich der GK Migration 3-4 mal Jährlich, es nehmen  ca. 15 Menschen in wechselnder Zusammensetzung teil. Unter ihnen sind GewerkschaftsvertreterInnen mit Arbeitsschwerpunkt Migration, VertreterInnen von linken Selbstorganisationen der MigrantInnen, MitarbeiterInnen der RLS, migrationspolitische Verantwortliche der Linkspartei, VertreterInnen von antirassistischen Initiativen und sozialen Bewegungen, (ehemalige) Stipendiatinnen und Stipendiaten, Interessierte VertreterInnen aus dem Stiftungsverbund und externe WissenschaftlerInnen.