1989 – Aufbruch ins Ungewisse

 
1989 stürzten die Bürger*innen der DDR ein politisches System, das zu lange ihre Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche übergangen, missachtet, enttäuscht, verraten, auch gewaltsam unterdrückt hatte. Aufbruchsstimmung und Zukunftsoptimismus dominierten. Neue linke und soziale Bewegungen und Parteien entstanden. Eine andere Welt schien möglich.

Doch das Leitbild der «ökonomischen Rationalität» entwertete solidarisches Handeln und führte in eine «marktkonforme Demokratie», der lange Zeit das «Vertrauen der Märkte» wichtiger war als das Vertrauen der Bürger*innen. Nach 30 Jahren sieht sich die im Jahr 1990 neu entstandene BRD einer Krise der sozialen und demokratischen Teilhabe gegenüber.

Zum Blick nach vorn gehört eine rückhaltlose Kritik des Weges zur «deutschen Einheit» Dieser Weg endete weder am 3. Oktober 1990 noch mit dem Ende der Treuhand, dieser Gang ist noch nicht vollendet.

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