Arbeitskämpfe um Gerechtigkeit
Mit der Krise der deutschen Industrie, der Kürzungspolitik im öffentlichen Dienst und den Angriffen der Bundesregierung auf Sozialstaat und Arbeitszeitgesetz stehen Gewerkschaften vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig schlägt sich der gesellschaftliche Rechtsruck auch in Betrieben nieder und trägt zur Spaltung von Belegschaften bei.
Als Interessensvertretung der arbeitenden Mehrheit haben Gewerkschaften Zugang zu Menschen, die unter diesen Verhältnissen zum Teil massiv leiden und sich gedemütigt fühlen. Mit erfolgreichen und demokratisch geführten gewerkschaftlichen Konflikten im Betrieb überwinden sie die Ohnmacht durch Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und verleihen Mut, gesellschaftliche Veränderungen anzugehen. Sei es bei Abwehrkämpfen um den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Industrie, beim Aufbau von Gegenmacht an Hochschulen oder bei Generalstreiks gegen den Krieg in Italien: Gewerkschaften machen die Gegenmacht erlebbar – und sind damit ein zentrales Bollwerk gegen den Durchmarsch der Rechten und Reichen.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung begleitet gewerkschaftliche Kämpfe mit Analysen und Hintergründen. Seit 2013 bringt sie mit dem Konferenzformat Gewerkschaftliche Erneuerung und in Zusammenarbeit mit lokalen gewerkschaftlichen Gliederungen Gewerkschafter*innen aus dem ganzen Land zusammen, um sich über konfliktorientierte Strategien und Taktiken der Arbeiter*innenbewegung auszutauschen und voneinander zu lernen.












