Ausschreibung | Studie «Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier - Konzepte von links»

Bewerbungsschluss: 27.01.2020 Abgabefrist: 31.07.2020

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. schreibt eine Studie zum Thema Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier aus. Der Auftrag wird mit einem Honorar in Höhe von 20.000 Euro (brutto, inklusive projektbezogene Ausgaben) erteilt.

Der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier ist eines der größten Vorhaben sozial-ökologischer Transformation in Sachsen-Anhalt. Der Kohleausstieg und die damit verbundenen gesetzlichen Regelungen haben einen zeitlichen Horizont von 20 Jahren und sind mit Investitionen in erheblichem Umfang verbunden. Das Mitteldeutsche Braunkohlerevier umfasst in Sachsen-Anhalt die Landkreise Burgenlandkreis, Anhalt-Bitterfeld, Saalekreis, Mansfeld-Südharz sowie die Stadt Halle.

Die Studie soll eine Bestandsaufnahme der konzeptionellen, finanziellen und administrativen Voraussetzungen für die Umsetzung des Strukturstärkungsgesetzes mit Schwerpunkt Sachsen-Anhalt leisten. Dabei geht es insbesondere um die Sichtung und Beurteilung eingebrachter Projektvorschläge. Neben den Konzepten der Landesregierung und der betroffenen Kommunen sind in die Recherchen auch Planungsdokumente und Positionspapiere von Verbänden und Interessengruppen einzubeziehen. Ein eigener Forschungsteil mit Expert*inneninterviews mit ausgewählten Akteuren ist denkbar.

Ziel der Studie ist, neben einer Analyse und Kritik vorliegender Projekte, Konzepte und Vorgehensweisen auch Ansätze zu identifizieren, die sozial-ökologische Zielsetzungen, Partizipationsansprüche und Strukturwandelperspektiven sinnvoll miteinander verbinden. Auch mit Bezug auf linke Debatten zu globaler Klimagerechtigkeit sollen Argumente, Vorschläge und politische Forderungen entwickelt werden, die erfolgreich Eingang in die öffentliche Debatte in Sachsen-Anhalt finden können und dadurch wirkmächtig im Sinne eines progressiven Strukturwandels werden.

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