Zum Hauptinhalt springen

Dokumentation : Marxistische Rechtsphilosophie

Begleitseminar zu den RLS-Kapitallesekursen

Wichtige Fakten

Datum
24.06.2014
Veranstalter
Antonella Muzzupappa,
Mit
Anne-Kathrin Krug
Themenbereiche
Geschichte, Deutsche / Europäische Geschichte, Gesellschaftstheorie, Gesellschaftliche Alternativen

Details

Mit Anne-Kathrin Krug.

In unseren modernen Gesellschaften scheint ein Leben ohne Recht nicht mehr denkbar zu sein. Fast alle Lebensbereiche und Institutionen – von der Mietwohnung bis zur Ausländerbehörde ? sind juristisch konstituiert. Die Frage, was Recht im Kapitalismus eigentlich ist, wird in den täglichen Auseinandersetzungen und sozialen Kämpfen oft gar nicht mehr gestellt. Interessante Einsichten hierzu lassen sich aber bei einer Denkrichtung finden, die unter dem Namen marxistische Rechtsphilosophie bzw. -theorie gefasst wird.
Sah es nach dem Niedergang der realsozialistischen Staaten für eine Weile so aus, als würde von dieser Denktradition nicht mehr viel übrig bleiben, hat es in den letzten Jahren wieder eine intensivere Auseinandersetzung mit ihr gegeben. Das Seminar klärt zunächst, was unter marxistischer Rechtsphilosophie bzw. -theorie verstanden werden kann. Welche Bezugspunkte hat die marxsche Beschäftigung mit Recht hervorgebracht? Welche wurden wiederholt aufgegriffen? Im zweiten Teil der Veranstaltung werden dann einige aktuelle Werke zum Thema vorgestellt, kommentiert und zur Diskussion gestellt.

Satellitenseminare – was ist das?

Seit 2006 finden in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Kapital-Kurse statt. In wöchentlichen Treffen wird das Hauptwerk „Das Kapital“ von Karl Marx  gemeinsam diskutiert. TeamerInnen strukturieren die Sitzungen, die Teilnehmenden stellen die gelesenen Textabschnitte kurz vor. Externe TeamerInnen laden wir zu Wiederholungssitzungen ein (Michael Heinrich) oder zum Thema Leben und Werk Karl Marx’ (Rolf Hecker). Um die Kapital-Lektüre herum kreisen übers Jahr verteilt verschiedene „Satellitenseminare“. Hier werden ausgewählte Probleme und Fragen zum Kapital und darüber hinaus vertieft: Warum ist der Fetischcharakter Marx so wichtig? Was ist daran besonders? Ist die marxsche Geldtheorie noch aktuell? Warum bringt jede Welle erneuter Marx-Lektüre seine eigene Einführungsliteratur hervor? War Marx auf dem feministischen Auge blind?

Mehr Informationen unter: http://www.das-kapital-lesen.de.

Mediathek

Details

Ähnliche Veranstaltungen

Eine deutsch-deutsch-türkische Geschichte

: Hintergrund 17.11.2025

Die Anfänge der Selbstorganisation türkischer Migranten in Deutschland

Kapitalismus für Einsteiger*innen

: Bildungsmaterialien 11/2025

Methoden und Workshops für die kritische ökonomische Bildung

Alter Hass, neue Hater. , 25 Februar 2026

: Diskussion/Vortrag

Dresden19:00 Uhr

Antisemitismus in der Gegenwart