Dokumentation Der zweite Band des «Kapital» – wenig für die Agitation?

David Harvey: Marx’ 2. Band des «Kapital» lesen. Ein Begleiter zum Verständnis der Kreisläufe des Kapitals. Buchvorstellung und Diskussion mit dem Übersetzer Christian Frings

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

04.04.2018

Veranstalter

Antonella Muzzupappa,

Mit

Christian Frings

Themenbereiche

Gesellschaftstheorie, Gesellschaftliche Alternativen, Kapitalismusanalyse, Marx 200

Als Friedrich Engels nach dem Tod von Karl Marx in einer bewundernswerten Fleißarbeit aus dessen Manuskripten den 2. Band des «Kapital» zusammengestellt hatte, schrieb er an einen Freund: «Der 2. Band wird große Enttäuschung erregen, weil er so rein wissenschaftlich ist und nicht viel Agitatorisches enthält.»

Der kritische Geograf David Harvey sieht es anscheinend nicht so und legt eine umfassende Interpretation und politische Illustration des 2. Bandes vor. Er versteht es, auf lebendige Art die im 2. Band durchaus enthalten Fragen der Raum-Zeitlichkeit des Kapitals und damit seiner konkreten Anfälligkeit für Krisen wie für Klassenkämpfe, freizulegen und ihre politische Bedeutung zu diskutieren. Das Thema Transport und Logistik ist heute in aller Munde, weil spürbar ist, dass gerade in diesen Bereichen neue Klassenkämpfe mit großer Sprengkraft entstehen. Eine politisierte Interpretation des 2. Bandes, wie sie Harvey vorlegt, kann genauer erklären, was die besondere Gefährlichkeit dieser Kämpfe ausmacht. Dabei geht es ihm aber auch um das methodische Problem, dass und wie wir erst mit der Einheit der drei Bände des «Kapital» zu einem angemessenen Begriff von Kapitalismus kommen – den wir wohl bräuchten, wenn wir an seiner Abschaffung arbeiten wollen.

http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/marx-2-band-des-kapital-lesen/

Der zweite Band des «Kapital» – wenig für die Agitation?

David Harvey: Marx’ 2. Band des «Kapital» lesen. Ein Begleiter zum Verständnis der Kreisläufe des Kapitals. Buchvorstellung und Diskussion mit dem Übersetzer Christian Frings