Dokumentation Wir müssen reden

Dokumentation der überregionalen Enteignungskonferenz in Berlin, Ende Mai 2022

Information

Veranstaltungsort

Technische Universität Berlin
Straße des 17. Juni 136
10587 Berlin

Zeit

27.05.2022 - 29.05.2022

Themenbereiche

Soziale Bewegungen / Organisierung, Stadt / Kommune / Region, Ja zur Vergesellschaftung, Wohnen

Zugehörige Dateien

Enteignungskonferenz in Berlin, 27.-29.5.2022
Enteignungskonferenz in Berlin, 27.-29.5.2022 Foto: Ian Clotworthy

«Wir müssen reden», so hat die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen ihre Konferenz überschrieben. 700 Menschen aus dem In- und Ausland waren der Einladung gefolgt und haben am 27. bis 29. Mai 2022 an der Enteignungskonferenz in der Technischen Universität Berlin teilgenommen, um über hohe Mieten, Bodenspekulation und Strategien dagegen, über die Eigentumsfrage beim Wohnen und die Vergesellschaftung der großen Wohnungskonzerne zu sprechen.

«Die Welt schaut auf Berlin», Grußbotschaft zum Auftakt der Enteignungskonferenz in Berlin am 27.5.2022 von Balakrishnan Rajagopal, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf angemessenes Wohnen Foto: Ian Clotworthy

«Die Welt schaut auf Berlin», hieß es zum Auftakt, mit einer Grußbotschaft des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf angemessenes Wohnen, Balakrishnan Rajagopal, sowie einem Gespräch mit Gästen aus Berlin, Belgrad und Amsterdam.

Die Grußbotschaft zum Nachlesen

Enteignungskonferenz in Berlin, Podium «Demonstrieren, deckeln, enteignen!?», 28.5.2022 Foto: Ian Clotworthy

In den mehr als 40 Veranstaltungen, die bis Sonntagmittag folgten, stand natürlich die Frage im Mittelpunkt, wie es mit der Vergesellschaftung von Wohnungen der großen, privatwirtschaftlichen Wohnungskonzerne in Berlin weitergeht. So zum Beispiel beim Samstagabendpodium unter dem Titel «Demonstrieren, deckeln, enteignen – den Wohnungsmarkt revolutionieren».

Viele Praxis-Workshops fanden bei der Enteignungskonferenz statt. Foto: Ian Clotworthy

Darüber hinaus wurden zahlreiche Praxis-Workshops zu Themen wie Social Media, Kampagnenführung oder Haustürgesprächen, Podien und Workshops zur Frage, wie Spekulation mit Immobilien zurückgedrängt und bezahlbares Wohnen ermöglicht werden kann, sowie Räume für Strategiedebatten und Vernetzung, innerhalb von Berlin und darüber hinaus angeboten.

«Follow the Money», Podium bei der Enteignungskonferenz am 28.5.2022 mit Katalin Gennburg, Christoph Trautvetter und Gabriela Keller Foto: Ian Clotworthy

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die Konferenz mit der Organisation zahlreicher Veranstaltungen unterstützt, unter anderem die Podiumsdiskussion «Follow the Money» zum deutschen Immobilienmarkt als Tummelplatz für Oligarchen, Kriminelle und Steuerhinterzieher, mit unserem externen Leiter des Projekts «Wem gehört die Stadt», der Investigativreporterin Gabriele Keller sowie der Berliner LINKE-Abgeordneten Katalin Gennburg.

Austausch zwischen Aktivist*innen aus verschiedenen europäischen Städten bei Enteignungskonferenz in Berlin, 28.5.2022 Foto: Ian Clotworthy

Besonders inspirierend war der Austausch mit Aktivist*innen aus anderen europäischen Städten, unter anderem aus Amsterdam, Barcelona, Belgrad, London, Madrid und Zagreb, die dank der Unterstützung aus unseren Büros in Belgrad, Brüssel und Madrid an der Konferenz teilnehmen konnten. In einer Diskussion mit Aktivist*innen der «Plattform der Hypothekenbetroffenen» (PAH) aus Barcelona sowie mit Aktiven der Berliner Initiativen Zwangsräumungen verhindern, Hände weg vom Wedding sowie der AG Starthilfe von Deutsche Wohnen & Co. enteignen wurde außerdem das von Rosa-Luxemburg-Stiftung Madrid herausgegebene und jetzt auch auf in deutscher Sprache vorliegende «PAH-Handbuch» vorgestellt.

Zum Abschluss wurde eine Kongresserklärung verabschiedet, die ein Ende von Privatisierungen und Partnerschaften mit Immobilienkonzernen verlangt und ein Vergesellschaftungsgesetz sowie auf der Bundesebene einen Mietendeckel und ein neues kommunales Vorkaufsrecht fordert.

Abschlusserklärung zum Nachlesen

Eine Veranstaltung von «Deutsche Wohnen & Co. Enteignen», dem Asta der TU Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Workshop-Präsentationen

Kontakt

Rolle Persondetails
Referent für Wohnungs- und MietenpolitikDr. Armin Kuhn
E-Mail: Armin.Kuhn@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310 197
Raum: 6.07
Referent für Wohnungs- und Stadtpolitik / Hermann-Henselmann-Stiftung Stefan Thimmel
E-Mail: stefan.thimmel@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310434
Raum: 6.07

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