Dokumentation Festival de:lux

Kultur und Musik, linke Politik und Talks in Berlin

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18.06.2022

Ergeschoss, erster Stock mit Terasse und Einfahrt der RLS. Davor ein Pavillion wo Publikationen und Stoffbeuel ausliegen.

Das erste Festival de:lux bot einen Tag voller Kultur und Musik sowie linker Politik und Diskussionen.

Drei Panels wurden im Livestream übertragen und können weiterhin angesehen werden.

Mietenstopp, Mietensteuer, Enteignung und andere «Grausamkeiten»

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Eine Diskussion über Mietenwahnsinn, Vergesellschaftung und Wohnen für Alle
Der Markt regelt es nicht! Auch und ganz besonders nicht die Versorgung mit ausreichenden, angemessenen und bezahlbaren Wohnungen. Doch jede Idee und jeder Ansatz, gegen steigende Mieten vorzugehen und das Prinzip «Profit, Profit, Profit» einzuschränken, führt regelmäßig zu einem Aufschrei der Immobilienwirtschaft. Mit unseren Gästen setzen wir uns mit immer wiederkehrenden Mythen und Gegenargumenten einer fortschrittlichen, am Bedarf orientierten und demokratischen Wohnungspolitik auseinander und diskutieren die Schritte, die auf Landes- und Bundesebene unternommen werden müssten, um die Wohnraumversorgung wieder in gesellschaftliche Hand zu bekommen.

Es diskutieren:

  • Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
  • Dr. Ulrike Hamann, Vorständin der Wohnraumversorgung Berlin A.ö.R. und zukünftige Geschäftsführerin des Berliner Mietervereins
  • Prof. Dr. Susanne Heeg, Professorin für geographische Stadtforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Mitglied der Expert*innenkommission des Berliner Senats zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen
  • Moderation: Stefan Thimmel und Armin Kuhn (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

13,4 Millionen – unsichtbare Armut

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Ein Skandal, der keine Schlagzeile macht: In Deutschland sind 13,4 Millionen Menschen von Armut betroffen. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation noch weiter verschärft, die Zahl der armutsbetroffenen Selbstständigen hat sich laut Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands von 9 Prozent auf 13 Prozent dramatisch erhöht. Insbesondere Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Erwerbslose haben ein sehr hohes Armutsrisiko. Wie kommt es dazu, dass diese riesige Anzahl von Armen in einem so reichen Land wie Deutschland offenbar achselzuckend hingenommen wird und nicht skandalisiert wird? Wie können die von Armut betroffenen Menschen selbst stärker sichtbar und sprechfähig werden? Welche Organisierungsperspektiven gibt es gegen die Unsichtbarkeit von Armut?

Diese Fragen stehen im Zentrum eines Gesprächs mit:

  • Gwendolyn Stilling (Der Paritätische, Ko-Autorin Armutsbericht) und
  • Markus Ostermair (Autor, Der Sandler)

15 Jahre DIE LINKE – Impulse für eine Erneuerung der Partei

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Am 16. Juni 2022 jährt sich das Datum des Gründungsparteitags der Partei DIE LINKE zum 15. Mal. Eigentlich ein Grund zu feiern. Gehörten doch die ersten beiden Jahre zu den erfolgreichsten, wie Jochen Weichold in seiner gerade erschienenen Publikation «Der Aufstieg der neuen Partei DIE LINKE» erinnert. Hat sich die Partei DIE LINKE erschöpft, wie andere linke Parteien in Europa? Oder was wäre notwendig, damit DIE LINKE ihren politischen Gebrauchswert erneut entwickelt? Zehn Herausforderungen eines solidarischen Aufbruchs hat eine Arbeitsgruppe der Rosa-Luxemburg-Stiftung formuliert. Denn: «Eine starke Partei DIE LINKE ist möglich und wird gebraucht!»
Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, im Gespräch mit:

  • Heinz Hillebrand, Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Jochen Weichold, Autor
  • Janine Wissler, Vorsitzende der Partei DIE LINKE.

Festival de:lux

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Im weiteren Programm gab es eine Diskussion zum Krieg in der Ukraine mit Stimmen aus Mariupol und Cherson sowie zum ein Gespräch zum Verfassungsprozess in Chile. Im Rahmen der Vorstellung des «Der Atlas der Migration» wurde über die EU-Außengrenzen gesprochen, es gab ein Gespräch zum Thema «Die Polizei: Helfer, Gegner, Staatsgewalt» sowie eines über «Rechte Memes und Gefühle», disktutiert wurde auch über feministische Kämpfe um Sorgepolitiken in Chile sowie die Klimakrise und exzessiven Raubbau an der Natur.

Musikalische Unterhaltung bot der Ernst-Busch Chor, die Steinlandpiraten spielten Gundermann, das Red Swing Trio, das Samar Ensemble Nashi44 und Apsilon traten auf. Lustig wurde es mit Moritz Neumeier. Die Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung kam mit diversen Lesungen und Literaturdiskussionen zur Geltung. Mit dabei waren Jonas Engelmann mit «Dahinter. Dazwischen. Daneben.», Elisa Aseva mit «Über Stunden» und Daniel Schulz mit «Wir waren wie Brüder». Eine szenische Lesung «Feuerwerk gegen das Patriarchat» wurde von Janis Walter, Katharina Vitt, Ann-Katrin Lebuhn und Fabian Blunck geboten. Das Stipendienprogramme des Studienwerks der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde vorgestellt und die Ausstellung «10 Views on Migration»  konnten ebenso besichtigt werden wie ein Erlebnisraum zum neuen Projekt «L!NX», das neue Arten des Lernens vorstellt.

Raum für Begegnung und Gespräche gabe es bei Getränken und Essen. Zum Mitmachen gab es Siebdruck, Hausführungen und Kinderprogramm mit dem chaotisch, bunten Wanderzirkus CABUWAZI.

Das ganze Programm kann hier angesehen werden.