Frankreich hat gewählt!

Mehr zu den Frankreich-Wahlen 2017

Mit diesem Dossier begleiteten wir die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2017 in Frankreich. Von Franziska Albrecht und Johanna Bussemer.

Der Sieg Emmanuel Macrons im zweiten Wahlgang bei den französischen Präsidentschaftswahlen ist ein Sieg auf dem Rücken der Angst vor einer Machtübernahme des rechtsextremen Front National. Erst bei den Parlamentswahlen am 11. und 18. Juni wird sich zeigen, ob der neue französische Präsident es schaffen wird, die Demokratie in Form von stabilen Mehrheiten hinter sich zu bringen. 

Auch die französische Linke muss die Chance nutzen und sich nach dem guten Abschneiden Mélenchons im ersten Wahlgang am 23. April neu formieren, um gestärkt in die Parlamentswahlen im Juni zu ziehen.

Der harte Wahlkampf und die sehr nah aneinander liegenden Ergebnisse der vier KandidatInnen Macron, Le Pen, Mélenchon und Fillon haben die tiefe Krise des französischen politischen Systems offenbart. 

In diesem Dossier beschreibt Kolja Lindner eben jene Krise der Fünften Republik. Der neue französische Präsident Emmanuel Macron wird von Felix Syrovatka porträtiert.  Daniel Cirera zeigt, dass der Ausgang der Wahlen auch über die Zukunft der Parti socialiste entscheiden wird und Julien Mechaussie setzt sich kritisch mit dem linken Kandidaten Jean-Luc Mélenchon auseinander.

In «Wenn das Saubermann-Image bröckelt» analysiert Petra Hessenberger den Zustand der konservativen Partei und ihres Kandidaten François Fillon. Sophie Serbini zeigt, wie sich der Front National erfolgreich aus der rechtsextremen Ecke manövriert hat. In der Graphic Novel «Die Präsidentin» beschreiben Farid Boudjellal und François Durpaire, wie das Land nach einer (nun vorerst zum Glück verhinderten) Machtübernahme durch Marine Le Pen aussehen könnte. Auch die zwischendurch so starke Protestbewegung Nuit débout hat das Land nicht nachhaltig verändert, wie Karina Kochan analysiert. Und die französischen Gewerkschaften sind so schwach wie nie zuvor in ihrer Geschichte wie Felix Syrovatka beschreibt.

Diese politische Gemengelage und ihre Konsequenzen zeigen Johanna Bussemer und Marie Geißler in kommentierten Illustrationen.

Hörerlebnisse bieten drei Audioreportagen von Julien Mechaussie. Für die erste Reportage hat der französische Journalist die Stimmung auf der großen Demonstration von Jean-Luc Mélenchon und der Bewegung «France insoumise» («Das unbeugsame Frankreich») vom 18. März 2017 eingefangen. Andererseits werden junge Wahlkämpfer Emmanuel Macrons aus Berlin vorgestellt und es gibt eine Wahlanalyse des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahlen vom 23. April. 

Fabien Jobard zeigt auf, was der anhaltende Ausnahmezustand mit der Gesellschaft macht.

In einem Interview analysiert Johanna Bussemer den Ausgang des ersten Wahlganges zum Präsidentenamt.

Ein Text zum aktuellen französischen Feminismus erscheint in Kürze.

 

Kontakt

Rolle Persondetails
Leiterin Referat Europa Johanna Bussemer
E-Mail: johanna.bussemer@rosalux.org
Telefon: +49 (0)30 44310-432
Raum: 521.1
Projektmanagerin für West- und Südeuropa Franziska Albrecht
E-Mail: franziska.albrecht@rosalux.org
Telefon: +49 (0)30 44310-520
Raum: 520