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Documentation : (Partei-)Politik als Marke?

Dokumentation des Symposiums des RLS-Gesprächskreises „Parteien und Soziale Bewegungen“ über die Notwendigkeit politischer Markenkommunikation.

Key facts

Date
19.11.2009
Themes
Kultur / Medien, Kommunikation / Öffentlichkeit

Details

Nach einem Jahr Krise ist die Politik, so scheint es jedenfalls, zur Tagesordnung übergegangen. Business as usual also? Längst reden und schreiben weniger Kommentatoren vom Ende des neoliberalen Kapitalismus, Alternativen verblassen und Präsident Obama kämpft, mit Brecht gesprochen, mit den Mühen der Ebenen.

Die Hoffnungen auf ein Ende des Hyperkonsumismus, jener Transformation des Bürgers zum Konsumenten, wie sie Benjamin Barber beschreibt, scheinen mit jedem Punkt, den Börsenindizes steigen, kleiner zu werden, der alte Glanz traditioneller Marken verblasst, während jener moderner Kommunikationsmedien und individualisierter Freizeitangebote heller scheint. Aber sind das Folgen einer Mode, vorübergehende Hochphasen oder generelle Trends?

Und die Parteien? Weniger denn je scheinen die Bürgerinnen und Bürger im Superwahljahr 2009 Politik auf ihren Gebrauchswert und auf ihre Passfähigkeit zu bestimmten Lebensstilen hin zu befragen. Wohl den Parteien, die in einer solchen Situation noch funktionierende Marken aufweisen können. Und seien es auch nur noch einzelne Personen: Die Marke Platzeck in Brandenburg, die Marke Tillich in Sachsen, Bundeskanzlerin Merkel sowieso.

Auch DIE LINKE hat die Herausforderung angenommen, ihre Marke zu verteidigen und weiter durchzusetzen. Aber wie halten wir es heute mit Naomi Kleins Forderung „No Logo!„?

Dokumentation der Beiträge:


11.00 Uhr: Propaganda und Ästhetik linker Parteien in der Entwicklung

Thomas Kliche (UKE Hamburg):
Hat die SPD (noch) eine Seele? Markenparteien von Weimar über Bonn nach Berlin im Blick der politischen Psychologie

Michaela Klingberg (Berlin):
Der Wandel der Wahlkampfästhetik der Wahlen zum Deutschen Bundestag 1949-2009


13.30 Uhr: Markenkommunikation heute – Praxis, Apologetik und Kulturkritik

StS. Dr. Richard Meng (Sprecher des Senats von Berlin):
Arm, aber sexy - Berlin als Marke


16.00 Uhr: Parteienwettbewerb als Kampf von Marken und DIE LINKE

Dr. André Brie (Wooster-Teerofen, angefragt):
Ein abgeschlossenes Kapitel? Zur politischen Ästhetik der PDS

Dr. Dietmar Bartsch (MdB, Berlin) im Gespräch:
Kampf der Marken im Bundestagswahlkampf 2009
     

 

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