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Internationale Solidarität neu lernen
International scheint die neue transnationale Kooperation kapitalismuskritischer Netzwerke und Organisationen eher an politisch-strategische Grenzen zu stoßen. Das unmittelbare „Praktisch-Werden“ solidarischen Handelns hinkt vielfach den Wünschen und Potentialen der Beteiligten hinterher. Es mangelt an einer Bündelung der Kräfte, um die gemeinsame Handlungsmacht der transnationalen Kämpfe entscheidend zu stärken.
Die Tagung in Wuppertal hatte die aktuelle Praxis transnationaler Kooperation selbst zum Thema und dafür Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Basisbewegungen zusammengebracht. Anhand der Konfliktfelder Arbeit/Einkommen, Wohnen/„Recht auf die Stadt“ sowie Flucht/Migration und EU-Krisenpolitik wurde in Wuppertal gemeinsam diskutiert und die eigene politische Praxis reflektiert.
Einige der Leitfragen der Tagung waren: Wie lässt sich das Transnationale mit dem Lokalen verbinden? Wie können wir Solidarität konkret entwickeln? Wie unmittelbar und persönlich müssen politische Beziehungen sein, damit Solidarität wirksam wird? Wie können wir mit unterschiedlichen politischen Kulturen und Arbeitsweisen umgehen? Wie können unsere Rechte von Arbeiter_innen und Konsument_innen gegen transnationale Konzerne verteidigt und durchgesetzt werden? Wie können wir den Angriffen auf unsere Städte und Quartiere Widerstand entgegensetzen? Wie kann das „Recht zu bleiben“ und das „Recht zu gehen“ gleichzeitig erkämpft werden? Wie antworten wir auf die EU-Krisenpolitik?
