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Documentation : „Klare, lichte Zukunft - Eine radikale Verteidigung des Humanismus“

Ein Gespräch zwischen Paul Mason und Katja Kipping

Key facts

Date
06.06.2019 - 07.06.2019
Themes
Demokratischer Sozialismus, Gesellschaftstheorie

Details

„Meine Lebenserfahrungen haben meinen Glauben an die klare, lichte Zukunft der Menschheit nicht zerstört, sondern im Gegenteil gefestigt.“  Leo Trotzki liefert den Titel für das soeben im Suhrkamp Verlag erschienene Buch des britischen Wirtschaftsjournalisten Paul Mason. Im Gespräch mit Katja Kipping sezierten beide auf einer gemeinsamen Veranstaltung von Verlag, Babylon und RLS, wie die Rückkehr zu einem linken Humanismus möglich wäre.

Den roten Faden für das Gespräch lieferten die drängendsten Thesen des Buches.

Der Bezug auf die Geschichte, die Wiedererkennbarkeit von Symptomen und deren Bekämpfung. Es reicht nicht Hannah Arendt zu lesen - so Mason – man muss auch dahingehen, wo es weh tut – so Kipping.

Das Hilfreiche in Marx frühen Schriften zu nutzen und den Klassenkampf neu zu denken als verbindendes Element zwischen prekär Beschäftigten, Migrant*innen, Frauen, Transgenderaktivisten – so Mason. Die Eigentumsfrage wieder neu stellen und das nicht nur bei Wohnraum. Außerdem die Vier-in Einem Perspektive anzuwenden und so auch Zeit für politisches Engagement zu haben - so die „marxistische Feministin im Werden“ Kipping.

Ein Optimismus für die Zukunft und der Glaube an die Machbarkeit von Veränderung so gesehen bei „metoo“, „Fridays for Future“ aber auch bei „Deutsche Wohnen enteignen“ - um dann die Ohnmacht zu durchbrechen mit einem neuen „Red Green New Deal“.

Der Abend endet mit einem Aufruf zum aktiv werden, mit dem auch das Buch und ein aktueller Essay von Mason im FREITAG endet.

„Die radikale Verteidigung des Menschen beginnt nicht bei politischen Führern, bei Klimaaktivisten, die an Fracking-Plattformen gekettet sind oder in der Ethikkommission Ihres Unternehmens. Sie beginnt mit Ihnen.“

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