18 June 2020 Seminar Wie die Corona- zur Kapitalismuskrise geworden ist

(1/3) Entwicklung, Reaktionen, linke Perspektiven

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Event location

ONLINE

Date

18.06.2020, 19:00 - 20:30 Hr

Themes

Globalisierung, Kapitalismusanalyse, Wirtschafts- / Sozialpolitik

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Wie die Corona- zur Kapitalismuskrise geworden ist

Innerhalb weniger Wochen hat sich die Corona-Pandemie zu einer drastischen Wirtschaftskrise entwickelt: Seit März sind weltweit über 100 Millionen Menschen arbeitslos geworden, unzähligen Firmen droht die Pleite. Während der Lockdown in Europa gelockert wird, entfalten sich ihre wirtschaftlichen und sozialen Folgen weiter mit voller Wucht.

Regierungen in aller Welt haben darauf mit Hilfsprogrammen für Unternehmen und Menschen reagiert, die es in diese Größenordnung noch nie gegeben hat. Noch ist nicht ansatzweise absehbar wie schwerwiegend und dauerhaft die Krise der Weltwirtschaft sein wird. Die gesellschaftlichen Kämpfe um die Fragen, wem wie geholfen und wer die Kosten der Krise bezahlen soll, sind aber bereits in vollem Gange. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur Expert*innen und Lobbyvertreter*innen die aktuellen Entwicklungen verstehen und eigene Positionen dazu entwickeln können.

Die Veranstaltungsreihe bietet einen Überblick über die Wirtschaftskrise und die Debatten, die sie begleiten. Sie wendet sich insbesondere an Interessierte ohne ökonomisches Expert*innen-Wissen. Die Veranstaltungen sind als Online-Vorträge mit begleitender Präsentation gestaltet, die die Teilnehmer*innen und ihre Fragen und Interessen einbindet. Es gibt jeweils ca. 50 Minuten Input und 40 Minuten Zeit für Fragen und Diskussion. Interessierte sind eingeladen an der Reihe teilzunehmen, können aber auch einzelne Veranstaltungen auswählen.

 

Teil 1: Wie sich die Pandemie zur Wirtschaftskrise entwickelt hat (18. Juni, 19:00 - 20:30 Uhr).

In der Veranstaltung wird gezeigt, wie sich aus der Pandemie eine Wirtschaftskrise entwickelt hat. Wo stand die Weltwirtschaft vor der Krise? Wie erklären ökonomische Theorien die Entstehung und Dynamik von Wirtschaftskrisen? Wie hat die Corona-Krise die Weltwirtschaft getroffen? Welche sozialen und ökonomischen Folgen hatte die Krise bis jetzt? Welche Prognosen gibt es zur weiteren Entwicklung der Krise?

Teil 2: Wie die Staaten auf die Krise reagiert haben - Rettungspakete der Regierungen, Notfallmaßnahmen der Notenbanken (25. Juni, 19:00 - 20:30 Uhr).

Die Regierungen und Notenbanken haben seit März in kürzester Zeit hunderte Milliarden Euro mobilisiert, um der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken. In der Veranstaltung werden die Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärt und politisch und ökonomisch eingeordnet. Welchen ökonomischen Theorien folgen die Maßnahmen von Bundesregierung und EZB? Woher kommen die riesigen Summen, die gerade ausgegeben werden? Wem wird mit den Rettungsmaßnahmen geholfen – und zu welchen Bedingungen? Wie geht die Krisenpolitik weiter – welche Aussichten und Debatten gibt es zu nächsten Maßnahmen in Deutschland und Europa?

Teil 3: Linke Perspektiven auf die Kapitalismuskrise und aktuelle wirtschaftspolitische Debatten und Forderungen (02. Juli, 19:00 - 20:30 Uhr).

Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Corona-Krise die Wirtschaft und Gesellschaft weltweit nachhaltig verändern wird.  In der Veranstaltung werden verschiedene linke Analysen und Lösungsansätze zu der ökomischen Seite der Krise vorgestellt und diskutiert. Welche linken Analysen und Lösungsansätze zur Krise gibt es? Ist die Krise eine Chance, Wirtschaft und Wirtschaftspolitik dauerhaft zu ändern? Welche Beispiele für linken Aktivismus in der Krise gibt es? Wie können wir politisch aktiv werden?

Referent: Christoph Ernst hat Soziologie, Politik und Politische Ökonomie studiert. Er arbeitet seit zehn Jahren als Bildungsreferent. Schwerpunkte seiner Bildungsarbeit sind die Praxis kapitalistischer Wirtschaft, ökonomische Theorien, Wirtschaftskrisen und alternative Wirtschaftskonzepte.

 

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte unser Anmeldeformular ausfüllen und an anmeldung@rls-hamburg.de senden.

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Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Phone: 040 28003705