31 August 2020 Film "Der deutsche Rassenwahn. Eine blonde Provinz Polen"

Filmaufführung mit den Regisseuren Jacek Kubiak und Klaus Salge

Information

Event location

VHS Region Lüneburg
Haagestr. 4
21335 Lüneburg

Date

31.08.2020, 19:00 - 21:00 Hr

Themes

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Osteuropa

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Der Film schlägt ein in der Öffentlichkeit weithin unbekanntes Kapitel der Nazivergangenheit Deutschlands auf: Er berichtet über den Versuch, im besetzten Polen ein Experimentierfeld des Rassenwahns zu installieren.
In der "blonden Provinz", wie sie Heinrich Himmler nannte, sollten "germanische Herrenmenschen gezüchtet" werden.

Unmittelbar nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 setzten "ethnische Säuberungen" bis dato unbekannten Ausmaßes ein.
Innerhalb weniger Wochen wurden Hunderttausende Polen und Juden zur Vertreibung freigegeben, als Arbeitssklaven missbraucht oder getötet. Es war der Beginn der Shoah. Die brutal Vertriebenen sollten "Platz schaffen" für die Volksdeutschen, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone - zwischen dem Schwarzen Meer und dem Baltikum - "heimgeholt" wurden.
Die sogenannten Übergangslager für Polen ähnelten Konzentrationslagern. Hunger, Krankheiten und Tod standen auf der Tagesordnung. Die jüdische Bevölkerung wurde in Ghettos gesperrt, grausame Zwischenstationen für die Lager, in die sie später zum Zweck ihrer Ermordung deportiert wurden.
Die Filmemacher Jacek Kubiak und Klaus Salge stellen drei Männer vor, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Posen verbunden ist. Zwi Steinitz aus Tel Aviv, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reist, um den Ort zu besuchen, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz, der nach dem Überfall vergeblich seine Eltern in Posen sucht und dessen Weg in den Widerstand führt. Und Dieter Bielenstein, der als Zwölfjähriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Posen kam.

Die beiden Filmemacher sind bei der Aufführung des Films anwesend.

Veranstalter*innen:
VVN/BdA Lüneburg in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen


 

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Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Phone: (0511) 2790934