12 March 2021 Diskussion/Vortrag Gates-Stiftung, WHO und Gönnertum im globalen Gesundheitsbereich

Fakten und linke Kritik an Philantropie statt Verschwörungsmythen

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Event location

Online

Date

12.03.2021, 18:00 - 19:30 Hr

Themes

Soziale Bewegungen / Organisierung, Globalisierung, Commons / Soziale Infrastruktur, Kapitalismusanalyse, Partizipation / Bürgerrechte, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Gesundheit und Pflege, Digitalisierung und Demokratie

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Gates-Stiftung, WHO und Gönnertum im globalen Gesundheitsbereich

Zehntausende Teilnehmende gehen zu Demonstrationen, auf denen die Gefahren des neuartigen Corona-Virus geleugnet bzw. verharmlost werden. Verschwörungsmythen aller Schattierungen werden dort verbreitet. Oftmals wird dabei auf die „Gates-Stiftung“  - mit vollem Namen „Bill and Melinda Gates Foundation“ (BMGF) - und ihren Einfluss in der globalen Gesundheitspolitik verwiesen. Die Stiftung wolle in erster Linie Angst machen vor dem Corona-Virus und damit ein weltweites Zwangsimpfungsprogramm installieren, so die populäre Verschwörungserzählung, die dann noch mit der jeweils eigenen (rechten) Agenda angereichert wird.
 
Wie jeder erfolgreiche Verschwörungsmythos setzt auch dieser an einer ernstzunehmenden Kritik an, um sie dann in eine wahnhafte Verschwörung zu verzerren. Ja, es gibt diese Stiftung und ja, sie hat erheblichen Einfluss auf die globale Gesundheitsforschung und die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Als private Einrichtung bestimmt sie damit mit, wie und welche Krankheiten weltweit bekämpft werden. Nachdem die USA unter Präsident Trump aus der WHO ausschieden,  konnte die Gates-Stiftung zum maßgeblichen Finanzier der Weltgesundheitsorganisation aufsteigen. Sie gibt erheblich mehr Geld als die meisten einzelnen  Mitgliedsstaaten der WHO. Es stellt sich zu Recht die Frage nach ihrem Einfluss auf gesundheitspolitische Entscheidungen und nach der Unabhängigkeit der WHO, deren Finanzierungslage seit Jahren mehr als prekär ist. Vor dem Ausbruch des Corona-Pandemie interessierte dieses allerdings nur eine Fachöffentlichkeit in Deutschland.
 
Die Gates-Stiftung reizt also zum Widerspruch, hat aber auch ihre Unterstützer*innen : Die einen sehen dahinter die beschriebenen Weltbeherrschungs-Pläne des Microsoft-Gründers Bill Gates. Die anderen verstehen nicht, was die „#COVIDioten“ für ein Problem mit dem doch per sé guten Engagement des Philanthropen und Tech-Milliardärs für globale Impfprogramme und die wichtige WHO haben.
 
Dr. Andreas Wulf, Arzt und Referent für globale Gesundheitspolitik von Medico international, wird die Geschichte und Arbeitsweise der Bill and Melinda Gates Foundation sowie der WHO, die darum rankenden Verschwörungserzählungen darzustellen. Und er wird die Frage erläutern, was daran zu kritisieren ist, wenn gutmeinende Milliardäre und ihre am Aktienmarkt spekulierenden Stiftungen Weltprobleme mit Technologie und Unternehmergeist lösen wollen.

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

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