Description
Der Bauernkrieg war die größte Massenbewegung in Westeuropa vor der Französischen Revolution. Die Erhebung gipfelte 1525 in der Schlacht bei Frankenhausen mit der bitteren Niederlage der Bauern. Mut, Glauben, aber auch grausamste Vergeltung kennzeichneten das Geschehen. Die Ideale der Bauern waren Freiheit, Gerechtigkeit und der Wunsch nach einem guten Leben. Prediger wie Thomas Müntzer und später die Täuferbewegung forderten die bestehende Ordnung heraus. Die Welt sollte eine andere werden, Reformation und Renaissance bereiteten die Neudefinition der Weltvorstellung jenseits der klerikalen Verkrustungen vor.
Bei dieser Tagung geht um den Bauernaufstand von 1525, um die Strömung des Renaissance-Humanismus, um Commons und um den Aufstieg des Handelskapitals. Der Fokus liegt auf der zentralen Figur Thomas Münzer, der Blick richtet sich aber gleichfalls auf die Wiedertäufer und auf die Rezeption der radikalen Bewegungen durch Friedrich Engels, Ernst Bloch und andere.
Lassen sich aus der historischen Rekonstruktion einer verlorenen Revolution heutzutage noch «unabgegoltene» Fragen herausarbeiten?
Die Tagung betrachtet die Errungenschaften und Hinterlassenschaften und fragt nach deren Aktualität und Möglichkeiten für heute. Es geht um die Sprengkraft von Religion, Glauben und Wissen in Zeiten gravierender ökonomischer Umwälzungen.
- Programm siehe Flyer (pdf) oben auf der Seite
- Anmeldung unter Angabe des vollständigen Namens und Kontaktmöglichkeit an doris.zeilinger@gmx.de
Tagung der Ernst-Bloch-Assoziation in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und mit Unterstützung durch Verlag Westfälisches Dampfboot und AStA der Universität Münster
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Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen
Email: post@rls-nrw.de
Phone: 0203 3177392