Description
Eröffnet wird das 6. Festival der Solidarität am 7. November 2025 um 20 Uhr mit einem Konzert im Kulturbunker Mülheim. Die schwäbische Musikerin Devrim Kavalli und ihre Band werden das Publikum mit auf eine Reise zwischen Orient und Okzident nehmen. Ihre Musik überschreitet Grenzen, vereint Klänge und Traditionen von Pontos, Westarmenien, Kurdistan, Kleinasien bis nach Jerusalem. Als Vorband spielt die junge alevitische Gruppe Grup Üryan, die erst seit einem Jahr in Deutschland lebt. Die drei Musiker flohen aus der Türkei vor politischer Verfolgung – ihre Lieder sind Ausdruck von Widerstand, Erinnerung und Hoffnung.
Am 8. und 9. November geht das Programm mit Fotoausstellung, Diskussionen und Theater im Bürgerzentrum Ehrenfeld weiter. Das Festival 2025 steht unter dem Schwerpunkt «Presse- und Meinungsfreiheit».
So wird am Wochenende die Fotoausstellung «Sus-Ma» («Schweig nicht») zur Pressefreiheit in der BüZe gezeigt. In verschiedenen Podiumsdiskussionen wird es um Asylrecht, die Menschenrechte sowie Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei gehen. Am Sonntag kommen direkt Betroffene zu Wort. Im Anschluss gibt es eine Lesung mit Gül Güzel und das Theaterstück «Nicht in die Ferne sehen können».
Am 10. November findet im Buchsalon Ehrenfeld eine Lesung mit Yavuz Ekinci statt und am 11. November im Filmhaus Köln eine Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde mit Kadır Akın.
Programm
Freitag, 7.11.2025, 20 Uhr, Kulturbunker
Konzert: Devrim Kavalli und Band
Vorband: Grup Üryan
Samstag, 8.11.2025, 14 Uhr, BüZe
Eröffnung der Fotoausstellung «Sus-Ma» («Schweig nicht») – mit einer Begrüßung durch den Kurator Adil Okay, der eigens aus Adana (Türkei) anreist. Er ist Mitbegründer der Menschenrechtsorganisation Görülmüştür, die sich für die Sichtbarkeit politischer Gefangener und zensierter Stimmen einsetzt.
Samstag, 8.11.2025, 15 Uhr, BüZe
«Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit sowie Menschenrechtsverletzungen in der Türkei»– Podiumsdiskussion mit:
- Serdar Korucu – Journalist und Autor von 14 Büchern. Seine Arbeit beschäftigt sich u. a. mit der Armenienfrage und Samstagsmüttern
- Dilan Kunt – Abgeordnete der Partei DEM, Rechtsanwältin und engagierte Menschenrechtsverteidigerin.
- Yusuf Karadaş – Journalist und langjähriger Redakteur der Tageszeitung Evrensel, mit Fokus auf soziale Bewegungen und politische Repression.
- Ümit Altaş – Menschenrechtsanwalt und Redakteur der Plattform HukukPolitik, die rechtspolitische Entwicklungen in der Türkei kritisch begleitet.
Samstag, 8.11.2025, 18 Uhr, BüZe
«Das Asylrecht»– Podiumsdiskussion mit:
- Heike Geisweid – Rechtsanwältin in Bochum, Tätigkeitsschwerpunkte: Asylrecht (Türkei/Kurdistan), AusländerInnenrecht und Frauen und Arbeitsrecht
- Gönül Eğlence – NRW-Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, stellvertr. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Migration und Teilhabe
- Lea Reisner – Bundestagsabgeordnete Die Linke, Krankenpflegerin, Seenotretterin und Antifaschistin
Sonntag, 9.11.2025, 13 Uhr, BüZe
«Betroffene berichten» – Podiumsdiskussion mit:
- Nedim Türfent – Kurdischer Journalist, der zwischen 2016 und 2022 wegen seiner Arbeit fast 7 Jahre in der Türkei inhaftiert war. Heute lebt er im Exil und arbeitet als Redakteur bei Nûmedya24.
- Özgür Sevinç Şimşek – Journalistin und Regisseurin, 2016–2021 fünf Jahre in Haft. Nach erneuter Repression 2024 musste sie ins Exil nach Deutschland.
- Isminaz Temel – Journalistin, in der Türkei wegen ihrer Berichterstattung verurteilt und verfolgt wurde. Heute lebt sie in Wuppertal.
- Zizik Şahbaz – Kommunalpolitikerin aus Mechernich, im Oktober 2024 in der Türkei verhaftet und nach monatelanger Haft dank großer Solidarität freigelassen.
- Hamide Akbayir – Vereinsvorständin, die einen Teil des Jahres in Dersim verbringt, berichtet aus erster Hand über die aktuelle Lage in ihrer Heimatregion..
- Adil Okay – Menschenrechtler und Mitbegründer des Vereins Görülmüştür, spricht über die Situation politischer Gefangener in der Türkei.
- Şebnem Korur Fincancı – Professorin für Rechtsmedizin und Menschrechtsverteidigerin
Sonntag, 9.11.2025, 16 Uhr, BüZe
Lesung «Stimmen aus den Gefängnissen» mit Gül Güzel
Sonntag, 9.11.2025, 17 Uhr, BüZe
Theaterstück «Nicht in die Ferne schauen» – mit Tülin Şahin Okay und musikalischer Begleitung
Das Ein-Personen-Stück basiert auf realen Erlebnissen politischer Gefangener. Inspiriert von Hunderten Häftlingsbriefen und Gesprächen mit Betroffenen erzählt das Stück eindringlich von Repression, Schmerz und Hoffnung hinter Gefängnismauern. Zwischen Monolog, Gesang und Erzählung entsteht ein kraftvolles Bild von Menschlichkeit und Widerstand.
Montag, 10.11.2025, 20 Uhr, Buchsalon Ehrenfeld
Lesung «Die, deren Träume zerbrochen sind» mit Yavuz Ekinci
Um Voranmeldung wird gebeten: info@buchsalon-ehrenfeld.de
Dienstag, 11.11.2025, 19 Uhr, Filmhaus Köln
Filmvorführung «RED» mit anschließender Gesprächsrunde mit dem Regisseur und Autor Kadır Akın
Veranstaltung von: Stimmen der Solidarität - Mahnwache Köln e.V., unterstützt u.a. von der Stadt Köln, Soziokultur NRW, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Willi-Eichler Akademie und dem Friedensbildungswerk Köln
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Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen
Email: post@rls-nrw.de
Phone: 0203 3177392