3 September 2021 Tagung/Konferenz Historicizing the Imperial Mode of Living

Gemeinsamer Workshop von Rosa-Luxemburg-Stiftung und SOC21 in Amsterdam

Information

Event location

Amsterdam

Date

03.09.2021, 14:00 - 04.09.2021, 17:00 Hr

Themes

Globalisierung, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Wirtschafts- / Sozialpolitik

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Die imperiale Lebensweise basiert auf einer imperialistischen Weltordnung: Politischer Druck, militärischer Zwang, und ungerechte Handelsabkommen sichern sie ab. Gleichzeitig bringt sie die Gewaltförmigkeit dieser Ordnung in zahllosen Akten des Produzierens und Konsumierens zum Verschwinden. Die imperiale Lebensweise «normalisiert» den Imperialismus. Sie stabilisiert gesellschaftliche Verhältnisse, die auf Klassengegensätzen, Geschlechterasymmetrien und Rassismus beruhen. Wir können sie nur überwinden, wenn wir ihre historischen Dynamiken verstehen: Wie und warum konnte sie sich entwickeln? Wie transformierte sie sich im Lauf der Zeit? Welche historischen Alternativen existierten? Und wie wurden diese marginalisiert bzw. absorbiert?

Diese und weitere Fragen sollen in einem zweitägigen Workshop diskutiert werden. Der Fokus des Workshops ist ein doppelter: Zum einen sollen die Dynamiken verschiedener Phasen der imperialen Lebensweise rekonstruiert werden, zum anderen geht es darum, die Mechanismen besser zu begreifen, die den Übergang von einer Phase zur nächsten bedingten. Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

Detaillierte Informationen, Programm und Anmeldung unter:
https://soc21.nl/alle-activiteiten/historicizing-the-imperial-mode-of-living/

ENGLISH:

The Imperial Mode of Living reveals how domination, power and violence are normalised in neo-colonial North-South relations, in class and gender relations, and by racialised relations in the practices of consumption and production, so that they are no longer perceived as such. We can only overcome the Imperial Mode of Living if we understand the dynamics of its history: why and how it came into being, how it transformed over time, which historical alternatives existed and how the latter were marginalised or absorbed.

These questions are discussed at a two-day workshop with a double focus: the dynamics that characterise the separate phases of the development of the imperial mode of living, and the mechanisms underlying the transition from one phase to the next.

Contact

Dr. Mario Candeias

Director Institute for Critical Social Analysis, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Phone: +49 30 44310179