News | Westafrika Kein einfacher Weg

Eigene Klimaziele der Rosa Luxemburg Stiftung in Dakar

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Foto: Armin Osmanovic

Zum zweiten Mal nach 2018 hat das Büro der RLS in Dakar seine Kohlendioxidemissionen zu berechnen versucht. 2019 verursachten die Aktivitäten der RLS in Westafrika insgesamt 152,5 Tonnen Kohlendioxid. Auf Flugreisen für Konferenzteilnehmer*innen und Projektreisen von RLS Mitarbeiter*innen entfielen insgesamt 139,7 Tonnen. Auf den Dienstwagen der RLS, der für Projektreisen im Senegal und in benachbarten Ländern zum Einsatz kommt, entfielen im vergangenen Jahr 7,5 Tonnen und damit immerhin 1,1 Tonnen weniger als noch 2018. Die Elektrizitätsversorgung des Büros der RLS verursachte 5,3 Tonnen Kohlendioxid. Im Vorjahr hatte der Kohlendioxidausstoß 4,1 Tonnen betragen. Diese Zunahme erklärt sich mit der gestiegenen Zahl an Mitarbeiter*innen. Die Stromversorgung erfolgt über eine hauseigene Solaranlage. In den heißen Monaten reicht die Anlage aber nicht aus, um die Klimaanlage vollständig mit Solarstrom zu versorgen.

Gegenüber dem Vorjahr hat der gesamte Kohlendioxidausstoß der RLS Dakar um fast 32 Tonnen zugenommen. Hauptursache der Zunahme waren Flugreisen. Im Oktober 2019 hatte die RLS in Dakar eine Konferenz zur Geschichte der Linken in Afrika mit über 30 internationalen Teilnehmer*innen veranstaltet.

Wie kann eine Verringerung der Kohlendioxidemissionen gelingen?

Die RLS Dakar hat ihr selbstgestecktes Ziel, die Kohlendioxidemissionen schrittweise zu senken, 2019 verfehlt. Dies gilt auch dann, wenn man die Kompensationsmaßnahmen berücksichtigt. 2019 wurden 520 Bäume von RLS Partnerorganisationen in Bargny im Senegal gepflanzt. Darüber hinaus wurden weitere Urban Gardening Projekte in Dakar angestoßen sowie die Suchmaschine Ecosia im Büro der RLS eingesetzt. Mittels dieser Maßnahmen konnten etwa 7 Tonnen Kohlendioxid gebunden werden.

Für die RLS Dakar bleibt die Begrenzung des klimaschädlichen Kohlendioxids eine große Herausforderung. Anvisiert ist es, den gesamten Ausstoß von Kohlendioxid auf 109 Tonnen zu begrenzen. Das wäre eine Reduzierung gegenüber 2018 um 10 Prozent.

Die Zahl der Flugreisen soll in 2020 deutlich sinken. Um dies zu erreichen wird ein konsequentes monatliches Flugreisen-Monitoring eingeführt. Des Weiteren wird 2020 der geländegängige Toyota Land Cruiser durch verbrauchsgünstigere Dienstwagen ersetzt. Schließlich wird die RLS im Rahmen ihrer Programme und Projekte klimafreundliche Maßnahmen weiter bevorzugt unterstützen.