News | Jugendbildung Förderung von Projekten der Jugendbildung

Bis zum 15. April 2020 können Förderanträge gestellt werden.

Demonstrierende am 25.9.2019 beim Global Climate Day in Berlin

Ihr seid eine Gruppe von jungen Leuten und plant ein größeres Projekt zusammen? Dann stellt uns euer Projekt vor! Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt Projekte politischer Jugendbildung mit Geld, Ideen und Wissen.

In der aktuellen Krisendynamik müssen viele Gruppen, Träger, Netzwerke und langjährige Partner der RLS Jugendbildung ihr politisches Handeln in der Form und zum Teil auch inhaltlich umplanen, neu denken und verändern. Das braucht ein wenig Zeit, daher verlängern wir den Ausschreibungszeitraum um 2 Woche auf den 15.04.2020.

Als linke Stiftung sieht sich die RLS in einer besonderen Verantwortung in diesem Ausnahmezustand das politische und zivilgesellschaftliche Leben zu unterstützen und aufrechtzuerhalten.Daher wollen wir eure Projekte für das 2. Halbjahr weiterhin unterstützen.

Die klassischen Formate wie Vorträge, Workshops, Camps etc. sind derzeit schwerer planbar. Dennoch schließen wir sie für die Förderung (dann unter Vorbehalt) nicht aus. Es ist jetzt aber die Chance kreativ zu werden und neue oder andere Wege emanzipatorischer Jugendbildung zu begehen.

Die Anträge sendet bitte digital an: ines.koburger@rosalux.org.

What? Rosa-Luxemburg-Stiftung....?

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine linke politische Stiftung. Wir sehen die Aufgabe politischer Bildung darin, junge Menschen zu unterstützen, sich in politischen Auseinandersetzungen zu engagieren. Wenn ihr euch leidenschaftlich einmischt, wenn ihr etwas bewegen wollt und wenn ihr dafür Unterstützung sucht, bietet die Rosa-Luxemburg-Stiftung Förderungsmöglichkeiten.

Politische Bildung hat für uns mit Herrschaftsverhältnissen zu tun. Deswegen interessieren uns viele Inhalte und Positionen, die genau daran rütteln, als auch die Art und Weise, wie wir Themen anderen vermitteln können. Konzepte und Methoden sollen nicht unkritisch aus anderen Kontexten übernommen werden. Denn politische Meinungen stehen nach unserem Verständnis nicht einfach neutral nebeneinander. Wichtiger ist uns eine kontroverse Debatte, in der man sich offen streiten kann. Und dies kann jede und jeder lernen, vor allem gemeinsam. So können wir uns und andere verändern und etwas gemeinsam bewegen. Deshalb laden wir euch als linksdenkende Gruppen und Bildungsvereine ein, eure Projekte bei uns vorzustellen.

Wofür Ihr Förderung beantragen könnt

Euer Projekt greift Fragestellungen und Themen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, die sich in politische Kämpfe einmischen (wollen) und bietet einen Rahmen zur inhaltlichen und kritischen Auseinandersetzung. Das Projekt ermöglicht inhaltliche Reflexion und will politische Praxis organisieren, so dass sich Jugendliche und junge Erwachsene daran politisieren können und bestenfalls zu kollektivem Handeln befähigt werden. Ihr als Antragsteller*innen begreift euch als Teil dieser politisch Lernenden und sucht gemeinsame Interessen, ohne Konflikte zu vermeiden. Gefördert werden unterschiedliche Bildungsformate und Themenschwerpunkte. In eurem Antrag würden wir ungern «Antragssprech» lesen, sondern lieber nachvollziehen können, was ihr warum macht. Es gibt viele Lernwege und Bildungszugänge, die auf ganz unterschiedliche Weise Wissen organisieren und die das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden mitberücksichtigen. Wir wollen gern von euch wissen warum ihr bestimmte Methoden verwendet. Ausgehend von unserem Selbstverständnis unterstützen wir besonders solche Projekte, die zum Beispiel organisierende Funktion haben und die eine Konfliktfähigkeit bei der inhaltlichen Auseinandersetzung ermöglichen. Wir fördern gern Projekte, die von Jugendlichen für Jugendliche stattfinden, wo sich also Leute selbst vertreten und weniger Expert*innen kommen und «die Welt erklären». Deshalb freuen wir uns auch über Projekte von Schüler*innen-Initiativen, die sich jenseits des Schulunterrichts organisieren. Besonders unterstützenswert finden wir auch Projekte, die auf aktuelle politische Kämpfe und/ oder gesellschaftliche Ungleichheiten Bezug nehmen.

Alle weiteren Informationen findet Ihr in den PDFs.