News | Jugendbildung Ausschreibung 2023 – Projekte der Jugendbildung

Bis Frühjahr 2023 können keine Förderanträge gestellt werden

Demonstrierende am 25.9.2019 beim Global Climate Day in Berlin

Ihr seid eine Gruppe von jungen Leuten und plant ein größeres Projekt zusammen? Dann stellt uns euer Projekt vor! Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt Projekte politischer Jugendbildung mit Geld, Ideen und Wissen.

What? Rosa-Luxemburg-Stiftung....?

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine linke politische Stiftung. Wir sehen die Aufgabe politischer Bildung darin, junge Menschen zu unterstützen, sich in politischen Auseinandersetzungen zu engagieren. Wenn ihr euch leidenschaftlich einmischt, wenn ihr etwas bewegen wollt und wenn ihr dafür Unterstützung sucht, bietet die Rosa-Luxemburg-Stiftung Möglichkeiten der Förderung und/oder Zusammenarbeit.

Politische Bildung hat für uns mit Herrschaftsverhältnissen zu tun. Deswegen interessieren uns viele Inhalte und Positionen, die genau daran rütteln, als auch die Art und Weise, wie wir Themen anderen vermitteln können. Konzepte und Methoden sollen nicht unkritisch aus anderen Kontexten übernommen werden. Denn politische Meinungen stehen nach unserem Verständnis nicht einfach neutral nebeneinander. Wichtiger ist uns eine kontroverse Debatte, in der man sich offen streiten kann. Und dies kann jede Person lernen - vor allem gemeinsam. So können wir uns und andere verändern und etwas gemeinsam bewegen. Deshalb laden wir euch als linksdenkende Gruppen und Bildungsvereine ein, eure Projekte bei uns vorzustellen.

Welche Projekte können durchgeführt werden?

Euer Projekt greift Fragestellungen und Themen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, die sich in politische Kämpfe einmischen (wollen) und bietet einen Rahmen zur inhaltlichen und kritischen Auseinandersetzung. Das Projekt ermöglicht inhaltliche Reflexion und will politische Praxis organisieren, so dass sich Jugendliche und junge Erwachsene daran politisieren können und bestenfalls zu kollektivem Handeln befähigt werden. Ihr als Antragsteller*innen begreift euch als Teil dieser politisch Lernenden und sucht gemeinsame Interessen, ohne Konflikte zu vermeiden. Unterstützt werden unterschiedliche Bildungsformate und Themenschwerpunkte. In eurer Bewerbung würden wir ungern «Antragssprech» lesen, sondern lieber nachvollziehen können, was ihr warum macht. Es gibt viele Lernwege und Bildungszugänge, die auf ganz unterschiedliche Weise Wissen organisieren und die das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden mitberücksichtigen. Wir wollen gern von euch wissen, warum ihr bestimmte Methoden verwendet. Ausgehend von unserem Selbstverständnis begleiten wir besonders solche Projekte, die zum Beispiel organisierende Funktion haben und die eine Konfliktfähigkeit bei der inhaltlichen Auseinandersetzung ermöglichen. Wir unterstützen gern Projekte, die von Jugendlichen für Jugendliche stattfinden, wo sich also Leute selbst vertreten und weniger Expert*innen kommen und «die Welt erklären». Deshalb freuen wir uns auch über Projekte von Schüler*innen-Initiativen, die sich jenseits des Schulunterrichts organisieren. Besonders unterstützenswert finden wir auch Projekte, die auf aktuelle politische Kämpfe und/ oder gesellschaftliche Ungleichheiten Bezug nehmen.

Digitale Bildungsprojekte

Nicht zuletzt haben sich durch die Krisen mit und um Corona für uns herausgestellt, dass die Umsetzung von digitalen Angeboten in der Politischen (Jugend-)Bildung besondere Möglichkeiten bzw. Zugänge bietet. Wir können darüber politische Handlungsfähigkeit auch in den aktuellen Zeiten bewahren, Lernprozesse weiter anstoßen und Ziele weiterverfolgen. Zudem können auch einfacher Leute erreicht werden, die sonst weite Strecken zur Veranstaltung zurücklegen müssen. Aber es gibt auch weitere Gründe barrierearm Personen mit einzubinden: beispielsweise können wir mit digitalen Bildungsangeboten Diskriminierung anders reflektieren und dagegenwirken, denn aufgrund von sozial-ökonomisch Positionierung (Klassismus) oder auch Diskriminierung aufgrund von Behinderung (Ableismus) können wir Menschen anders einbinden. Wenn Personen sich Fahrtkosten nicht leisten können oder aufgrund von Behinderungen eine größere Herausforderung haben, sich mit öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen. Auch Leute aus dem ländlichen Raum müssen nicht in die großen Städte tingeln, sondern können mit ihrem Internetzugang, mit Mikro und Kamera am Laptop/PC dabei sein. Uns ist dabei bewusst, dass auch ein Laptop, Kamera, Mirko als auch das Internet an sich letztlich Barrieren sind, um an Politischen (Jugend-)Bildungsangeboten teilnehmen zu können. Gruppen aus dem ländlichen Raum können Seminare anbieten, um sich in der Region besser zu vernetzen. Aufgrund dessen ist ein bestimmtes Budget zur Unterstützung und Neufindung digitaler Bildungsprojekte vorgesehen.

Deadline für einen Antrag

Die Projektbewerbung muss bis zum 10. April 2022 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung  entweder in Papierform oder per Email an: lucie.matting@rosalux.org eingegangen sein. Sollte der Antrag bewilligt werden, brauchen wir den Antrag samt Anhänge im Original.

An: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Akademie für Politische Bildung/ Jugendbildung,
Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin.
Eine Benachrichtigung über die Entscheidung geht Ende Mai 2022 raus.

Alle weiteren Informationen findet Ihr in den Anhängen zum Download unten.