News | Ausstellung "Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne"

"Allein, die Ausstellung hält nicht, was der Titel ankündigt."

Thomas Thiemeyer, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Eberhard-Karls-Universität Tübingen rezensiert für H-Soz-u-Kult die noch bis 1. März 2015 laufende Ausstellung

Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne

im Haus der Geschichte Baden-Württembergs in Stuttgart. Thiemeyer schreibt über die Ausstellung, zu der die website www.krieg-und-sinne.de online ist: "Die Stuttgarter Schau besteht aus vier weitgehend unverbundenen Raumsegmenten: fünf Kabinetten zu den fünf Sinnen als Auftakt, einem chronologischen Band, das den Raum an der Außenwand umläuft und kalendarisch wichtige Kriegsereignisse aufführt, drei großen Vitrinen zu Front, Etappe und Heimat mit Objekten aus dem Krieg sowie einem Epilog zu den Nachwirkungen des Krieges bis in die Gegenwart." Thiemeyer weiter: "Die Exponate hingegen erzählen viel. Sie sind beeindruckende Zeugnisse der großen Gefahren und kleinen Abnormitäten: die obligatorische Gasmaske oder der durchschossene Stahlhelm Ernst Jüngers, die Tod und Massenvernichtung ganz nah heranholen, oder die als Tableau ausgelegten Feldpostbriefe von Friedrich und Alwine Steinle, denen stets Blumen beigefügt waren, um etwas Normalität im Krieg zu behaupten."

Die ganze Ausstellungskritik ist über den folgenden Link einsehbar.