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Stille ist es, was vielen Menschen zuerst einfällt, wenn sie an die Sounds (die Klänge und Geräusche) der Pandemie denken. Die Pandemie und der Lockdown haben offensichtlich Einfluss auf die öffentliche Klanglandschaft, darauf was gehört wird und was nicht.
Die Art und Weise wie wir unsere (akustische) Umgebung wahrnehmen, ist stark von dem kulturellen Kontext geprägt, in dem wir aufwachsen. Sound und das Wissen, das wir durch Sound erlangen, werden (wenn überhaupt) im Gegensatz zu Visuellem nur als Hintergrund oder begleitendes Element wahrgenommen.
Die Dominanz des Visuellen lässt sich auf das Zeitalter der Aufklärung zurückführen. Damals wurde das Sehen, im Gegensatz zu den anderen „primitiven“ Sinnen, als „höherer“ Sinn charakterisiert. Diese „Sichtweise“ beeinflusst nach wie vor unsere Wahrnehmung der Umwelt. Wer und was gehört und (akustisch) repräsentiert wird, ist sehr selektiv und durch ungleiche Machtverhältnisse geprägt. Folglich überhören wir viele Aspekte unserer akustischen Umgebung.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, eine alternative Klanglandschaft der Pandemie zu erstellen. Sounds und Stimmen, die bereits vor Beginn der Pandemie wenig Beachtung fanden, sind jetzt noch weniger zu hören. Als ein Fragment aus Informationen und (ungehörten) Stimmen ist die Audiocollage eine Einladung zum Zuhören, wie unterschiedlich die Pandemie erlebt wird, und zum Reflektieren unserer (nicht-Zu)Hörgewohnheiten; und somit ein Ausgangspunkt für Veränderung.