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Interview , : Jin, Jiyan, Azadî

„Es gibt kein zurück“ – Aufstand von Kurdistan über Teheran bis Belutschistan. Ein Gespräch mit drei iranischstämmigen Aktivistinnen aus Frankfurt/Main

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Weltweit zum Symbol der Freiheit geworden: Wandgemälde von Jîna Mahsa Amini des Künstlers Scott Marsh in Alexandria, Sydney
Weltweit zum Symbol der Freiheit geworden: Wandgemälde von Jîna Mahsa Amini des Künstlers Scott Marsh in Alexandria, Sydney Foto: IMAGO/AAP

Wir sprechen über die seit Mitte September 2022 in ganz Iran anhaltenden regimekritischen Proteste. Sie begannen nach dem Tod der Kurdin Jîna Mahsa Amini im Teheraner Polizeigewahrsam, wohin sie gebracht wurde, weil sie angeblich gegen die islamische Kleiderordnung verstoßen hätte. Die von der iranischen Kurdistanregion (im Interview auch Rojhilat genannt) ausgegangenen Proteste finden jeden Tag in allen iranischen Provinzen trotz erheblicher staatlicher Repression und gezielten Tötungen statt. Sie haben den Charakter eines Volksaufstandes angenommen, den es so in der 43-jährigen Geschichte der Islamischen Republik Iran bisher nicht gegeben hat.

Nach offiziellen Angaben sind seit Beginn des Aufstandes in Iran bereits über 500 Menschen gestorben. Die realen Zahlen dürften um einges höher liegen. Bisher gibt es über 20.000 Festnahmen.

Das Interview führte Ercan Ayboga von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Hessen am 18. November 2022 mit drei iranischstämmigen politischen Aktivistinnen aus Frankfurt/Main: Nina Baghery, Şahla Qaderi und Maryam Hekmat. Zur Sprache kommen die Entwicklung, der Charakter und die Hintergründe der Proteste. Thematisiert werden auch die Verstrickungen der deutschen Bundesregierungen mit dem Mullah-Regime und die Instrumentalisierung von Solidaritätskundgebungen im westlichen Ausland.

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