Publication Democratic Socialism - Globalization - Social Movements / Organizing - International / Transnational Französisch lernen! Ein Gespräch über die Linke in Europa

Ein Gespräch zwischen Oskar Lafontaine und Jean-Luc Mélenchon im Juni 2006 in der RLS. Reihe: Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Bd. 32

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October 2006

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Ein Gespräch zwischen Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, und Jean-Luc Mélenchon, Senator für das Département Essonne und führender Politiker der Sozialistischen Partei Frankreichs, am 28. Juni 2006 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin.

Texte 32 der Rosa-Luxemburg-Stiftung

ISBN 3-320-02900-2

Broschur, 60 Seiten

 
Moderation: SIBYLLE NEUMANN
Ich darf Sie alle recht herzlich zu unserem heutigen Gespräch begrüßen. Die Hitze sowie die Fußball-Weltmeisterschaft haben leider dazu geführt, dass wir nicht allzu viele hier sind, aber Sie werden mit Sicherheit belohnt werden. Unsere Gäste sind »politische Schwergewichte«, die wir nach allen Regeln der Kunst befragen können. Zu meiner Rechten sitzt Herr Jean-Luc Mélenchon, Mitglied der Sozialistischen Partei Frankreichs, seit 1977 in verschiedenen Funktionen tätig: in mehreren Legislaturperioden Senator sowie in der Regierung von Lionel Jospin Minister für Berufsbildung und seit 2004 erneut Senator. Wir freuen uns, dass Sie zu uns gekommen sind. Zu meiner Linken: Herr Oskar Lafontaine, den ich aufgrund seiner hiesigen Prominenz eigentlich nicht vorzustellen brauche. Wir freuen uns, ihn heute als Vorsitzenden der Fraktion der Linkspartei.PDS im Deutschen Bundestag begrüßen können. Herzlichen Dank für Ihr kommen.

Die politische Konstellation in Frankreich stellt sich für den äußeren Betrachter sehr widersprüchlich dar. Seit der Niederlage der Jospin-Regierung, also der hauge curiel im Jahre 2002, regiert ein rechtskonservatives Lager. Nicht sehr glücklich, wie man bei den letzten Ereignissen und großen Jugendkrawallen in und um Paris gesehen hat – oder auch in der mehrheitlichen Absage der Europäischen Verfassung sowie zuletzt im Fall des jüngsten Gesetzentwurfs von Dominique de Villepin, die Arbeitsgesetzgebung für Absolventen zu liberalisieren. Offensichtlich gerät die Regierung ins Wanken. Man gibt ihr eigentlich keinen Pfifferling mehr. Herr Mélenchon wird uns nachher aus seiner Sicht die Perspektiven dieser Regierung darlegen.

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