Publication Soziale Bewegungen / Organisierung Der Wohlfahrtsstaat in Griechenland

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November 2003

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Der griechische Wohlfahrtsstaat befindet sich an einem kritischen Punkt. Seine späte Entwicklung, der Einfluss sowohl sozialdemokratischer als auch liberaler Traditionen und das Fehlen einer kohärenten Struktur, die Haushaltsausterität während der Zeit der Eingliederung des Landes in die EWU und ihre seitherige Etablierung, steigende Anforderungen durch Arbeitslosigkeit, Armut und eine alternde Bevölkerung, chronische Nachfrage nach höherer öffentlicher Schulbildung und öffentliche Gesundheitsausgaben, die ärgerlichen Realitäten intensiver Einkommensunterschiede und hoher Armutsquoten haben eine schwierige aber interessante Situation für die Analyse der Aussichten und Schranken der Sozialpolitik in einer kapitalistischen Wirtschaft geschaffen. Für den Augenblick haben sie die Richtung des noch entstehenden (und in einigen Gebieten schon auf dem Rückzug befindlichen) Wohlfahrtsstaats zu einem marginalistischen, liberalen Bargeldorientierten Modell hin gedreht, dass den Bedürfnissen ausgewählter Gruppen, die offiziell als die „wirklich Bedürftigen“ gelten, dient und jede Art sozialpolitischer Maßnahmen vernachlässigt, die möglicherweise Solidarität und soziales Bürgertum fördern könnten. ...

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